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    Dramatische Steigerung von Phishing-Webseiten

Zwischen November und Dezember 2005 die Anzahl von betrügerischen Phishing-Websites dramatisch gestiegen. Obwohl gleichzeitig das Aufkommen an Phishing-E-Mails gesunken ist, konnte die Anti-Phishing Working Group (APWG) im Dezember 7197 gefälschte Websites erfassen, was eine Steigerung von 55% im Vergleich zum Vormonat ausmacht.
Schuld daran ist vermutlich die plötzliche Verfügbarkeit so genannter "Phishing Kits", also Software-Tools, mit denen auch technisch unbedarfte Personen Phishing-Sites erstellen und verwalten können.

Nach Informationen des Internet-Sicherheitsspezialisten Websense zählt das "Rock Phish Kit" zu den populärsten Anwendungen dieser Gattung. Forscher des Unternehmens haben das Tool erstmals im November gesichtet. (28.02.06, ZDNet)

 

 

    Trojaner "Meheerwar" ärgert PC-Nutzer

Ein neuer holländischer Trojaner hat es offenbar darauf abgesehen, Windows-Nutzer auf die Palme zu bringen. Dabei lässt er durch ein neues Desktop-Hintergrundbild die Nutzer sofort wissen, wer ab sofort auf dem PC das Sagen hat.
Durch Eintragungen in der Registry und Systemdateien öffnet und schliesst "Meheerwar" das CD-ROM-Laufwerk, vertauscht die linke und rechte Maustaste und erstellt munter neue englische oder holländische Verzeichnisse auf dem Desktop. Außerdem legt er eine Ausführung seiner selbst bei jedem Windows-Start in der Registry fest.
Neben neuerstellten Dateien und Ordnern mit Titeln, wie "Call of Duty(R) 2 Singleplayer", "Holland" oder "Waarom open je virus", ändert die Malware die Startseite des Internet Explorers in 'http://www.mrx-server.com' , eine niederländische Seite, die augenblicklich den Hinweis "suspended" zeigt. In die History der zuletzt besuchten Internet Explorer-Seiten trägt der nicht gewollte Störenfried gleich dreizehnmal die URL 'www.sex.nl' ein.
Wenn der Trojaner ausgeführt wird kopiert er sich selbst in die folgenden Dateien:
%System%winupdatecsrss.exe
%SystemDrive%Open me.exe
%SystemDrive%Del.exe
%SystemDrive%Winfile.exe
%SystemDrive%Msn.exe
%SystemDrive%msnpaint.exe
%SystemDrive%Notedpad.exe
%SystemDrive%Dont Delete me.exe
Um jedes Mal beim Windows-Start erneut ausgeführt zu werden ergänzt der Schädling in der Registry um die folgenden Einträge:
"Update" = "%System%winupdatecsrss.exe"
in dem Registry Key:
HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionRun  (26.02.06, dslteam.de)

 

 

    Jede zwanzigste MMS wurmverseucht

Nach der Installation eines Virenfilters auf dem MMS-Gateway eines Mobilfunkanbieters haben sich 5% aller MMS als infiziert herausgestellt. Da man die Ergebnisse zunächst nicht glauben wollte, wurden ein weitere Tests durchgeführt, die das Resultat allerdings bestätigten. Dabei fand man auch heraus, dass in einem Drittel der infizierten Nachrichten der Handy-Wurm Commwarrior.A steckte, die anderen zwei Drittel beanspruchte die Variante Commwarrior.B.

Beide Würmer verbreiten sich per Bluetooth und MMS. Bei MMS ist der Schädling nicht mehr auf die räumliche Nähe zu einem anderen Handy angewiesen, um es zu infizieren. (26.02.06, Heise)

 

 

    US-Filmindustrie klagt gegen P2P-Verzeichnisse

Nur wenige Tage nach der Beschlagnahme des eDonkey-Servers "Razorback2" überzieht die MPAA eine Reihe Websites mit Klagen. Obwohl die betroffenen Webseiten eigentlich gar keine urheberrechtlich geschützten Inhalte anbieten, erleichtern sie doch nach Ansicht der MPAA die Suche nach vermeintlichen oder tatsächlichen "Raubkopien".

Es handelt sich bei den Webseiten um die Torrent-Seiten Isohunt.com, BTHub.com und TorrentBox.com, die nach Angaben der MPAA Downloads von über 140.000 Dateien ermöglichen, darunter die TV-Serie "Desperate Housewives".

Ausserdem betroffen sind TorrentSpy.com, die laut MPAA meistbesuchte Seite der Welt für geschützten Content, sowie NiteShadow.com. Ferner strengt die MPAA Verfahren gegen die eDonkey-Website Ed2k-It.com und die Newsgroup- respektive Nachrichten-Sites NZB-Zone.com, BinNews.com und DVDRs.net.
 

Mit diesen Verfahren versucht die MPAA den Tauschservern das Wasser abgraben. Je schwerer Tauschplätze für illegalen Content aufzufinden seien, desto geringer sei der Schaden für die Rechteinhaber, rechnet die Filmindustrie. Die MPAA scheint allerdings vergessen zu haben, dass auch herkömmliche Suchmaschinen wie Google das Auffinden geschützter Inhalte ermöglichen. (24.02.06, Heise)

 

 

    Neue Vorabversion von Vista

Microsoft hat eine weitere Vorabversion von Windows Vista veröffentlicht, welche die vorletzte Veröffentlichung im "Beta-2-Zyklus" darstellt. Bei der vorerst nur für technische Beta-Tester zugänglichen Community Technology Preview (CTP) handelt es sich um die Enterprise-Version, also die für den kommerziellen Einsatz gedachte Variante. Die aktuelle Vorabversion bringt diesmal schon alle für das endgültige Vista geplanten Funktionen mit, Detailänderungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Die aktuelle CTP bringt einen aktivierten Windows Sidebar und Gadgets mit. Ähnlich wie bei Apples Widgets handelt es sich dabei um Minimalapplikationen, die dem Benutzer in alltäglichen Dingen unterstützen sollen, indem sie etwa RSS-Feeds zeigen.
Privatkunden, die sich für Vista interessieren, empfiehlt Microsoft die letzte CTP-Fassung des Beta-2-Zyklus abzuwarten. Diese soll im zweiten Quartal 2006 erscheinen und dann einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich sein. (23.02.06, Heise)

 

 

    Grösster ed2k-Server beschlagnahmt

Bereits gestern beschlagnahmte die belgische Polizei in der Nähe von Brüssel den eDonkey-Server Razorback2. Gleichzeitig nahmen ihre Schweizer Kollegen den in der Schweiz wohnhaften Betreiber vorläufig fest.
Razorback2 war der grösste und bekannteste eDonkey-Server weltweit. Auf ihm befanden sich rund 170 Millionen Dateien, darunter Songs, Filme, Software und Spiele. Bis zu 1,3 Millionen eDonkey-User konnten gleichzeitig auf den Server zugreifen.
Die Filmindustrie feierte die Polizeiaktion gestern in einer Presseerklärung als "wichtigen Sieg im Kampf gegen die Verbreitung illegaler Inhalte über P2P-Netze." Mit der Schliessung von Razorback2 sind nach Meinung der Motion Picture Association of America (MPAA) alle wichtigen eDonkey-Server in den USA und nun auch Europa dicht gemacht worden.
Tatsächlich hinterliess die Beschlagnahmung einen schlagartigen Einbruch der Userzahlen um eine halbe Millionen. Langfristig dürfte jedoch das Wachstum der eDonkey-Gemeinde damit kaum gefährdet sein.
Usern, die mit dem Server verbunden waren, droht keine Verfolgung, da aufgrund der hohen Anzahl der Verbindungen eine Aufzeichnung wohl nur im Arbeitsspeicher stattfand. (22.02.06, 20min.ch)

 

 

    Virensignaturen kommen oft zu spät

Statistiken zeigen, dass Anti-Virus-Programme, die auf reine Updates der Virensignaturen angewiesen sind, oft zu spät reagieren können. So berichtet Security-Anbieter Commtouch in der Januar-Statistik über einen erneuten Anstieg von globalen Virenattacken. Zurückgeführt wird dieser Trend auf die immer rascheren Verbreitungsraten von schadhaften Programmen, die Systeme attackieren, noch bevor Antiviren-Softwareanbieter mit aktuellen Signaturen aufwarten können. Demzufolge erreichten im Januar bereits 40 Prozent aller registrierten Virenattacken ihren Ausbruchshöhepunkt in den ersten acht Stunden. Diese schnelle Verbreitungsgeschwindigkeit führt signaturbasierte Antiviren-Software immer häufiger an ihre Grenzen.
Um Anwender vor so genannten Day-Zero-Attacks zu schützen, die für massiven Schaden sorgen noch bevor eine entsprechende Signatur für Antiviren-Programme entwickelt werden kann, müssten Anbieter von Anti-Virus-Software zukünftig verstärkt auf pro-aktive Sicherheitsheuristiken setzen. (20.02.05, ZDNet)

 

 

    Hackergruppe erklärt Google den Krieg

Die Hackergruppe The Cult of the Dead Cow (cDc) hat zu einer globalen Kampagne gegen den Suchmaschinenbetreiber Google aufgefordert.
Stein des Anstoßes ist Googles Unterstützung der chinesischen Regierung. So fordert cDc alle auf, T-Shirts mit dem Aufdruck "Goolag – exporting censorship, one search at a time" drucken zu lassen. Diese solle man mit stolz tragen um seinen Unmut gegen die Zensur-Politik Chinas auszudrücken. Am Valentinstag schlossen sich unter anderem tibetanische Studenten dem Kreuzzug von cDc an und protestierten mit "NO LOVE FOR GOOGLE"-Plakaten. Ein Schlachtruf der Aktivisten lautete "BOOgle – trust on sale".


Die Hackergruppe kam im Jahre 1998 zu unrühmlichen internationalem Ansehen. Damals entwickelten sie die gefürchtete Backdoor "BackOrifice" für Windows. Mit dieser Aktion wandelt sich Saulus zu Paulus und kämpft für Menschenrechte. (17.02.06, tecchannel)

 

 

    Musikindustrie will keine Privatkopien für mobile Player

Der Interessenverband der US-Musikindustrie hat seine Einstellung zu Kopien eigener CDs für den privaten Gebrauch auf mobilen Playern geändert. Obwohl RIAA-Anwalt Don Verrilli im Verfahren gegen die Tauschbörsenbetreiber Grokster und Streamcast Networks vergangenes Jahr noch betont hat, es sei grundsätzlich rechtmäßig, eigene CDs auf den eigenen Computer oder iPod hochzuladen, geht jetzt aus einer Eingabe an das für Urheberrecht zuständige Copyright Office ein bedeutender Sinneswandel hervor. Darin heißt es, die Aussage legitimiere nicht einen "fair use", sondern drücke lediglich eine Bewilligung der Urheberrechtsinhaber aus, die zurückgenommen werden könne.


Diese Aussage findet sich als Fußnote in dem Schreiben Exemption to Prohibition on Circumvention of Copyright Protection Systems for Access Control Technologies, das die RIAA zusammen mit anderen Organisationen Anfang Februar dem Copyright Office für die kommende Überarbeitung des US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) vorgelegt hat. (16.02.06, Heise)

 

 

    IE mit neuer Drag & Drop Lücke

Eine Schwachstelle in der Drag & Drop Funktionalität des Internet Explorers ermöglicht es schädlichen Code einzuschleusen. Unter bestimmten Bedingungen kann die Lücke von Angreifern ausgenutzt werden, um so die Systemkontrolle zu übernehmen.
Da eine Interaktion des Nutzers selber notwendig ist, um die Lücke auszuschöpfen, stuft Microsoft das Risiko jedoch als gering ein und will erst mit Windows XP Service Pack 3 und Windows Server 2003 Service Pack 2 einen Patch veröffentlichen.

Dass sich Microsoft mit dieser Risiko-Bewertung irren kann zeigte die Drag & Drop Lücke im August 2004, wo kurz nach dem Bekanntwerden die ersten Webseiten auftauchten, die versuchten, Anwender mit Drag & Drop Spielchen auszutricksen, woraufhin Microsoft das Risiko auf "Important" hochstufte und ein Update herausgab. (14.02.06, ZDNet)

 

 

    Googles Toolbar birgt Sicherheitsrisiko

Die EFF warnt vor einem Feature der Google Toolbar, welches das Risiko einer Verletzung der Privatsphäre signifikant erhöht. Grund für die Warnung der Electronic Frontier Foundation (EFF) ist eine neue Funktion der Toolbar "Search Across Computers", bei dieser Word-, PDF-, Spreadsheet- und andere Text basierte Dokumente auf Google-Servern gespeichert werden.
Es wird ausdrücklich vor der Nutzung dieses Features gewarnt, da Hacker mit dem Google-Passwort eines Anwenders leicht auf die Dokumente Zugriff hätten.
„Wenn Sie das Search Across Computer Feature benutzen und den Google-Desktop nicht mit Bedacht konfigurieren, könnten Ihre Steuerbescheide, Liebesbriefe oder sonstige textbasierten Dateien indiziert werden“, so Kevin Bankston von der EFF.
Eine weitere Gefahr drohe auch, wenn von Behörden mittels Zwangsmaßnahmen Zugriff auf diese Dateien bekommen würden, wie dies vor kurzem noch vom US-Justizministerium bezüglich Suchanfragen der Google Nutzer verlangt wurde - bisher noch ohne Erfolg.


In letzter Zeit versucht Google massiv bei Website-Betreibern, sowie Software- und PC-Herstellern an den Mann zu bringen. Medienberichten zufolge will man Dell etwa eine Mrd. Dollar zahlen, damit das Unternehmen die Google-Toolbar auf 100 Mio. PCs vorinstalliert. (13.02.06, Computerwelt)

 

    Intel kommt mit Quadcore-Chip

Der Chiphersteller Intel hat am Freitag einen Multicore-Chip mit erstmals vier Rechenkernen vorgestellt. Anfang 2007 wird der Multicore-Chip mit dem Codenamen "Cloverton" nach Unternehmensangaben auf den Markt kommen. Der so genannte Quadcore-Chip basiert auf einer neu entwickelten CPU-Architektur in 65-Nanometer-Bauweise und ist auf kleinere Server mit zwei Prozessor-Sockeln ausgelegt. Für Server mit vier Sockeln wurde der Chip "Tigerton" angekündigt.
Intels Technikchef Justin Rattner kündigte bei der Präsentation an, dass Intel in den nächsten Jahren einen besonderen Fokus auf Multicore-Prozessoren legen werde. In den nächsten fünf Jahren solle die Zahl der Rechenkerne auf einem Chip sich demnach verzehnfachen. (12.02.06, futurezone.orf)

 

 

    eBay: zu viele unsichere Passwörter

Das Auktionshaus eBay hat mehr als 100.000 deutsche Nutzer aufgefordert, ein neues Passwort zu wählen. Mittels einer Sicherheitssoftware hat man anonym unsichere Zahlen und Buchstabenkombinationen ermittelt und die Mitglieder mit einer automatisch generierter E-Mail angeschrieben und aufgefordert ein neues Passwort über die offizielle eBay Webseite einzurichten.
Das Ziel dieser Aktion ist, das Missbrauchsrisiko von eBay Mitglieder Konten zu verringern, da sich einfache Passwörter leicht erraten lassen. Ein sicheres Passwort dagegen besteht aus einer möglichst beliebigen Kombination von groß und klein geschriebenen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Das Sicherheitssystem unterscheidet allerdings nicht zwischen Gross- und Kleinschreibung.
Wer sich jetzt bei eBay anmeldet, wird automatisch auf die Sicherheitsstufe des gewählten Passworts hingewiesen. Unsichere Zeichenfolgen werden gar nicht mehr zugelassen. (09.02.06, Heise)

 

 

    Trojaner stiehlt persönliche Daten

Eine neue Variante des "JS.Feebs" Trojaners versucht über eine modifizierte Pharming Methode Zugang zu persönlichen Daten zu erhalten. Wird der Trojaner ausgeführt, erscheint auf dem Bildschirm meist eine gefälschte Eingabemaske, die populären Suchmaschinen nachempfunden ist. Daraufhin folgt eine Fehlermeldung, wonach die Verbindung angeblich fehlgeschlagen sei. Die Skripte innerhalb des schädlichen Programmcodes führen diese Schritte aus, um von den eigentlichen Aktivitäten abzulenken. Zu diesen gehören das Deaktivieren von Antivirus- und anderer Sicherheits-Software sowie die Ausführung von schädlichem Programmcode.
Verbreitet wird "J.S.Feebs" durch E-Mails, die von infizierten Adressen stammen, er kann aber auch durch manipulierte Webseiten eingeschleust werden. (07.02.06, ZDNet)

 

 

    Browser Opera mit Bittorrent

Opera hat mit Bittorrent eine Vereinbarung getroffen, Funktionen des P2P-Netzwerks in den Browser zu integrieren. Schon die zweite Vorabversion von Opera 9 wird diese Bittorrent Unterstützung aufweisen. Dazu wird man über das Suchfeld in Opera 9 nach Bittorrent-Downloads suchen können, während der normale Download-Manager des Browsers das Laden der Dateien abwickelt.
Zu weiteren Neuerungen machte der Hersteller bislang noch keine genauen Angaben. Möglicherweise wird Opera 9 als weitere Besonderheiten eine Webseitenvorschau sowie eine Widget-Unterstützung erhalten. Die zweite Alpha Version von Opera 9 soll in Kürze veröffentlicht werden, einen genauen Termin wollte man jedoch nicht nennen. (06.02.06, Netzeitung)

 

 

    Neue Sicherheitslücke im IE

Wieder einmal wurde auf Sicherheits-Mailinglisten ein neuer Fehler im Internet Explorer veröffentlicht. Im Zusammenspiel von Active-Scripting mit Macromedias Flash-Plugin kann es offenbar zu einem ungültigen Speicherzugriff kommen, durch den der Internet Explorer abstürzt. Angeblich soll dabei auch fremder Code ausgeführt werden kann, dies ist aber noch unbestätigt.
Der Fehler tritt offenbar auf, wenn ein Flash-Objekt via ActionScript eine VB-Script-Funktion aktiviert, die ihrerseits eine JScript-Funktion mit speziellen document.write()-Befehlen aufruft.
Eine Stellungnahme von Microsoft liegt noch nicht vor. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob dieser Fehler tatsächlich ernstere Konsequenzen als einen Absturz des Browsers haben kann. (04.02.06, Heise)

 

 

    Plattenfirma verteidigt Raubkopierer

Überraschend stellt sich Avril Lavignes Label Nettwork bei einem Prozess auf die Seite eines Raubkopierers. Der Angeklagte David Greubel hatte unter anderem Avril Lavignes Lied "Sk8er Boi" illegal aus dem Netz gezogen und wurde daraufhin von der RIAA verklagt.
Wie in solchen Fällen üblich bot die Labelvereinigung an, gegen die Zahlung von 9.000 Dollar die Klage fallen zu lassen. Doch da hat sie ihre Rechnung ohne den angeblich Geschädigten gemacht. "Fans zu verklagen ist nicht die Lösung, sondern das Problem", erklärte Labelchef Terry McBride, der neben Avril Lavigne Künstler wie Sarah McLachlan und die Barenaked Ladies unter Vertrag hat.
Und nicht nur das, die Fans zu verfolgen sei, als "schieße man sich selbst in den Fuß", soTerry McBride. Er will sogar für alle Kosten aufkommen, die Greubel im Fall einer Niederlage drohen. (04.02.06, Laut.de)

 

 

    Keine Beta 2 von Windows Vista

Microsoft hat seine Pläne für die weitere Entwicklung des neuen Betriebssystems geändert und wird keine Beta 2 Version herausbringen. Stattdessen will man vom Windows-XP-Nachfolger Vista nur noch eine Reihe von Testversionen veröffentlichen. Die nächste Vista-CTP, die voraussichtlich im Februar erscheint, sollen nach Microsofts Wunsch vor allem Unternehmen testen. Interessierten Endkunden soll eine weitere, im Folgequartal veröffentliche Vorschauversion frühzeitig Gelegenheit bieten, mit Vista zu arbeiten.

Noch im Dezember vertröstete Microsoft Interessierte, die nicht zum Kreis der CTP-Tester gehören, mit der Aussicht auf die Beta 2.
Noch gibt man sich bei Microsoft zuversichtlich den Veröffentlichungstermin für Vista im Sommer 2006 einhalten zu können, sollten jedoch Qualitätsprobleme auftauchen, wird man den Termin auch verschieben. (03.02.06, Heise)

 

 

    Start für Highspeed-Internet noch diesen Sommer

Die Telekom hat den Start des neuen VDSL-Netzes mit Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s für diesen Sommer angekündigt. Zunächst soll es in 10 Städten losgehen, mit noch unklaren Rahmenbedingungen.
Noch fehlt die regulatorische Klarheit für den Aufbau der gesamten Infrastruktur für insgesamt drei Milliarden Euro in 50 Städten. Dieser ist bis Ende 2007 geplant und soll nach dem Willen der Telekom zumindest anfänglich von der Regulierung ausgenommen werden, um die Investitionen abzusichern.
Wir werden aber bei einem Teil des Aufbaus in Vorleistung gehen, mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro", so der Telekom Chef Kai-Uwe Ricke.
Letzten Informationen zufolge soll es sich bei den zehn zuerst anzuschließenden Städten um Düsseldorf und die neun WM-Städte Berlin, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München handeln. (02.02.06, DSL-Magazin)

 

 

    US-Abgeordnete manipulieren Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat festgestellt, dass massenhaft Einträge von US-Politikern manipuliert wurden. Diese Manipulationen beziehen sich in erster Linie auf Biografien von US-Politikern und erfolgten meist direkt aus Büros im US-Kongress, wobei Mitarbeiter von Abgeordneten die dortigen Computer und Netzwerke benutzten. Von dort aus wurden Einträge von Abgeordneten aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus offenbar dutzendfach geschönt.
Als Konsequenz haben die Betreiber der Online-Enzyklopädie jetzt IP-Adressen gesperrt, über die die meisten Büros des US-Kongresses an das Internet angeschlossen sind.

Aus dem US-Kongress heraus lassen sich Wikipedia-Einträge zunächst erst einmal eine Woche lang nicht mehr anlegen oder ändern. (01.02.06, Netzeitung)

 

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