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Virus verbreitet sich als Messenger-Update
F-Secure warnt vor einem neuen Virus, der sich als vermeintliches
Update für den MSN-Messenger tarnt. "Virkel" verbreitet sich über
einen Link zu einer angeblichen Update Seite für den Messenger.
Raffiniert dabei ist, dass der Link im Messenger anscheinend von
einem Bekannten gesendet wird, da sich der Virus von infizierten
Rechnern automatisch an alle bekannten Messenger-Nutzer verschickt.
Die angebliche Update-Datei "beta8webinstall.exe" enthält den Virus
und sollte auf keinen Fall geöffnet werden.
"Virkel" erlaubt Angreifern uneingeschränkten Zugriff zu einem
infizierten Computer. Der Virus nimmt ausserdem Kontakt zu einem
Botnet-Server auf. Dieser nutzt die infizierten Computer offenbar
zum Versenden von Spam-Mails. (28.12.05,
Netzeitung)
EU droht Microsoft mit täglichen Geldbußen
Da sich Microsoft nicht an die im März 2004 verhängten Auflagen
hält, droht die Europäische Kommission jetzt mit Geldbußen von 2
Millionen Euro täglich.
Microsoft wurde im März 2004 von der EU-Kommission mit einer
Geldbuße von rund 480 Millionen Euro und Produktauflagen sowie
Auflagen zur Bereitstellung von Informationen belegt. Grund dafür
war, dass Microsoft die Regeln des EG-Vertrages durch den Missbrauch
seiner marktbeherrschenden Stellung verletzt hatte, indem das
Beinahemonopol im Markt für PC-Betriebssysteme auch auf
Abeitsgruppenserver-Betriebssysteme und Mediaplayer ausgeweitet
wurde. Microsoft zahlte zwar die Geldbuße, die genauen
Schnittstellenangaben, um Arbeitsgruppenserver anderer Hersteller
die Möglichkeit vollständiger Interoperabilität mit
Windows-Computern und -Servern zu ermöglichen, blieben aber aus.
(22.12.05,
Heise)
TFT-Monitor mit drei Millisekunden Reaktionszeit
Asus bietet ab sofort einen 17 Zoll TFT-Monitor mit einer
Umschaltzeit von nur drei Millisekunden für 330 Euro an. Der PM 17
TU hat die für 17 Zoll typische Auflösung von 1280 mal 1024 Pixeln,
Helligkeit und Kontrast sind mit 500cd/m² angegeben. Die
horizontalen und vertikalen Einblickwinkel betragen laut Hersteller
140 und 130 Grad. Zusätzlich bietet der Monitor eine analoge und
eine digitale Schnittstelle und zwei Lautsprecher mit jeweils 2,5
Watt Leistung.
Die Oberfläche des Displays sorgt mit einer Beschichtung für ein
besonders brillantes Bild. Falls in den ersten Monaten ein heller
Pixelfehler auftauchen sollte, räumt Asus dem Käufer ein
Umtauschrecht ein, danach gelten die allgemeinen
Garantiebestimmungen. (21.12.05,
ZDNet)
Seagate übernimmt Maxtor
Der führende Festplattenhersteller Seagate kauft die Nummer drei im
Festplattengeschäft für 1,9 Milliarden US-Dollar. Seagate hat
derzeit einen Marktanteil von 30%, gefolgt von Western Digital mit
ca. 18% und Maxtor mit 13,5%, der seinen zweiten Platz im letzten
Quartal an Seagate abgeben musste. Seagate wird mit der Übernahme
seine führende Position im Festplattengeschäft sicherstellen und
erwartet nach einem Jahr Einsparungen von 300 Millionen Dollar.
Maxtor-Aktionäre sollen pro Maxtor-Aktie 0,37 Seagate-Aktien
erhalten. Wenn Aktionäre und die Kartellbehörden zustimmen, kann die
Übernahme im zweiten Halbjahr 2006 bereits abgeschlossen sein.
(21.12.05,
Heise)
Neuer Chip beendet Anonymität im Internet
Ein neuer Chip wird ab nächstes Jahr auch verstärkt in privaten PCs
verbaut werden und eine eindeutige Kennung im Internet
gewährleisten. Bisher wurde der TMP-Chip (Trusted Module Platform)
zu Sicherheitszwecken in kommerziell genutzten PCs eingesetzt. Der
Chip versieht den Computer im Internet mit einer eindeutigen
Kennung, wodurch der Rechner jederzeit im Internet identifiziert
werden kann.
Entwickelt wurde der TMP-Chip von der "Trusted Computing Group" (TCG),
einer Allianz mehrerer Hersteller darunter Microsoft, Intel, IBM,
HP und AMD, die ihr Hauptziel in einem Standard für sichere PCs
sehen.
Aus Code-Schlüsseln, die aus der
Systemkonfiguration (Grafikkarte, Soundkarte, Betriebssystem usw.)
ermittelt werden, bildet der Chip eine eindeutige Kennung
als "Hash-Wert". Mit diesem können dann Daten
verschlüsselt werden, so dass Dokumente oder Software an ein
einziges System gebunden sind. So können diese vor unberechtigten
Zugriffen geschützt werden.
Dies bedeutet zum einen mehr Sicherheit, zum anderen aber auch mehr
Kontrolle. So bedeutet eine Beschränkung von Daten auf ein
bestimmtes System auch, dass keine DVDs oder Musik-Dateien an Dritte
weitergegeben werden können. Im schlimmsten Fall könnten Dateien,
die nicht mit dem TMP harmonieren, per Fernsteuerung gelöscht
werden, was ein Aus für eine bestehende MP3-Sammlung bedeuten würde.
TMP lässt sich zwar abschalten, dann kann aber keine Software mehr
genutzt werden, die ein aktives TMP verlangt. Auch eine
Hardware-Umgehung wird sich als schwierig erweisen, da der Chip fest
im Prozessor integriert ist (19.12.05,
PC-Welt)
Google mit 5% Beteiligung an AOL
Der Suchmaschinenbetreiber Google will sich mit einer Milliarde
US-Dollar an AOL beteiligen und seine Werbepartnerschaft mit AOL
ausbauen. Obwohl es Anfang Dezember noch hiess, die
Beteiligungspläne wären vom Tisch, hat sich Time Warner, dem America
Online gehört, doch für eine engere Partnerschaft mit Google
entschieden. Dies bedeutet gleichzeitig ein schwerer Schlag für
Microsoft, hatten sich die Redmonder doch erhofft, AOL für die
Verwendung seiner beim Online-Dienst MSN angesiedelten
Internet-Suchmaschine abzuwerben. Microsoft bleibt damit im
Suchanzeigengeschäft weiterhin auf Platz 3, weit abgeschlagen hinter
Google und Yahoo.
AOL-Anzeigen sollen auf der Google-Site spezielle Platzierungen
erhalten. Bei Suchanfragen von Google-Nutzern zu Themen, für die AOL
Informationen vorhält, soll eine Zugangsmöglichkeit zu AOL-Sites
geschaffen werden. AOL kann auch Werbung verkaufen, die auf anderen
Web-Sites erscheint, die die Google-Suchmaschine verwenden.
Schließlich will Google AOL-Videos stärker bei seinem eigenen
Videosuchdienst platzieren. All dies dürfte für AOL höhere
Online-Anzeigeneinnahmen bedeuten. (18.12.05,
Heise)
Niederlage für P2P-Strafanzeigenmaschinerie
Dem Schweizer Dienstleister Logistep, bekannt geworden durch ein
automatisiertes Verfahren im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen
von Tauschbörsennutzern, wurde untersagt die Provider zur
Speicherung der Verbindungsdaten anzuhalten.
Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Flensburg hervor,
welches sich auf die Haftungsregel im Teledienstegesetz (TDG)
beruft. Demnach sind Zugangsanbieter für fremde Inhalte
grundsätzlich nicht verantwortlich und deshalb auch nicht
verpflichtet, ihre Kunden zu überwachen oder nach Umständen für eine
rechtswidrige Nutzung ihrer Dienste zu suchen. Wird ein Provider
über das illegale Treiben von Kunden in Kenntnis gesetzt, gilt er
fortan zwar als "Störer" und kann zum Eingreifen verpflichtet sein.
Diese Haftung begründet laut der Flensburger Entscheidung aber keine
Auskunftsansprüche gegenüber dem Anbieter, sondern allein einen
Unterlassungsanspruch. Auf Mithilfe zum Erwirken von Schadensersatz
könne nicht abgestellt werden. "Unter keinem rechtlichen
Gesichtspunkt" könne von einem Zugangsanbieter verlangt werden,
"irgendwelche Daten oder Informationen zu speichern", stellt das
Gericht klar.
Der Telekommunikationsanwalt Ernst Georg Berger von der Frankfurter
Kanzlei Schalast & Partner, der das Verfahren im Auftrag des
Berliner Carriers Versatel führte, spricht daher von einem "richtungsweisenden
Urteil". Er geht davon aus, dass sich nun auch zahlreiche andere
Provider veranlasst sehen, "sich gegen die Massenmails der Logistep
zur Wehr zu setzen".
Logistep hat nach eigenen Angaben eine
spezielle
Software entwickelt, mit der sie die Anbieter
urheberrechtswidrig verbreiteter und veröffentlichter Werke wie
PC-Spiele, Musikstücke oder Videos aufspüren und die IP-Adresse zum
Zeitpunkt der Rechtsverletzung festhalten zu können. Mit Hilfe
dieser Informationen kann über den jeweiligen Provider die Identität
des Nutzers hinter der Netzadresse ermittelt werden.
Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe bestätigte, sind dort mit Hilfe
Logisteps allein im Juni und Juli 2005 über 20.000 Strafanzeigen
eingegangen. (15.12.05,
Heise)
Tauschbörsen-Spoofer gibt auf
Overpeer ein Unternehmen, offiziell auf den Schutz digitaler Inhalte
spezialisiert, hat in Tauschbörsen manipulierte MP3-Files
eingespeist. Dazu hatte man Songs aus P2P-Netzen geladen und so
verändert, dass sie kaum noch erkennbar waren um sie dann wieder in
den P2P-Netzen zum Download anzubieten. Das sollte die Suche nach
dem Original-Titel so erschweren, dass die Leute lieber das Geld für
eine CD oder einen Download ausgaben, als stundenlang zu suchen.
Obwohl Overpeer dieses Vorgehen nie offen bestätigt hat, wird es
durch ein Patent, das zwei Mitarbeiter eingereicht hatten, recht
genau beschrieben.
Anfang 2005 geriet Overpeer wieder in die Schlagzeilen. Es tauchten
Musikstücke in Tauschbörsen auf, die beim Abspielen mit dem Windows
Media Player Pop-Ups im Internet Explorer öffnen und Adware
installieren konnten. Den Stein ins Rollen brachte eine Datei, die
das Video zum Titel "Fallin" von Alicia Keys enthalten sollte,
stattdessen aber auf einen Server von Overpeer zugriff.
Offensichtlich hat dieses Tauschbörsen-Spoofing seine Wirkung
verfehlt, der Online-Musikdienstleister Loudeye gab jetzt bekannt,
dass sein Tochterunternehmen Overpeer den Betrieb einstellt. Loudeye
wolle sich auf sein Kerngeschäft fokussieren und Kosten sparen.
(12.12.05,
Heise)
Scheinbietersystem für eBay wieder online
Nach vorübergehender Unterbrechung hat der umstrittene "XXL
Sell"-Dienst seinen Betrieb wieder aufgenommen. Diese
Bietergemeinschaft, dessen Betreiber auf der Dominikanischen
Republik angesiedelt sind, verfolgen einzig den Zweck, die Gebote
bei eBay-Auktionen ihrer Teilnehmer automatisch bis zu einer jeweils
gewünschten Höhe hochzutreiben. So wird das Risiko eines Zuschlages
unter Preis umgangen, wenn Auktionen mit niedrigen Startpreisen
eingestellt werden, um eBay-Gebühren zu sparen.
Noch Ende November hatte eBay der Presse die Abschaltung des
Scheinbieter-Systems versichert, während auf dessen Webseite nur von
einer vorübergehenden Unterbrechung die Rede war. XXL Sell müsse
"dank der Berichterstattung" umgehend auf leistungsfähigere Server
umziehen, war dort zu lesen. Der fragwürdige Dienst scheint
offensichtlich immer stärkeren Zuspruch zu finden. (11.12.05,
Heise)
Yahoo Dienst beantwortet Fragen
Zur Zeit testet Yahoo einen neuen Dienst, über den die Nutzer Fragen
formulieren können, die dann von anderen Yahoo-Anwendern beantwortet
werden. Um die Antwortgeber zu motivieren, wird der Yahoo Answers
ein Bewertungssystem haben, welches Aufschluss auf die
Glaubwürdigkeit der Antworten gibt. Für die Nutzung der neuen
Plattform wird ein Yahoo Konto benötigt. Die zu stellenden Fragen
lassen sich in Kategorien ablegen und man kann sich dann per
RSS-Feed über Antworten informieren lassen.
Yahoo Answers befindet momentan noch in einem Beta-Stadium und ist
nur in englischer Sprache verfügbar.
Später will Yahoo diese Plattform allen Yahoo-Nutzern kostenlos zur
Verfügung stellen. (10.12.05,
Golem)
Wurm Sober.Z lädt im Januar Funktionen nach
Nach Angaben einiger Sicherheitsexperten wird der "BKA-Wurm" Sober.Z
am 5. Januar 2006 weitere Funktionen für neue Aufgaben nachladen.
Welches Ziel dabei angestrebt wird ist derzeit noch unklar.
Schon der "WM-Ticket-Wurm" Sober.O mutierte im Mai vor der
Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zum Spam-Roboter, um Mails mit
rechtsgerichteten Inhalten zu versenden. Auch Sober.G versuchte
Mitte 2004 ebenfalls vor einer Landtagswahl mit Nazi-Spam Stimmung
zu machen.
Da am 5. Januar der Jahrestag der Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)
ist, liegt die Vermutung nahe, dass auch die kommenden Aktionen von
Sober.Z darauf ausgelegt sind, das Netz mit E-Mails
rechtsgerichteten Inhalts zu fluten, falls das Nachladen nicht
verhindert wird. Möglich wäre das durch das Blockieren
entsprechender Domains, wenn das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI) mit den Betreibern der bekannten
Internet-Domainnamen zusammenarbeiten würden, wie seinerzeit bei
Sober.Q, dessen Nachladeversuche erfolgreich verhindert werden
konnte. (08.12.05,
Heise)
Wurm chattet mit seinen Opfern
Ein neuer Computerwurm chattet offenbar erst mit seinen Opfern bevor
er sein zerstörerisches Werk beginnt. Abgesehen hat es "IM.Myspace04.AIM"
auf die Nutzer des AOL-Messengers AIM. Der Wurm meldet sich mit der
Mitteilung "lol thats cool" und schickt eine URL, die auf eine Datei
namens "clarissa17.pif" verlinkt ist. Schickt ein Nutzer erst einmal
eine Antwort ohne die URL angeklickt zu haben, schickt der Wurm die
Mitteilung "lol no its not a virus" zurück. Wird die Datei jedoch
heruntergeladen und ausgeführt, so deaktiviert der Wurm vorhandene
Sicherheits-Software und installiert eine Backdoor.
Noch hält sich die Verbreitung des neuen Wurms in Grenzen,
Sicherheitsexperten vermuten jedoch, dass Angreifer diese neuartige
Verbreitungstechnik zunächst noch ausprobieren. Ein weiterer Wurm "Aimdes.E"
sendet Feriengrüße an die Anwender des AOL Messengers „The user has
sent you a Greeting Card, to open it visit:“ gefolgt bei einem Link.
Nutzer von Messengern sollten extrem wachsam sein, welchen Links sie
folgen, raten die Sicherheitsexperten. (07.12.05,
tecchannel)
Verärgerte Firstload Test-Account-User
Immer mehr häufen sich Beschwerden verärgerter Nutzer von Firstload,
die innerhalb der kostenlosen Testzeit kündigten und dennoch zur
Kasse gebeten werden. Firstload wirbt mit einem kostenlosen 14 Tage
High-Speed Zugang zum Usenet und dem Zugriff auf Inhalten mit einem
Volumen von 300 Terrabyte Daten. Der Zugang soll anonym und
unzensiert sein und suggeriert dem User eine Sicherheit, sich nicht
um Urheberrechte oder dergleichen kümmern zu müssen. Will man den
Service nach der Testzeit nicht weiter nutzen, reicht eine einfache
Kündigung per E-Mail innerhalb der 14 Tage.
Viele Nutzer haben sich einen 14-tägigen Test-Account angelegt, den
Service genutzt und innerhalb der 14 Tage wieder gekündigt.
Mittlerweile beklagen sich jedoch immer mehr Nutzer darüber, dass
ihre Kündigungen ignoriert wurden und der Betrag von 94,80 € für
eine Jahresmitgliedschaft unrechtmässig abgebucht wurde. Auf
Anfragen verärgerter Nutzer reagierte das Unternehmen mit der
Aussage, dass keine Kündigung vorläge und eine Kündigung nach der
14-tägigen Testphase nicht mehr möglich sei. Den Nutzern, die den
abgebuchten Betrag schliesslich zurückbuchen liessen, wurde mit
einem Inkassounternehmen gedroht.
In einigen Fällen wurde bereits der Verbraucherschutz eingeschaltet.
(06.12.05,
123recht.net)
Sunbelt kauft Kerio Personal Firewall
Die Software Firma Sunbelt hat die Personal Firewall von Kerio
gekauft und entwickelt sie unter einem anderem Namen zukünftig
weiter. Die erfolgreiche Firewall, die Kerio nicht mehr weiterführen
will (Bericht), wird
so Privatanwendern weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch
die Vollversion des Produktes soll preislich günstiger kalkuliert
werden.
Sunbelt wird sich auch den ehemaligen Kerio Kunden annehmen und auch
den Support für die kostenpflichtige Version der Firewall
übernehmen. (04.12.05,
Sunbelt)
Einigung bei Speicherung von Verbindungsdaten
Nach monatelangen Verhandlungen haben sich in Brüssel die
Justizminister auf einen Kompromiss zur Speicherung von
Verbindungsdaten geeinigt. Demnach sollen alle Telefon- und
Internetverbindungen der 25 EU-Staaten künftig zwischen 6 und 24
Monate gespeichert werden. Die gesammelten Verbindungsdaten sollen
bei Fahndungen nach Terroristen oder Verbrechern nützlich sein.
Ungeklärt blieb bisher die mit der Speicherung verbundene
Kostenfrage. (03.12.05,
Web.de)
Internet Explorer ermöglicht Datenspionage
Ein Fehler des IE beim Import von kaskadierenden Stylesheets (CSS)
ermöglicht es Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern
auszulesen. Externe Stylesheet-Quellen lassen sich durch @import
oder durch die Javascript-Funktion addImport einbinden. Die sonst
üblichen Restriktionen für die so genannte Cross-Domain-Interaktion,
die ein direktes Auslesen verhindern würden, sind dabei zur
Vermeidung von Komplikationen gelockert. Die empfangenen Daten
brauchen dann lediglich ein zusammengehöriges Paar aus geschweiften
Klammern zu enthalten, damit der IE diese als CSS-Daten
interpretiert. Selbst wenn die interpretierten Daten im CSS-Kontext
keinen Sinn ergeben, lassen sie sich teilweise durch das DOM-Objekt
cssText vom JavaScript-Code auslesen und verwerten.
Nutzern des Internet Explorers wird zur Vorsicht beim Besuch von
nicht vertrauenswürdigen Seiten geraten und im Zweifelsfall
JavaScript zu deaktivieren. Einen Patch gibt es noch nicht.
(02.12.05,
Heise)
Neuer Trojaner nutzt IE-Sicherheitslücke
Für eine noch vor kurzem als äusserst kritisch eingestufte
Sicherheitslücke des Internet Explorers ist der erste Schädling
öffentlich aufgetaucht. Schon bei einem Besuch einer präparierten
Webseite infiziert der Win32/Delf.DH genannte Trojaner einen PC.
Betroffen sind alle Windows Versionen bis auf Windows Server 2003,
wenn die Enhanced Security Configuration aktiviert wurde. Microsoft
hat bisher noch nicht reagiert und noch immer keinen Patch zur
Verfügung gestellt, der die Sicherheitslücke schliesst. Der Fehler
ist seit längerem bekannt, man ging bisher jedoch davon aus, dass er
nicht zum Einschleusen von schädlichen Code geeignet sei. Ob
Microsoft wenigstens zum kommenden Patch-Day am 13.12 mit einem
Update reagieren wird, ist nicht bekannt.
Wurde ein Rechner infiziert erkennt ein Nutzer das daran, dass im
Autostart-Ordner die Datei KVG.exe oder keks.exe eingetragen wurde.
Zum Schutz empfiehlt Microsoft Active Scripting in der Internet Zone
und der lokalen Zone zu deaktivieren. Die weiteren Tipps der
Redmonder die Firewall zu aktivieren und Updates einzuspielen sind
dagegen nutzlos, da es noch keinen Patch gibt und die
Windows-Firewall gegen derartige Angriffe gar keinen Schutz bietet.
(01.12.05,
Heise)
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