|
Windows
Vista ohne Start-Button
Microsoft will offensichtlich im Zuge der optischen Neuerungen bei Windows
Vista auf den schon legendären Start-Button verzichten. Die seit Windows
95 bestehende Schaltfläche wird Screenshots zufolge künftig einem rundem
Logo weichen. Microsoft hat die neue Optik, anscheinend eher unfreiwillig,
im Rahmen einer Bildergalerie des Build 5219 auf seiner Presse-Webseite
präsentiert. Schnell hatte man die Panne aber bemerkt und die Screenshots
wieder entfernt. (31.10.05,
ZDNet)
Vielleicht bald kein Windows mehr für Korea
Microsoft hat verlauten lassen, dass die PC-Nutzer in Südkorea möglicherweise
bald ohne Windows auskommen müssen. Das ist die Folge von Untersuchungen
der koreanischen Wettbewebsbehörde, die erreichen will, das feste Bestandteile
des Betriebssystems ausgegliedert werden können. Speziell hat die Behörde
dabei den Windows Mediaplayer und Instant-Messaging-Software im Visier.
Die Behörde kritisiert, dass konkurrierende Unternehmen so kaum eine
Chance hätten, ihre Produkte an die User zu bringen. Die Wettbewerbsbehörde
hat zu dem Thema eine Reihe von Hearings veranstaltet und könnte Microsoft
möglicherweise auffordern, eine Windows-Version ohne Mediaplayer und
Messaging-Software auf den Markt zu bringen.
Dieser Schritt würde "drastische Maßnahmen" von Microsoft nach sich
ziehen, kündigt der Softwarekonzern an. "Wenn die KFTC anordnet, dass
Windows für den koreanischen Markt umkonstruiert werden muss oder dass
bestimmte Codes entfernt werden müssten, ist es vielleicht nötig, Windows
vom Markt zu nehmen oder so lange keine neue Version in Korea anzubieten,
bis die Verordnung zurückgezogen oder neu verhandelt wird", so Microsoft.
(31.10.05,
ZDNet)
Trojaner nutzt Angst vor Vogelgrippe
Seit kurzem kursieren englischsprachige E-Mails, die über die Vogelgrippe
aufklären wollen, im Anhang aber eine infizierte Word-Datei mitliefern.
In der Datei enthalten ist der Trojaner-Dropper W97M/Naiva.A, der aus
zwei Macros besteht, die eine weitere Schadenssoftware, den Trojaner
Ranky-FY, installieren. Zu erkennen sind die E-Mails an der Betreffzeile,
die etwas wie folgt lautet: Outbreak in North America oder What is avian
influenza (bird flu)?. Noch ist die Verbreitung des Trojaner-Droppers
gering. (28.10.05,
Heise)
Hohe Umweltbelastung durch Stand-by-Betrieb
Durch PCs, die über Nacht nicht abgeschaltet werden, sondern im Stand-by-Betrieb
weiterlaufen, summiert sich der Schadstoffausstoss der Elektrizitätswerke.
Angesichts der drohenden Klimakatastrophe appelliert Fujitsu Siemens
an alle PC-Nutzer, diesen nicht untätig im Stand-by-Betrieb zu lassen,
sondern völlig abzuschalten. Die zehn Jahre alte Aussage von Compaq,
dass häufiges An- und Ausschalten schädlich für PC-Systeme sei, ist
schlicht falsch.
Laut der Zeitung Independent verursachen PC-Systeme jährlich 220.000
Tonnen Carbon Dioxide indirekt in E-Werken, die den Strom für unnötigen
Betrieb und Stand-by erzeugen müssen. Dazu kommen noch die übrigen Haus-
und Home-Entertainment-Geräte mit ihrem stillen Dauerverbrauch.
Auch die Europäischen Union rief noch vor kurzem dazu auf, den Energieverbrauch
von Computersystemen zu reduzieren. (27.10.05,
gmx.net)
Google Base vs. eBay
Google will einen Online-Marktplatz starten, der zu einer Konkurrenz
für das Internet-Auktionshaus eBay werden könnte. Laut Cnet befindet
sich der neue Dienst zur Zeit noch in einer Testphase.
Screenshots
zeigen in etwa schon, was angeboten werden kann. Die Palette reicht
von Rezepten bis zu Autos. Definitiv ausgeschlossen hat Google jedoch
Angebote von menschlichen Körperteilen.
Spekulationen zufolge sollen die Informationen aus Google Base auch
in die Produktsuche von Froogle und Google Local Dienst mit einfliessen.
Google hat die Arbeiten an dem neuen System zwar bestätigt, aber noch
keine Kommentare zu Einzelheiten abgegeben. (26.10.05,
Chip.de)
Erstmals Definition für Spyware festgelegt
Die "Anti-Spyware Coalition", ein Bündnis aus Technologiefirmen und
öffentlichen Interessensgruppen, hat eine gemeinsame Definition für
Spyware verabschiedet. Diese Definition soll als Grundlage für alle
zukünftigen Antispyware-Aktivitäten der Koalition (ASC)
dienen, nach denen die Anbieter von Anti-Spyware-Produkten entscheiden,
ob ein bestimmtes Programm als Spyware eingestuft wird.
Als Spyware gelten demnach Technologien, die ohne angemessenes Einverständnis
des Benutzers installiert werden und seine Kontrollmöglichkeiten einschränken.
Dies betrifft insbesondere die Kontrolle über seine Privatsphäre, die
Sicherheit seines Computers, die Nutzung von System-Ressourcen und ganz
allgemein die Art und Weise, wie er seinen Computer benutzt. Dazu gehört
ferner die Kontrolle darüber, welche Programme installiert sind, sowie
welche privaten oder anderweitig vertraulichen Daten gesammelt und an
andere übermittelt werden.
Vereinfacht: Als
Spyware gelten alle Programme, die auf dem Rechner heimlich etwas
tun, das der Anwender wohl nicht gestatten würde, sowie Daten an andere
übertragen, die der Anwender mutmaßlich lieber für sich behalten würde.
(25.10.05, PC-Welt)
Keine illegalen Kopien mit Windows Vista
Microsoft hat angekündigt mit dem XP-Nachfolger Windows Vista dem illegalen
Kopieren von Musik und Filmdateien endgültig ein Ende setzen zu wollen.
So haben die Redmonder dafür eigens zwei ausgeklügelte Kopierschutz
Mechanismen entwickelt. "PUMA" (Protected User Mode Audio) wird dafür
sorgen, Kopierschutzmassnahmen für Audiodateien effizienter zu machen,
da die Audio-Engine nicht mehr im Kernel-Modus bleibt, sondern in den
User-Modus verschoben wird.
Das PVP-OPM (Protected Video Path - Output Protection Management) überwacht
die Ausgänge von Monitor und TV-Schnittstellen, so lassen sich mit Vista
erst gar keine Video-Dateien auf die Festplatte kopieren oder in den
Arbeitsspeicher laden. (24.10.05,
derstandard.at)
Neue Bagatell-Klausel beim Urheberrecht
Deutsche Staatsanwälte fordern eine "Bagatell-Klausel" im Urheberrecht,
da sie der Flut von Klagen nicht mehr nachkommen können. Möglicherweise
bleiben zukünftig Personen, die nur zum Eigenbedarf klauen, von der
strafrechtlichen Verfolgung verschont. Ex-Justizministerin Brigitte
Zypries sieht eine solche Regelung positiv, dagegen laufen die Musik-
und Spielehersteller gegen eine derartige Ausnahmeregelung Sturm. Für
sie gilt nach wie vor: auch arglose Gelegenheits-Raubkopierer sind Verbrecher,
Filesharing sei schwerem Diebstahl gleichzusetzen.
Die jüngste Fassung des Kabinettsentwurfs besagt im Wesentlichen, dass
jemand, der Raubkopien "in geringer Zahl und ausschließlich zum eigenen,
privaten, Gebrauch" widerrechtlich vervielfältigt, soll – unter Vorbehalt
– straffrei bleiben soll. Der Entwurf wurde zwar vor der Bundestagswahl
noch nicht verabschiedet, aber da Brigitte Zypries (SPD) ihr Amt in
der CDU/SPD-Koalition behalten wird, wäre eine Umsetzung als Gesetzestextergänzung
durchaus vorstellbar. (24.10.05,
freenet.de)
Kerio stellt Desktop-Firewall ein
Die beliebte, äusserst effektive und kostenlose Desktop-Firewall von
Kerio wird es zum Jahresende wohl nicht mehr geben. Das erfolgreiche
Verschenken von bis heute über zwei Millionen Firewall-Pakete hat nicht
genügend Umsätze im Bereich der Profi-Version generiert, die weitere
Entwicklung der Desktop Firewall noch zu rechtfertigen. Auch sieht Kerio
keine Zukunftsaussichten in Stand-Alone Lösungen, man könne heute nicht
mehr mit einer blossen Firewall gegen die umfassenden Security-Suites
der Konkurrenz ankommen, die heute alles von der Werbeblockung, über
Virenfilter bis zur Firewall beinhalten. Daher wird es auch die kostenpflichtige
Desktop-Firewall nicht mehr lange geben.
Dabei ist es gar keine so schlechte Lösung, statt der meist überfetten
Komplett-Sicherheits-Suites anderer Hersteller sich eine Sicherheitslösung
aus Stand-Alone Lösungen zu schaffen. Ein Paket für Privatanwender aus
AntiVir,
der Kerio Firewall,
einem aktuellen
Dialerschutzprogramm
und einer Anti-Spyware Lösung wie
Ad-Aware
können mit einer kostenpflichtigen Komplett-Suite ohne Weiteres mithalten.
(22.10.05,
Spiegel.de)
EU-Parlament gegen Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten
Heute wurden in Brüssel die Änderungsvorschläge an dem kontroversen
Gesetzesentwurf für die Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten
vorgelegt. Die EU-Kommission strebt über die Direktive eine massive
pauschale Überwachung der 450 Mio. EU-Bürger im Rahmen ihrer Antiterrorbemühungen
an. Prinzipiell geht es bei den Plänen von Rat und Kommission um die
Speicherung der Verbindungs- und Standortdaten, die bei der Abwicklung
von Diensten wie Telefonieren, SMS, E-Mailen, Surfen oder Filesharing
anfallen. Mit Hilfe der Datenberge sollen Profile vom Kommunikationsverhalten
und von den Bewegungen Verdächtiger erstellt werden. Telefondaten sollen
laut der Kommission von den Betreibern zwölf, Internetdaten sechs Monate
gespeichert werden. Einzelne Vertreter der Kommission, wie Schweden,
fordern gar mehrere Jahre.
Die Pläne der Brüsseler Institutionen gehen dem Parlamentskoordinator
im Hinblick auf die starken Bedenken von Providern und Datenschützern
gegen die geplante pauschale Beschnüffelung der Surfer und die Erstellung
von Bewegungsprofilen allerdings deutlich zu weit. Es wurde dagegen
vorgeschlagen Telefonverbindungsdaten für drei Monate vorhalten zu lassen,
die Verbindungsdaten im Netz und per Handy gar nicht zwangsweise speichern
zu lassen. Dazu kommen Auflagen die Datenherausgabe betreffend. Damit
scheint eine Einigung aus jetziger Sicht kaum noch möglich zu sein.
(21.10.05, Heise)
Farblaserdrucker spionieren für den Geheimdienst
Von den Nutzern unsichtbar drucken Farblaserdrucker diverse Signaturen
mit verschlüsselten Informationen auf die Dokumente. Das dies zumindest
für die grossen Druckerhersteller, wie Epson, HP oder Canon in den USA
gilt, scheint durch die Recherchearbeit der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation
Electronic Frontier Foundation (EFF) http://www.eff.org jetzt bestätigt.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist die geheime Signatur auf
eine Kooperation mit dem amerikanischen Secret Service zurückzuführen,
der sich davon eine Hilfestellung im Kampf gegen professionelle Geldfälscher
verspricht.
Welche Informationen den einzelnen Ausdrucken genau mitgegeben werden,
ist im Einzelnen nicht bekannt. Der EFF ist es nach eigenen Angaben
jetzt gelungen, den aus winzigen gelben Farbpunkten bestehenden Code
zumindest für eine Produktreihe zu entschlüsseln. "Die Analyse diverser
Dokumente hat ergeben, dass Farblaser-Ausdrucke der Xerox DocuColor-Reihe
nicht nur das Datum und die Uhrzeit des Druckes, sondern auch die Seriennummer
des Gerätes verschlüsselt preisgeben", so EFF-Sprecher David Schoen.
Er kritisiert die ursprünglich geheim gehaltene Kooperation zwischen
den Unternehmen und der Regierung und weist darauf hin, dass die Seriennummer
leicht Personen und Organisationen zuordbar sei.
Ob die Technologie von den weltweit operierenden Druckerherstellern
auch in Deutschland oder anderen europäischen Ländern angewendet wird,
ist ungewiss. Xerox bestätigte gegenüber pressetext die Verwendung der
beschriebenen Technologien in den USA und rechtfertigt sie mit dem Kampf
gegen kriminelle Aktivitäten. (18.10.05, Yahoo)
Problematisches Windows-Patch
Ein Windows-Patch, das am Dienstag von Microsoft veröffentlicht wurde
und eigentlich Sicherheitslücken schliessen sollte, kann ernsthafte
Probleme bereiten. Es handelt sich um das Patch MS05-051 kann unter
Umständen anderen Usern den Zugriff auf dem PC verweigern, die Windows
Firewall und andere Anwendungen blockieren oder Netzwerkverbindungen
löschen.
Die Probleme sind bisher nur aufgetreten, wenn die Zugriffs-Bestimmungen
im Windows-Datenverzeichnis geändert wurden, so Microsoft. Bisher erhielt
Microsoft nur eine beschränkte Anzahl von Berichten, man untersuche
gerade das Problem. Auch wenn das Patch bei einigen Nutzern Probleme
bereitet, so sind, nach Microsoft, diejenigen, die es installiert haben
noch immer vor Attacken, die die Sicherheitsschwachstellen nutzen, geschützt.
(16.10.05, derStandard.at)
HP ruft gefährliche Notebook-Akkus zurück
Hewlett Packard hat heute eine umfangreiche Rückrufaktion für fehlerhafte
Notebook-Akkus gestartet. Zwischen März und April wurden zahlreiche
schadhafte Akkus verbaut. Genaue Angaben über die Gefährlichkeit der
Akkus machte HP nicht, es wurde aber angeraten betroffene Akkus sofort
auszubauen und das Notebook nur noch am Stromnetz zu betreiben. HP hat
eine Liste
der betroffenen Notebooks online gestellt. Hauptsächlich handelt es
sich dabei um Notebooks mit Akkus, dessen Strichcodeaufkleber die Anfangskombinationen
GC, IA, L0 und L1 aufweisen. (14.10.05,
Heise)
Bald Computersteuerung per Gedanken
Forscher der Technischen Universität Graz arbeiten seit einiger Zeit
an einem Interface, welches ermöglicht einen Computer mit Gedankenkraft
zu steuern. das Brain-Computer-Interface welches hirnelektrische Signale
für die Interaktion mit dem Computer nutzt, macht immer weiter Fortschritte.
So liessen die Experten schon Versuchspersonen nur durch Kraft ihrer
Gedanken durch einen virtuellen Raum spazieren.
"Mentale Vorstellungen führen zu messbaren Änderungen der Hirnaktivität",
so Gert Pfurtscheller, Leiter des Institutes für Human-Computer-Interfaces.
Diese Änderungen der bioelektrischen Hirnaktivität können gemessen und
über ein Electroencephalogramm (EEG) aufgezeichnet werden. Die verschiedenen
Muster können für die Interaktion mit einem Computer genutzt werden,
indem sie in Steuersignale umgewandelt werden.
Noch sind zahlreiche Schwierigkeiten zu überwinden aber vielleicht kann
in naher Zukunft behinderten Menschen eine Kommunikations- und Steuermöglichkeit
zur Verfügung gestellt werden, für die weder Bewegung noch Sprache notwendig
wären. (13.10.05,
derStandart.at)
Neues über Vistas sieben Versionen
Microsoft-Insider Paul Thurott hat weitere Einzelheiten über die Funktionen
der verschiedenen Versionen von Windows Vista bekannt gegeben.
Für Schwellenländer soll demnach eine Starter Edition mit sehr eingeschränkter
Funktionalität erscheinen. So können dort zBsp. nur drei Anwendungen
zeitgleich laufen. Während die Vista Home Basic Edition für den einfachen
PC zuhause zugeschnitten sein soll, wird die Vista Home Premium Edition
mit multimedialen Features wie HDTV-Unterstützung und Tablet PC-Funktionen
aufgewertet.
Für den Büro- und Geschäftsbereich soll die Vista Professionell Edition
eingesetzt werden, die über zusätzliche Netzwerkfunktionen verfügen
wird. So kann sie beispielsweise auch Mitglied einer Domäne werden.
Für Geschäftskunden sollen sich auch die Windows Vista Small Business
Edition und die Windows Vista Enterprise Edition eigenen.
Das Vista-Flaggschiff wird die Ultimate Edition sein. Nur diese Version
ist die eigentliche Vollversion, alle anderen Varianten haben mehr oder
weniger Einschränkungen.
Bis auf die Starter Edition werden alle Varianten sowohl als 32-Bit-,
wie als 64-Bit-Versionen angeboten. (12.10.05,
derStandart.at)
Manipulierte Archive tricksen Virenscanner aus
Zahlreiche Anti-Virenprogramme weisen Probleme beim Scannen von speziell
manipulierten Zip- oder Rar-Archiven auf. Dies geht aus einer aktuellen
Warnmeldung von Secubox Labs hervor. Das fehlerhafte Scanen ermöglicht
es Angreifern unbemerkt Viren oder Würmer in ein System einzuschleusen.
Es reichen bereits korrumpierte Header-Informationen aus, um die Scanner
in die Irre zu führen. Nur Aniti-Virenscanner, die mit einer Echtzeit-Dateiüberwachung
ausgestatten sind, haben wenigstens zu dem Zeitpunkt die Chance die
Malware zu entdecken, wenn ein solches Archiv entpackt wird. Seit der
Veröffentlichung der Meldung haben einige AV-Hersteller reagiert und
Patches bereit gestellt, die mit der jeweiligen Update-Funktion des
AV-Programms installiert werden können. (10.10.05,
ZDNet)
Acht neue Updates für Windows
Am Dienstag, dem monatlichen Patch Day, wird Microsoft wieder acht neue
Sicherheitslücken im Windows- Betriebssystem beheben. Dabei wird mindestens
ein Patch in der Bewertungsskala als "kritisch" eingestuft. Ein Patch,
dass schon am Patch Day letzten Monat erscheinen sollte, hatte Microsoft
wegen Qualitätsproblemen kurz vorher wieder zurückgezogen, welches Sicherheitsproblem
damit beseitigt werden sollte, ist jedoch nicht bekannt.
Auch das "Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software" wird Dienstag
wieder in einer aktualisierten Form zum Download zur Verfügung stehen.
(08.10.05,
ZDNet)
Sober-Variante verbreitet sich als Klassenfoto
Eine neue Variante des Sober-Wurms verbreitet sich seit gestern via
E-Mail als Einladung zu einem Klassentreffen. Die infizierten E-Mails
tarnen sich als Einladung einer ehemaligen Schulkameradin, die auf der
Suche nach damaligen Mitschülern für ein Klassentreffen ist. Die der
Einladung angehängte Datei "Klassenfoto.zip" enthält nicht etwa das
versprochene Foto als gepackte .ZIP-Datei, sondern den Wurm.
Die genaue Schadensroutine des Wurms ist noch nicht genau bekannt, er
öffnet aber auf dem infizierten PC einen Port und verschickt sich über
eine eigene SMTP-Engine weiter. (06.10.05,
Heise)
Virus für Sonys PSP aufgetaucht
Am Wochenende sind erste Meldungen über einen Virus aufgetaucht, der
Sonys Spielkonsole PlayStation Portable unbrauchbar macht. Er wurde
als Firmware-Patcher der Gruppe PSP-Team verbreitet und löscht einige
wichtige Dateien im Flash-ROM. Die 250-Euro-Konsole lässt sich danach
nicht mehr booten und wird unbrauchbar, da ein Flashen des Flash-ROMs
ohne gebootetes Betriebssystem für den Endkunden nicht möglich ist.
Sony hat immer schon Garantieansprüche ausgeschlossen, wenn HomeBrew-Software
(selbst geschriebene Programme, die unter älteren Betriebssystemversionen
auf der PSP ausgeführt werden können) ausgeführt wurden.
Glücklicherweise enthält der Virus keine Routinen, über die er sich
selbständig, beispielsweise über WLAN, verbreiten kann. (05.10.05,
Heise)
Windows XP SP3 ohne Internet Explorer 7
Das für das kommende Jahr angekündigte Service Pack 3 für Windows XP
wird den neuen Internet Explorer 7 wohl nicht beinhalten. Diese Neuigkeit
wurde jetzt entgegen zahlreicher Spekulationen im Microsoft Beta Chat
bekannt gegeben. Allerdings liesse sich die neue Browserversion problemlos
ohne Veränderungen in der Registrierdatenbank oder in anderen Systemdateien
auf einem Windows XP System mit installiertem Service Pack 3 nachrüsten.
Microsoft hüllt sich weiterhin in Schweigen, was eventuelle neue Funktionen,
Komponenten oder Verbesserungen im SP 3 anbelangt. Auch was den Erscheinungstermin
angeht, wurden bisher keine genauen Angaben gemacht. Einzig, dass das
neue Service Pack erst nach dem Release von Windows Vista im nächsten
Jahr erscheinen wird, ist sicher. (04.10.05,
Winfuture)
Microsoft bringt Einweg-DVD
Die Redmonder haben eine Film-DVD entwickelt, die sich lediglich einmal
abspielen lässt und dann unbrauchbar wird. Eine solche Einweg-DVD soll
der Filmindustrie einen höheren Schutz gegen illegale Kopien bieten.
Allerdings werden spezielle Abspielgeräte erforderlich sein, die frühestens
nächstes Jahr auf den Markt kommen könnten. Derzeit sind Verhandlungen
zwischen Microsoft und den grossen Konzernen der Unterhaltungsindustrie
für die Herstellung solcher Player im Gange. Für den Preis von 5 US-Dollar
würde diese Einweg-DVD mit herkömmlichen Leih-DVDs konkurrieren und
hätte den Vorteil, dass der Kunde nicht an Leihfristen gebunden wäre.
Die Idee der Einweg-DVD ist nicht neu, schon 2003 hat es sie bereits
bei Disney gegeben. Dabei wurde die DVD zwei Tage nach dem Auspacken
durch einen chemischen Prozess zerstört. Der Testablauf wurde allerdings
abgebrochen, da sich kaum Käufer für die DVD fanden und Umweltschützer
gegen das Projekt Sturm rannten, da der Bildträger krebserregende Substanzen
beinhaltete. (02.10.05,
Heise)
Service Pack 3 für Windows XP bestätigt
Microsoft hat den Plan bestätigt, im kommenden Jahr ein weiteres Service
Pack für Windows XP fertig zu stellen. "Es wird einen Service Pack 3
für Windows XP geben", gab Bernard Ourghanlian, Technical And Security
Director bei Microsoft Frankreich dem US-Branchendienst 'CNet' bekannt.
Das Windows XP SP3 soll im kommenden Jahr nach Verkaufsstart des neuen
Betriebssystems Windows Vista erhältlich sein. Das neue Programm-Release
habe Vorrang gegenüber dem Update für Windows XP, so Microsoft Frankreich.
Genaue Angaben zu neuen Funktionen in dem Service Pack wurden noch nicht
bekannt gegeben. "Üblicherweise sind Funktionalitäten aus neuen Windows-Versionen
in den Service-Packs von früheren Versionen enthalten", erklärte Laurent
Delaporte von Microsoft Frankreich. (01.10.05,
de.internet.com)
|