|
Windows Zwischenablage auslesbar
Mit Hilfe von präparierten Webseiten ist es beim Internet
Explorer möglich, den Inhalt der Zwischenablage auszulesen.
Nutzer des Internet Explorers sind gut damit beraten vor dem
Surfen den Inhalt der Zwischenablage zu löschen. Unter Umständen
kann es Webseiten gelingen vertrauliche Daten auszulesen, die
vorher in die Ablage kopiert wurden. Beispielsweise verwenden
zahlreiche Passwort-Manager die Zwischenablage, damit der
Anwender auf einfache Weise seine Anmeldedaten in die
Login-Felder einfügen kann. Lockt ein Angreifer sein Opfer etwa
per Link in einer Mail anschliessend auf seine Seite, kann er
das Passwort auslesen. Zu welcher Seite es passt, sieht er am
Referrer, also an den Browserdaten, von welcher Seite sein Opfer
kommt.
Die Sicherheitslücke im Internet Explorer ist nicht neu, sondern
diese Interaktion ist eine ab Version 5 des IE gewollte Funktion
des Browsers. Der Sicherheitsproblematik, die dadurch entstehen
kann, sind sich jedoch nur wenige Nutzer bewusst. Um sich des
Problems zu entledigen, sollten Anwender in den
Sicherheitseinstellungen der Internet-Zone die Option
"Einfügeoperationen über ein Skript zulassen" deaktivieren oder
auf "Eingabeaufforderung" setzen. (31.08.05,
Heise)
Neue Sicherheitslücke im Internet Explorer
Microsoft untersucht derzeit Hinweise auf eine neue kritische
Sicherheitslücke im Internet Explorer, über die ein Angreifer
schädlichen Code einschleusen kann. Ein Besuch einer
präparierten Webseite soll dazu auch mit einem voll gepatchten
Windows-XP-SP2 PC ausreichen. Der Fehler wurde vom
Sicherheitsspeziallisten Tom Ferris am 14. August an Microsoft
gemeldet. Einzelheiten will Ferris erst dann veröffentlichen,
wenn Microsoft einen Patch fertig gestellt hat. Bisher gibt es
keine Hinweise darauf, dass der Fehler bereits von Crackern
ausgenutzt wird. (30.08.05,
Heise)
Erneute
Klagen gegen Filesharing-Nutzer
Wieder einmal wurden gegen 286 Internet-Nutzer von einem
Interessenverband der US-Filmindustrie wegen Verletzung des
Copyrights verklagt.
Diesmal haben die Motion Picture Association of America (MPAA)
die Beschuldigten durch Daten ausfindig machen können, die sie
von geschlossenen BitTorrent-Websites erhalten hat, gegen die
sie in jüngster Zeit massiv vorgegangen war. Als Teil der
außergerichtlichen Einigung mit einigen Betreibern seien Daten
wie Server-Logdateien an Vertreter der Filmindustrie übergeben
worden. (27.08.05,
Heise)
Google kommt mit Messaging-Dienst
Wie US-Medien berichten will Google schon am Mittwoch einen
eigenen Instant Messaging-Service vorstellen und damit gegen
AOL, MSN und Yahoo antreten. Neben dem Austausch von
Sprachnachrichten und einer Chat-Funktion soll der "Google Talk"
genannte Instant Messenger auch eine VoIP-basierte
Telefon-Funktion bieten. Dieses Feature ist seit einiger Zeit
auch bei den Konkurrenten vorhanden. Von Google war zu dem Thema
bislang nur sehr wenig zu erfahren. Ein Sprecher bestätigte
zwar, dass in dieser Woche ein neues Produkt vorgestellt werden
soll, wollte aber keine weiteren Details nennen. (23.08.05,
ZDNet)
Zotop-Epidemie: Viele geben Microsoft die Schuld
Eine Internet-Umfrage von Sophos ergab, dass 35 Prozent
Microsoft die Schuld an der Zotob-Epidemie der letzten Tage
gaben. (siehe Bericht) 45 Prozent sahen die Hauptverantwortung beim Virenautor
und 20 Prozent bei ihren Systemadministratoren, weil sie die
Rechner nicht schnell genug gepatcht hatten.
Zotob nutzt eine Sicherheitslücke in Windows-Systemen, für die
im Rahmen des Patch Day in der vergangenen Woche ein Patch
bereitgestellt wurde. Betroffen sind Windows 2000, XP bis SP 1
und Windows Server 2003. Wäre das Update überall rechtzeitig
installiert worden, hätte sich Zotob erst gar nicht verbreiten
können.
Überraschend ist dabei, dass immerhin über ein Drittel der
befragten Nutzer dennoch die Hauptschuld bei Microsoft sahen.
(21.08.05,
ZDNet)
Warnung vor gefälschten eMule-Servern
Die Musik- und Filmindustrie stellt seit kurzem gefakte eMule-Server online, um Suchanfragen und IP-Adressen der Nutzer
auszuspionieren. Um eMule oder eDonkey zu nutzen, muss sich der
Client mit einem zentralen Server verbinden. Seit Anfang August
tauchen immer häufiger neue Server auf, die von Anti-P2P-Firmen betrieben
werden und offensichtlich im Auftrag der Musikindustrie die
Aufgabe haben, Daten der Nutzer zu speichern.
So wird auf der Webseite von Razorback, einem der schnellsten
Server gewarnt, dass es nur 2 offizielle Razorback Server gibt,
nämlich Razorback 2.0 mit der IP: 195.245.244.243:4661 und
Razorback 2.1, mit der IP 195.245.244.244:3000. Vier weitere in
der eMule Serverliste auftauchende Razorback-Server beginnen mit
der IP 64.34 und sind offensichtliche Fake-Server, die sich in
San Antonio befinden. Wie die falschen Razorback Server tauchten
seit August etwa zwanzig neue Server auf, wie z.B. die Sonny
Boy-Server, die bei dem gleichen Unternehmen betrieben werden.
(18.08.05,
Razorback & interne Quellen)
Die Plug&Play-Würmer kommen
Gleich eine ganze Armee neuer Würmer, die die Plug&Play-Schwachstelle
unter Windows 2000 ausnutzen, verbreiten sich im Internet.
Derzeit benutzen die Hersteller für die verschiedenen Varianten
die Namen Zotob, Bozori, IRCBot, RDBot, Esbot, Mytob, CodBot,
SDBot und Drudgebot, jeweils mit verschiedenen Suffixes.
Offenbar stammen die Schädlinge von mehreren konkurrierenden
Programmierern. Nach Einschätzung von F-Secure könnte es sich um
einen Wettstreit von zwei oder drei Gruppen von Virenschreibern
handeln, die um das größte Netzwerk infizierter PCs streiten. So
versucht beispielsweise Zotob.F nach einer Infektion eventuell
bereits laufende Bozori- und IRCBot-Würmer abzuschalten. Im
Gegenzug machen Bozori-Ableger die Runde, die Zotob-Prozesse und
weitere Plug&Play-Würmer abschießen. Ein ähnlichen Kleinkrieg
gab es bereits 2004 zwischen den Autoren von Netsky und MyDoom.
Zusätzlich zum Exploit zur Plug&Play-Lücke verfügen einige der
Würmer über weitere Tricks. So nutzen die RDBots laut F-Secure
auch die über ein Jahr alte LSASS-Lücke aus. Zotob.C soll zudem
in der Lage sein, sich über eine eigene SMTP-Engine zu
versenden. Allein Trend Micro weist aber darauf hin, dass die
Engine nicht richtig arbeitet. Anderfalls wären auch andere
Windows-Systeme gefährdet, die nach einer Infektion als
Ausgangsbasis für weitere Angriffe fungieren. Bislang wurden
auch noch keine Samples per Mail registriert. Um das Risiko
einer erfolgreichen Infektion durch das PnP-Gewürm zu
beseitigten, genügt es, den von Microsoft zu Verfügung
gestellten Patch zu installieren. Ein bereits infizierter
Rechner kann mit Trend Micros
Sysclean Package gereinigt werden.
(17.08.05,
Heise)
AMD startet Athlon 64 4000+ für Notebooks
AMD startet mit dem Athlon 64 4000+ und präsentiert damit den
leistungsstärksten Prozessor für Full-Size-Notebooks. Der Chip
ist mit 2,6 GHz getaktet und mit einem 1 MByte großen L2-Cache
ausgestattet. Die Notebook-CPU soll ab sofort für 382 Dollar
erhältlich sein.
Als einer der ersten Hersteller wird Fujitsu Siemens Computers
den Mobile AMD Athlon 64 4000+ in seinem neuen Notebook Amilo
A1667G einsetzen. Das Gerät soll ab September erhältlich sein.
Aus der AMD-Prozessorfamilie Mobile Athlon 64 sind nun die
Modelle 4000+, 3700+, 3400+, 3200+, 3000+ und 2800+ erhältlich.
(16.08.05,
ZDNet)
Kaum Chancen für Freeware unter Windows Vista
Unter dem Motto "mehr Sicherheit" teilt Microsoft einen
Seitenhieb an die Anbieter freier Software aus und feilt weiter
an seinem Monopol. So sollen beispielsweise Word-Dokumente
künftig verschlüsselt auf der Festplatte abgelegt und nur von
vertrauenswürdiger Software geöffnet werden können. Das bedeutet
in der Praxis, dass dafür zum Beispiel das "Open Office" extra
zertifiziert werden müsste, damit es weiter unter Windows
angewandt werden kann. Dadurch kann Microsoft die Benutzung von
Freeware unter Windows Vista erheblich erschweren, denn diese
Zertifizierungen sparen sich in der Tat viele Entwickler gerade
kleinerer Softwareprojekte.
Auf keinen Fall soll man nach dem Willen von Microsoft mit dem
neuen Betriebssystem ein Programm ohne gültige Produktlizenz
öffnen können. (14.08.05,
Manager-Magazin)
Neue Trojaner treiben ihr Unwesen
Gleich zwei neue Trojaner verbreiten sich per Internet-Download
oder über Netzwerkfeigaben und infizieren PCs. "Lineage.ha"
stiehlt vertrauliche Daten wie Passwörter des infizierten
Computers, indem er die Tastatureingaben speichert. Verborgen in
einer EXE-Datei ist die gezippte Version des Trojaners 68
Kilobyte groß, entpackt sind es 81 Kilobyte. Wird Lineage.ha
installiert, kopiert er sich selbst entweder als Internat.exe,
als rundll32.exe oder als svhost32.exe in den Ordner
"Programme". Anschließend registriert sich der Trojaner in der
System Registry, damit er bei jedem System-Boot automatisch
gestartet wird. Außerdem erstellt Lineage.ha eine Datei mit dem
Namen "T1dll.dll" im System-Ordner.
Der zweite Schädling "Downloader-PZ" lädt Dateien unbemerkt aus
dem Internet herunter. Downloader-PZ ist eine EXE-Datei und
gezippt 3 Kilobyte, entzippt 12 Kilobyte groß. Folgende Dateien
werden von ihm herunter geladen: dktibs.exe, mstask1.exe,
mstask2.exe, mstask3.exe, systime.exe und toolbar.exe.
Downloader-PZ kopiert sich selbst in das Windows-System und in
den Root-Ordner und startet selbständig. Außerdem ändert er die
Datei "Systemdriversetchosts" und blockt den Zugriff auf einige
Websites. MicroWorld stellt ein kostenloses
Removal-Tool für Downloader-PZ und Lineage.ha bereit.
(12.08.05,
onlinekosten.de)
Trojaner tarnt sich als Rechnung
Eine angebliche E-Mail-Rechnung für einen beim
Online-Reisedienst Opodo gebuchten Flug entpuppt sich als
Trojaner. Die E-Mail haben folgenden Inhalt:
Sehr geehrter Opodo-Kunde,
vielen Dank für Ihre Buchung bei Opodo.
Wir schicken Ihnen Ihre Reisedokumente
umgehend mit der Deutschen Post zu.
Sollten Sie Ihre Tickets nicht innerhalb
der nächsten drei Werktage erhalten,
setzen Sie sich bitte mit unserem
Kundenservice in Verbindung.
Bitte begleichen Sie umgehend die
offene Rechnung: 759.99 Euro
(im Anhang beigelegt)
...
Ein Klick auf den Anhang rechnung.pdf.exe öffnet dann
allerdings kein PDF-Dokument, sondern erweckt den Schädling zum
Leben. Was er im Detail anrichtet, wird noch genauer untersucht;
nach bisherigen Erkenntnissen lädt der Schädling weitere Dateien
aus dem Internet nach, die unter anderem den Wurm Dumadur/Dumaru
enthalten. Ältere Versionen von Dumadur/Dumaru öffneten
Hintertüren und versuchten vertrauliche Daten auf dem System
auszulesen. (11.08.05,
Heise)
Sechs Windows-Updates im August
Microsoft stellt für den monatlichen Patch-Day im August sechs
sicherheitsrelevante Updates für Windows und den Internet
Explorer bereit. Die mit den Patches beseitigten Lücken im
Internet Explorer, dem Plug&Play-Code und im Drucksystem wurden
von Microsoft als kritisch eingestuft. Das Update der
Telefoniedienste klassifiziert Microsoft als wichtig, während
die Lücken in Kerberos und im Remote-Desktop-Protokoll nur die
Einstufung mittel erhalten.
Das als kritische Update MS05-038 für den Internet Explorer
stopft eigentlich gleich drei Lücken. Das Problem mit
COM-Objekten, die im Internet-Explorer gestartet werden,
beschränkte sich wie vermutet nicht auf die Java-VM. Für vierzig
weitere COM-Objekte setzen die Redmonder jetzt das Kill-Bit und
verhindern damit den Aufruf aus dem Browser. Auch die Probleme
bei der Behandlung kaputter Bilder soll das Update beseitigen.
Und schließlich behebt der Patch noch eine nicht weiter
spezifizierte Verletzung der Cross-Domain-Sicherheitsregeln.
Ein Pufferüberlauf im Plug&Play-Subsystem lässt sich laut
MS05-039 nur auf Windows 2000 ohne Authentifizierung übers Netz
ausnutzen, bei Windows XP SP2 und Windows Server 2003 stuft
Microsoft das Problem als lokal und damit weniger schwerwiegend
ein. Ähnliches gilt für einen Pufferüberlauf im
Druckerwarteschlangendienst. MS05-043 zufolge führt er bei
Windows XP Service Pack 2 und Windows Server 2003 nur zum
Absturz des Druckdienstes, lässt sich aber nicht wie bei Windows
2000 und früheren XP-Versionen ausnutzen, um fremden Code
auszuführen. Die Updates sind über den automatischen
Update-Service verfügbar, da es sich um sicherheitsrelevante
Updates handelt, ist die CD-Key-Prüfung
nicht erforderlich. (10.08.05,
Heise)
Garantie für fehlerfreies Vista gefordert
Mit einer Kampagne will eine Organisation Microsoft dazu
bewegen, die Fehlerfreiheit für Windows Vista zu garantieren.
Die 1995 gegründete Anti-Microsoft-Bewegung "Committee to Fight
Microsoft" (CTFM) nimmt die Planungen an Windows Vista (ehemals
Longhorn) zum Anlass, um auf Microsoft entsprechenden Druck
auszuüben, allerdings ist bislang noch unklar, wie dies konkret
geschehen soll. Bekanntgegeben wurde auf einer Konferenz in San
Francisco zumindest, dass eine Kampagne gestartet wurde, um zu
verhindern, dass Windows Vista mit Fehlern auf den Markt kommt.
Das Committee to Fight Microsoft fordert von Microsoft eine
generelle und unbeschränkte Garantie für alle Käufer von Windows
Vista, dass in der neuen Betriebssystem-Version keine
Programmfehler enthalten sind.
Andy Martin, der Executive Director von CTFM, erklärte: "Bill
Gates hat der Öffentlichkeit fehlerhafte Produkte verkauft" ...
"Mehr als vier Jahre nach Erscheinen von Windows XP erhalte ich
regelmäßig 'Updates' und 'Fehlerbereinigungen', was zeigt, dass
das Produkt ursprünglich äußerst fehlerhaft war." Für Andy
Martin ist dies Betrug am Kunden und ein inakzeptables
Unternehmensverhalten.
Das Committee to Fight Microsoft (CTFM) strengte unter anderem
1998 eine Monopolklage gegen Microsoft an. (09.08.05,
golem.de)
Windows Vista nicht für Onboard-Grafik
Die Anforderungen für eine flüssige Darstellung der
Benutzeroberfläche von Windows Vista stellt ungewöhnlich hohe
Anforderungen. So befürchtet Microsoft, das Grafiklösungen im
Niedrigpreis-Segment, insbesondere Onboard-Grafik-Lösungen,
nicht schnell genug für eine flüssige Darstellung für die neue
Benutzeroberfläche mit all den neuen Effekten sind.
Besonders die Aero Glass-Oberfläche soll durch Gebrauch von
Pixelshadern im Rahmen von DirectX 9.0 die Grafikkarte stark
belasten. Microsoft spricht von minimal 64 MB Videospeicher und
natürlich DirectX 9.0-Kompatiblität. Es wird sich zeigen,
inwiefern Grafiklösungen wie Intels Extreme Graphics, ATis
Radeon X300 oder nVidias GeForce 6200 und insbesondere deren
HyperMemory- beziehungsweise TurboCache-Derivate sich dem
Ansturm der Effekte gewachsen zeigen.
Sollten sich Anwender trotzdem für eine derartige Grafiklösung
entscheiden, so bittet Microsoft wenigstens auf die Möglichkeit
zur Nachrüstung einer AGP- beziehungsweise
PCI-Express-Grafikkarte zu achten. Da dies bis auf wenige
Ausnahmen in Notebooks naturgemäss nicht möglich ist, wird
Windows Vista wie bereits sein Vorgänger über eine
anspruchslosere Benutzeroberfläche verfügen, die auch von
älterer und leistungsschwächerer Hardware problemlos darstellbar
sein wird.
Weiterhin gibt Microsoft vage Empfehlungen für den Rest der
PC-Ausstattung aus. So werden für optimale Erfahrungen mit
Windows Vista ein 64-Bit-fähiger Prozessor des derzeit oberen
Leistungssegments, ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine
S-ATA-Festplatte mit 7.200 U/Min, 8 MB Cache und Native Command
Queueing empfohlen. Für den schnellen Datenaustausch favorisiert
Microsoft einen DVD-Brenner und schnelle Netzwerktechnologien
wie Ethernet mit 100 MBit/s oder WLAN mit 54 MBit/s. (07.08.05,
ComputerBase)
Windows-Update auch ohne Lizenztest
Mittlerweile existieren schon drei Möglichkeiten, den gerade von
Microsoft eingeführten Lizenztest vor dem Windows-Update zu
umgehen. Seit letzter Woche
sind manuelle Updates nur noch mit Gültigkeitsprüfung möglich,
die feststellt, ob die eingesetzte Windows-Version mit einem
gefälschten Produkt-Key versehen ist. Diese können dann, bis auf
einige Sicherheitsupdates, nicht mehr aktualisiert werden.
Es hatte nicht einmal 24 Stunden gedauert, bis die erste
Möglichkeit gefunden wurde, mit einem Javascript-Code diese
Prüfung zu umgehen. Mittlerweile hat Microsoft aber darauf
reagiert und dieses Problem beseitigt. Die zweite Möglichkeit
wurde mit einer geänderten .DLL-Datei realisiert.
Nun kursiert im Internet ein neuer "Lösungsvorschlag", der für
Microsoft allerdings ziemlich peinlich ist: Die Echtheitsprüfung
wird über ein Add-On (Windows Genuine Advantage) im Internet
Explorer realisiert. Ist dieses deaktiviert, kommt man ohne
Echtheitsprüfung zu den von Windows Update angebotenen
Downloads. Immerhin bemerkt Microsoft, dass das Add-On für die
Gültigkeitsprüfung deaktiviert ist. Der Download der Patches
wird dadurch aber nicht verhindert. Dieser Trick funktioniert
interessanterweise nur mit dem Internet Explorer. (05.08.05
Quelle: teilweise
ZDNet)
Sicherheitslücke bei Windows 2000
Die Sicherheitsexperten von eEye Digital Security haben einen
ernsthaften Mangel im Microsoft-Betriebssystem Windows 2000
entdeckt. Durch die Sicherheitslücke könnte der PC leicht mit
einem Wurm infiziert oder von Hackern angegriffen werden.
Problematisch ist, dass man die Schwachstelle nicht umgehen
kann. "Man kann diesen Komponenten nicht abschalten,
deaktivieren oder deinstallieren. Er ist immer in Betrieb", so
Marc Maiffret, Leiter der Hacking-Abteilung von eEye. Genaue
technische Details veröffentlicht das Unternehmen nicht, solange
Microsoft noch kein Statement abgegeben oder ein Tool zur
Reparatur zur Verfügung gestellt hat. Bekannt ist nur, dass es
sich um ein Herzstück des Systems handeln soll.
Ein Sprecher von Microsoft hat angekündigt, dass der Konzern ein
Statement zu der Sicherheitslücke in Windows 2000 abgeben wird,
sobald der Bericht von eEye eingehend studiert wurde. (04.08.05,
Yahoo)
Anonymes Filesharing mit "Darknet"
Ein irische Programmierer arbeitet an einem neuartigen System,
mit dem sich Informationen einfach und anonym verteilen lassen.
Anders als beim herkömmlichen Filesharing soll das neue System
nur Nutzer miteinander verbinden, die sich gegenseitig
vertrauen. Zugang zu einem so genannten "Darknet" erhält nur,
wer das Vertrauen von mindestens einem Mitglied zugesprochen
bekommt. Die Informationen sind dann nur innerhalb der Gruppe
zugänglich und für Aussenstehende nicht sichtbar. In einem
Darknet sind die Nutzer auch besser gegen die Identifizierung
durch Unternehmen oder Regierungsstellen geschützt.
Schon in wenigen Monaten will der Programmierer Ian Clarke sein
neues System fertig stellen. Bereits vor fünf Jahren hatte er am
Filesharing-System "Freenet" gearbeitet, das ebenfalls anonymes
Tauschen von Daten ermöglichen sollte. Freenet besteht aus
verschiedenen Netzknoten, über die verschlüsselte Dokumente
verteilt werden. Dabei kennt ein Knoten nur seine jeweiligen
Nachbarknoten und weder Quell- noch Zielort einer Datei. So kann
nicht nachvollzogen werden, woher ein Datenpaket kommt und wohin
es geschickt wird. (02.08.05,
onlinekosten.de)
|