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Lebensdauer von Druckern wird künstlich verkürzt
Wie die PC-Welt jetzt herausfand, scheinen die Hersteller von
Druckern die Lebensdauer der Geräte künstlich zu verkürzen.
Wird
eine vorgesehene Lebensdauer erreicht, gibt entweder der
Druckertreiber Fehlermeldungen aus oder die Qualität der
Ausdrucke wird plötzlich schlechter. Viele
Tintenstrahldruckermodelle scheinen ab Werk auf einen bestimmten
Gesamtdurchsatz ausgelegt zu sein. Ist dieser erreicht, muss mit
Qualitätseinbußen gerechnet werden.
Die Hersteller empfehlen
dann den Austausch verschlissener Teile, auch ein Check durch
den Kunden-Service kann nötig sein, allerdings sind die Kosten
für eine solche Art Reparatur fast so hoch wie eine
Neuanschaffung. (29.07.05,
de.internet.com)
Microsoft liefert Beta 1 von Windows Vista aus
Die Namensgebung noch nicht abgesichert, schon beginnt die
Auslieferung der ersten Beta Version von Windows Vista an über
10.000 Tester. Zusätzlich steht die erste Beta-Version von
Windows Vista auch über das MSDN-Entwicklerprogramm und für
Technet-Mitglieder bereit. Für einen ausgewählten Teil der
Beta-Tester ist auch die Server-Version, die Microsoft weiterhin
unter dem Codenamen Longhorn führt, verfügbar.
Mit der Beta 1 der nächsten Windows-Ausgabe wird auch zum ersten
Mal eine Version des neuen Webbrowsers Internet Explorer 7
ausgeliefert, der laut Microsoft vor allem besser gegen
"bösartige Webseiten" und gegen digitale Schädlinge schützen
soll.
Mit Windows Vista kommen auch Neuerungen wie das
Web-Entwicklungs-Framework Indigo und die einheitliche
Grafikschnittstelle Avalon, die beide Bestandteile der neuen
Programmierschnittstelle WinFX sind.
Allen, die keinen Zugriff auf die Beta 1 bekommen, liefert
Microsoft eine
Screenshot-Galerie, um einen ersten Eindruck zu vermitteln.
(28.07.05,
Heise)
"Longhorn" wird wohl doch nicht "Vista" heissen
So wie es aussieht, darf Microsoft den Namen "Vista" für den
XP-Nachfolger Longhorn wohl doch nicht verwenden. Der Name ist
bereits für die nächsten sechs Jahre von einem US-Unternehmen
registriert.
Vista, Experte für die Internet-Anbindungen
kleinerer Unternehmen, ist ebenfalls in Redmond, Washington
beheimatet, wo auch Microsoft seinen Hauptsitz unterhält. "Wir
prüfen unsere Optionen und werden mit Microsoft reden", sagte
Wall der Seattle Times. Eine Klage wurde bisher nicht
eingereicht.
(26.07.05,
de.internet.com)
Microsoft: Updates nur noch mit Lizenztest
Wie schon im Vorfeld angekündigt wurde, wird Microsoft jetzt
alle Rechner, die das Windows-Update nutzen einem Lizenztest
unterziehen. Bisher war die Überprüfung optional, Microsoft hat
jedoch nun offiziell sein "Windows Genuine Advantage"-Programm
gestartet. Das Programm ist ab sofort verpflichtend, ausgenommen
sind Sicherheits-Patches und Service-Packs über die Funktion
"Automatische Updates".
Wurde die verwendete Windows-Version rechtmäßig erworben und ist
die Lizenz gültig, können wie bisher alle verfügbaren Updates
von der Windows-Website bezogen werden. Wenn sie nicht gültig
ist, erhält der Nutzer ein Web-Formular zum ausfüllen. Darin
soll der Windows-Nutzer angeben, wo und vom wem die Version
gekauft wurde und die erworbene CD an Microsoft einsenden. Sie
bekommen dann von Microsoft eine kostenlose Version.
Nutzer, die nur den Bericht ausfüllen, können eine originale
Windows XP Home zum Sonderpreis von 89 Euro oder die
Professional Edition für nur 139 Euro erwerben. (26.07.05,
futurezone.orf)
Update: Nicht einmal 24
Stunden nach Einführung wurde die neue
Microsoft-Echtheitsüberprüfung Hackern zum Opfer und geknackt.
Mit banalen Mitteln, wie der Austausch einer DLL-Datei oder eine
JavaScript Zeile in die Adressleiste des Browsers eingegeben,
liess sich die Prüfung umgehen. (28.07.05)
Microsoft will Patent auf Smilies
Schon Anfang 2004 meldete Microsoft Methoden und Geräte zur
Erschaffung und Übertragung von so genannten Emoticons, also
Smilies aus einfachen Zeichen, zum Patent an. In dem Patent ist
von der Umsetzung von Bildern in die entsprechenden
Zeichenketten, die dann beispielsweise in Echtzeit über
Instant-Messaging-Dienste übertragen werden können die Rede. So
besteht die Möglichkeit, selbst gestaltete Smilies in eine zu
übertragende Nachricht einzubetten, die dann am anderen Ende
wieder in die entsprechenden Smilies umgesetzt werden.
Die US-Patent-Anmeldung Nr. 20050156873 wurde am 20. Januar 2004
eingereicht. Am 21. Juli 2005 wurde der Antrag nun
veröffentlicht, noch ist das Patent aber nicht gewährt, da die
Prüfung durch das US-Patentamt noch nicht abgeschlossen ist.
(25.07.05,
golem.de)
Neuer Trojaner installiert Spionageprogramm
Der neue Trojaner "Kirvo.B" verbreitet sich über Instant
Messenger (AIM, MSN-Messenger usw.) und versucht ein Backdoor
Programm auf dem Rechner des Opfers zu installieren. "Kirvo.B"
macht mit einer Messenger- Nachricht von jemanden aus der
eigenen Buddie-/Friendliste auf sich aufmerksam. Durch anklicken
des Links innerhalb der Nachricht, lädt sich "Kirvo.B" auf den
PC.
"Kirvo.B" ist darauf programmiert eine Kopie der Spybot-Version
"Backdoor.Sdbot" zu installieren und sich anschließend per
Messenger weiter zu verbreiten. "Backdoor.Sdbot" ist ein
gefährlicher Wurm, der Schwachstellen des Systems auslotet und
es in Folge Hackern ermöglicht über den Internet Relay Chat (IRC)
die Kontrolle über das System zu übernehmen. Der Spybot ist mit
einer automatischen Updatefunktion ausgestattet und lädt neue
Versionen unbemerkt auf den PC. (23.07.05, Yahoo)
Longhorn wird "Windows Vista" heissen
Der Nachfolger von Microsofts Windows XP, bisher unter dem
Codenamen "Longhorn" bekannt, wird künftig "Windows Vista"
heissen. Den offiziellen Namen des XP-Nachfolgers gab der
Softwarekonzern am Freitag bei einem Briefing von Verkaufs- und
Marketing-Mitarbeitern in Redmond bekannt und bestätigte damit
bereits im Internet kursierende Gerüchte.
"Windows Vista" (Vista: Blick, Sicht, Perspektive) soll Ende
2006 in den Handel kommen. Das neue Betriebssystem soll den PC
unter einer neuartigen Bedienoberfläche sicherer und
zuverlässiger machen. Die Organisationsmöglichkeiten für den
Nutzer sowie die nahtlose Verbindung zu Informationen und
Services sollen vereinfacht werden. Software-Entwickler werden
eine erste Beta-Version am 3. August erhalten, hiess es.
(22.07.05,
Yahoo)
Microsoft verbannt das doc-Dateiformat
In der nächsten Office-Version 12 von Microsoft wird es die
klassischen Dateiformate wie .doc, .xls und .ppt nicht mehr
geben. Microsoft wird stattdessen das XML-Dateiformat
favorisieren.
XML soll weniger Speicherplatz brauchen und eine
einfachere Wiederherstellung beschädigter Dateien ermöglichen.
Ausserdem ist es lizenzfrei, so dass Entwickler es
uneingeschränkt in ihre Programme einbinden können. Microsoft
gibt für Office-Versionen von Office 2000 an kostenlose Upgrades
aus. Auf dem Markt kommen soll Office 12 allerdings erst im
zweiten Halbjahr 2006. (21.07.05,
rp-online)
Trojaner kommt als Phishing E-Mail getarnt
Besonders Telekom Kunden sollten sich auf eine scheinbare
Phishing E-Mail einstellen, die jedoch versucht dem Anwender
einen Trojaner unterzuschieben. Der Text der Mail gibt sich als
Hinweis auf eine Telekom-Rechnung aus: "Guten Tag,
die Gesamtsumme für Ihre Rechnung im Monat Januar 2005 beträgt:
752,82 Euro.
Mit dieser E-Mail erhalten Sie Ihre aktuelle Rechnung und -
soweit von Ihnen beauftragt - die Einzelverbindungsübersicht die
Sie unter Ihrem Konto sehen können."
Beim Klick auf den in der E-Mail enthaltenen Link öffnet sich
sogar die echte Telekom-Seite. Der Trick der Betrüger jedoch ist: Das verlinkte
Dokument besteht aus mehreren Frames. Einer davon verweist auf
die echte Telekom-Seite. Der zweite hingegen bleibt versteckt
und enthält codierten Skript-Code. Einen Versuch die
Zugangsdaten auszuphishen gibt es nicht, es wird jedoch versucht
über zahlreiche Sicherheitslücken des Internet Explorers
Software aus dem Internet nachzuladen und zu installieren. Wer
auf den Link klickt, um den vermeintlichen Phishing-Versuch zu
begutachten, bekommt nicht mit, dass der versteckte Frame im
Hintergrund versucht, sein System zu infizieren. Aufgrund der
Komplexität lässt sich derzeit nicht ausschliessen, dass auch
bisher unbekannte Schwachstellen oder zumindest neue Variationen
darunter sind, die auch Systeme treffen könnten, die sich auf
dem aktuellen Stand befinden. Anwender sollten vorsichtshalber
verdächtige Links in E-Mails nicht anklicken. (20.07.05,
Heise)
Neuer Trojaner verbreitet sich
Gleich in drei Versionen verbreitet sich, laut den
Sicherheitsspezialisten von Sophos, ein neuer Schädling im Netz.
Den Trojaner, "Lebreat" gibt es in den Versionen A, B und C. Er
verbreitet sich über Netzwerk-Shares, über eine lange bekannte
Netzwerklücke in Windows XP, ein Klick auf E-Mailanhänge ist
also nicht zwangsläufig erforderlich. Das bekannte LSASS-Loch
hatte bereits der Blaster-Wurm genutzt und auch einige der
vielen Sasser-Versionen hatten sich dieses Tricks bedient.
Lebreat verbreitet sich gleich auf zwei Arten: Per E-Mail
versucht er sich zu tarnen mit der Nachricht, der
Kreditkarten-Account des Nutzers sei wegen einer illegalen
Abbuchung gesperrt worden. Wer auf den Anhang klickt,
installiert damit den Schädling, der seinerseits ein
Trojanerprogramm startet. Danach Online Banking zu machen,
könnte genau das bewirken, wovor die E-Mail warnt. Schutz bietet
das entsprechende Patch für Windows und zusätzlich aktuelle
Virensoftware. (18.07.05,
testticker.de)
Harry Potter 6: kaum erschienen - schon im Web
Nur Stunden nach Verkaufsstart waren die ersten vier Kapitel des
neuen Harry Potter Romans bereits im Internet zu haben. Auf
einem öffentlich zugänglichen Rechner in den USA findet sich
eine entsprechende Datei im pdf-Format. Am ersten Verkaufstag
gingen weltweit einige Millionen Exemplare des englischen
Originals "Harry Potter and the Half-Blood Prince" über die
Ladentheken. In vielen Städten öffneten die Buchläden bereits in
der Nacht. Die deutsche Ausgabe erscheint am 1. Oktober. Der
Titel steht noch nicht fest. (17.07.05, Yahoo)
Update: Mittlerweile ist die komplette Ausgabe im Netz
erhältlich. Man befürchtet die Verbreitung über Filesharing
Programme. (18.07.05)
Website von Firefox gehackt
Die Marketing-Website des Browsers Firefox, SpreadFirefox.com,
wurde gehackt, wobei eventuell Tausende Userdaten einsehbar
waren.
Wie die Mozilla Foundation nun bekannt gab, konnten die
Angreifer sich bereits am letzten Sonntag über eine
Sicherheitslücke im Content Management System der Website Zugang
verschaffen, das wurde jedoch erst am Dienstag bemerkt.
Die Mozilla Foundation warnte registrierte Nutzer der Website
per E-Mail, dass die Angreifer eventuell Usernamen, Passwörter
und andere Informationen wie etwa E-Mail- und Wohnadressen,
Geburtsdaten und Instant-Messaging-Namen einsehen konnten.
Mozilla rät nun den rund 100.000 registrierten Nutzer von
SpreadFirefox.com, ihre Passwörter zu ändern. Die
Sicherheitslücken wurden mittlerweile beseitigt. (17.07.05,
futurezone.orf)
AOL: Gratis WLAN-Wochenenden
In einer Aktion erlaubt der Provider bis Ende August die
kostenlose Nutzung aller AOL-Hotspots an Samstagen und
Sonntagen. Auch der AOL-Kooperationspartner 802:WLAN nimmt an
dieser Aktion teil. Die vorübergehend kostenlosen Hotspots
finden sich in Deutschland in über 300 Cafés, Bars und Kneipen.
Die Benutzerkennung für den Zugang lautet Hotspot@aol.com, das
Passwort ist der Name der jeweiligen Stadt.
Vor Ort werden Prepaid-Karten verkauft, die eine Nutzung auch
unter der Woche ermöglichen. Pro Stunde kostet der Zugang 2
Euro. Sobald man den Zugang aktiviert hat, läuft aber die Zeit,
selbst wenn sich der Anwender wieder ausloggt. Es ist nicht
möglich, die Nutzungsstunde auf mehrere Sitzungen zu verteilen.
AOL-Mitglieder können sich bei den Hotspots mit ihrem
Benutzernamen und Kennwort zu den Konditionen des jeweiligen
Tarifs auch ohne AOL-Software einloggen, bei Volumentarifen wird
das im Hotspot verbrauchte Datenvolumen nicht abgerechnet. An
einigen Standorten stehen zudem Internet-Stationen zur freien
Nutzung bereit. (16.07.05,
Heise)
Athlon XP Produktion eingestellt
AMD hat die Produktion der erfolgreichen Athlon Prozessoren für
den Sockel A jetzt endgültig eingestellt. Insgesamt gibt es im
PC-Bereich kaum eine andere Plattform, die so lange aktuell
blieb wie die Sockel A-Basis. Anfang Juni 2000 wurde der Athlon
Thunderbird für den Sockel A offiziell eingeführt. Der erste
Prozessor, der mit Kompressorkühlung die 1-GHz Marke knacken
konnte war ein Athlon.
Ab Mitte 2004 wurden nur noch wenige der CPUs in
Desktop-Systemen eingesetzt. Im April verschwanden dann auch
noch die XP-Ms und MPs und nun ist schließlich der letzte Athlon
XP produziert worden. Die Zukunft wird wohl dem Sockel 939 und
dem bald erscheinenden Sockel M2 gehören. (13.07.05,
Giga)
Alternatives Internet wird vorbereitet
Ein Firmenkonsortium will in 10 Ländern Rootserver aufstellen,
um sich damit unabhängiger von den Kontrollen der USA zu machen.
Wie ursprünglich von der Associated Press berichtet, plant ein
Firmenkonsortium namens "The Public-Root", in 10 Ländern 13
Rootserver aufzustellen, um damit die kürzlich errichtete
Kontrolle der US-Regierung über das Internet zu relativieren.
Das Projekt erregt in vielen Ländern schon reges Interesse, wie
die Turkish Informatics Association verzeichnen kann. In der
Türkei ist das Projekt bisher am weitesten entwickelt.
(08.07.05,
Testticker.de)
Angst vor Spyware ändert Surfgewohnheiten
Das Pew Internet and American Life Project befragte über 2000
erwachsene US-Amerikaner nach ihrem Internetverhalten und ihrer
Einstellung zu Spyware. Die Ergebnisse dieser Umfrage zwischen
dem 4. Mai und 7. Juni 2005 sind durchaus aufschlussreich: So
halten sich mittlerweile 48 Prozent von verdächtigen Webseiten
fern, 25 Prozent benutzen keine Tauschbörsenclients mehr, in
welchen Spy- oder Adware zu finden ist. Bisher 18 Prozent
wechselten vom Microsoft Internet Explorer auf den Mozilla
Firefox oder den Opera. Eine Mehrheit von 81 Prozent gibt an,
mittlerweile sorgfältiger mit E-Mail-Anhängen umzugehen. Fast
die Hälfte aller befragten Internetnutzer, 43 Prozent, hat schon
persönlich Bekanntschaft mit Spyware und den unangenehmen Folgen
gemacht. (08.07.05, gmx.net)
Microsoft patcht Java-Sicherheitslücke
Gegen die vor kurzem entdeckte Sicherheitslücke im Internet
Explorer stellt Microsoft nun ein Patch bereit. Ein Fehler im
COM-Objekt Javaprxy.dll ermöglicht es schon bei einem Aufruf
einer präparierten Webseite, volle Kontrolle über ein System zu
erlangen, wenn der Anwender als Administrator angemeldet ist.
Das COM-Objekt gehört zu Microsofts Java-Implementierung, die
die Redmonder ohnehin nicht mehr unterstützen. So setzen sie mit
diesem Patch kurzerhand das Kill Bit in der Registry, das dafür
sorgt, dass es aus dem Internet Explorer heraus nicht mehr
aufgerufen oder nachinstalliert werden kann. Das führt jedoch
dazu, dass die Microsoft Java Virtual Machine unter Umständen
nicht mehr funktioniert. Der Patch ist als Workaround
aufgeführt, was darauf schließen lässt, dass Microsoft zu einem
späteren Zeitpunkt einen Patch nachreichen will, der das Problem
konsequenter angeht.
Microsoft geht mit diesem Sicherheitsloch noch sehr halbherzig
um. Das Advisory ist auf keiner der zentralen Sicherheitsseiten
verlinkt, das Update wird zumindest bisher nicht über den
automatischen Update-Service angeboten und auch der neue
Microsoft Baseline Security Analyzer 2.0 attestiert verwundbaren
Rechnern, dass alles im grünen Bereich wäre.
Angesichts der
Tatsache, dass bereits funktionierende Exploits im Internet
verfügbar sind, die sich recht einfach erweitern lassen, könnte
sich diese Halbherzigkeit noch bitter rächen, wenn es
beispielsweise einem Angreifer gelingen sollte, auf einer viel
besuchten Web-Seite Code zu platzieren, der einen Trojaner
installiert. (05.07.05,
Heise)
Windows Update wird umgestellt
Das vor kurzem fertig gestellte Microsoft Update hat unter
Windows XP jetzt den Vorgänger Windows Update V5 abgelöst. Wer
unter Windows XP jetzt den Menüpunkt "Windows Update" im
Startmenü oder im Internet Explorer unter "Extras" anwählt,
landet direkt auf der neuen Website. Windows 2000 leitet
Microsoft weiterhin auf die ältere Website Windows Update V4 um.
Das neue Microsoft Update vermag nicht nur Windows zu
aktualisieren, sondern auch andere Microsoft-Produkte, etwa
Office-Pakete, Exchange oder den SQL-Server. (04.07.05,
Heise)
GEMA will Webseiten sperren lassen
42 deutsche Zugangsprovider bekamen von der GEMA jetzt die
Aufforderung, verschiedene Webseiten für den Abruf sperren zu
lassen. Dabei geht es um Portale, die Links zum Herunterladen
von Film- und Musikdateien über das P2P-Tauschbörsenprotokoll
eDonkey bereitstellen, genauer um die deutschsprachigen Angebote
Eselfilme, Goldesel, Saugstube, Audio-Esel und Power-Portal.
Auf 35 Seiten, die jeden der 42 Provider am gestrigen Donnerstag
erreichten, breitet die von der GEMA beauftragte
Rechtsanwaltskanzlei BBH ihre Argumentation für die
Sperrungsaufforderung aus. Sie sieht es als bewiesen an, dass
"über diese illegalen Download-Portale Millionen von nicht
lizenzierten Dateien von Endnutzern heruntergeladen/kopiert"
werden, "ohne zuvor die jeweiligen Lizenzen bei den
Rechteinhabern eingeholt zu haben". Der Anbieter von
eDonkey-Links sei "mittelbar an der durch den jeweiligen
Endnutzer vorgenommenen Urheberrechtsverletzung beteiligt, indem
er diesem den Zugang zu der rechtsverletzenden Datei im
Filesharing-System ermöglicht bzw. erleichtert und damit für den
Download ursächlich wird". Auch der Endnutzer selbst begehe
Urheberrechtsverstöße.
Weil die "Betreiber/Hintermänner" dieser "illegalen
Download-Portale" sich "nur äußerst schwer oder gar nicht
ermitteln lassen können" und "die Server selbst an
unterschiedlichen Orten weltweit verstreut" seien, könne man
verlangen, dass "die Vermittler", also die Zugangsprovider, den
Zugriff zBsp. mittels einer Sperre der Sites auf DNS-Ebene zu
unterbinden.
Unter der Hand war von mehreren Providern bereits zu hören, dass
erwogen wird, die Sperrungsaufforderung mit einer negativen
Feststellungsklage zu kontern. Im Rahmen einer solchen Klage
könnten die betroffenen Unternehmen auf eigene Initiative
gerichtlich klären lassen, ob die von der GEMA geltend gemachten
Ansprüche rechtlich Bestand haben.
Die GEMA selbst war bisher
nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (02.07.05,
Heise)
Speichern von IP-Adressen bei T-Online rechtswidrig
Das Amtsgericht Darmstadt hat die Praxis der Speicherung von
IP-Adressen bei T-Online für rechtswidrig erklärt. Dass T-Online
die Verbindungsdaten von Kunden, denen bei der Einwahl ins
Internet über den Provider eine dynamische IP-Adresse zugewiesen
wird, bis 80 Tage nach Rechnungsstellung speichert, widerspreche
geltenden Datenschutzbestimmungen, entschied das Gericht. Es
bezog sich nach Angaben des Klägers in seiner Entscheidung auf §
6 Abs. 1 Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG).
Geklagt hatte Holger Voss, der vor zwei Jahren wegen eines
satirischen Beitrags in einem Telepolis-Forum angeklagt und
freigesprochen worden war. In diesem Verfahren war ihm die
Praxis von T-Online bewusst geworden, woraufhin er das
Unternehmen wegen der Speicherung von Flatrate-Kundendaten
verklagte.
Breits in der Verhandlung Ende Mai (Bericht)
war der Eindruck entstanden, dass es dem Anwalt von T-Online
nicht gelungen sei, den Richter davon zu überzeugen, dass die
Aufbewahrung insbesondere der IP-Adressen für Abrechnungszwecke
erforderlich sei. Diese Einschätzung bestätigte sich nun in der
vom Gericht gefällten Entscheidung.
Die Speicherung der IP-Adresse ist für Abrechnungszwecke und den
technischen Betrieb nicht erforderlich. Auch andere Anbieter
kämen ohne die Speicherung aus. So hatte etwa der Provider Lycos
Europe erst Mitte Mai erklärt, er verzichte vollständig auf die
Speicherung der dynamisch zugewiesenen IP-Adressen seiner
Kunden: IP-Adressen seien aus Lycos' Sicht unabhängig vom
gewählten Tarif nicht abrechnungsrelevant.
T-Online argumentierte, dass die Internetadressen für
Missbrauchs- und Störungsfälle benötigt würden. Dass eine
Speicherung der IP-Adressen in solchen Fällen zulässig sein
kann, wurde nicht bestritten. Eine Vorratsdatenspeicherung
unabhängig vom Einzelfall sei aber illegal. (01.07.05,
Heise)
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