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Bald Super-Rechner dank Quantentechnologie
Die so genannte Spintronik soll Rechner deutlich schneller machen und
weniger Energie verbrauchen. Die traditionellen Siliziumchips scheinen
ausgereizt - Millionen auf kleinste Flächen geballter Transistoren lassen
den Stromverbrauch explodieren. Auch bei der Rechengeschwindigkeit scheinen
bedeutende Sprünge kaum noch machbar, erst Quantencomputer sollen diese
ermöglichen.
Bei einer Variante von Quantenelektronik, der so genannten Spintronik,
melden Forscher der University of Oxford jetzt einen entscheidenden
Durchbruch. Der Spin-Transistor soll bis zu tausend Mal besser arbeiten,
als bisher entwickelte Prototypen.
Spin-Transistoren nutzen das magnetische Moment der Elektronen, den
Spin, um elektrische Ströme zu steuern. Klassische Transistoren verwenden
hingegen kleine Ströme, um das Fließen größer Ströme zu kontrollieren.
Der Vorteil von Spin-Transistoren besteht darin, dass sie nach einem
Schaltvorgang keine kontinuierliche Stromzufuhr mehr benötigen - sie
verbleiben in dem eingestellten magnetischen Zustand, auch wenn der
Strom abgeschaltet wird.
Spin-Transistoren eignen sich nicht nur zur Datenverarbeitung, sondern
können auch als Speichermedium dienen. Ein derartiger Spin-basierter
Speicher, Magentic RAM oder kurz MRAM genannt, arbeitet so schnell wie
die RAM-Bausteine in Computern, verliert beim Ausschalten jedoch nicht
seinen Inhalt. (29.04.05,
Spiegel)
Virenscanner verursacht 100% CPU-Auslastung
Ein Update bringt den Virenscanner aus Trend Micros PC-cillin Internet
Security, ServerProtect für NT und OfficeScan Corporate Edition aus
dem Tritt. Mit dem kaputten Update Nummer 594 vom 22. 4. erzeugen die
Scanner auf Windows 2003 Server und XP unter Umständen 100 Prozent CPU-Last.
Die Ursache soll eine nicht näher spezifizierte Inkompatibilität zwischen
Betriebssystemfunktionen, Scan-Engine und Signaturen sein. Trend Micro
stellte deshalb kurz darauf das Update Nummer 596 bereit, das das Problem
beheben soll. Auf Systemen, die das Update nicht (mehr) automatisch
nachinstallieren, muss dies unter Umständen von Hand geschehen. Alternativ
kann man auch ein Rollback durchführen oder das Update-File löschen.
(24.04.05, Heise)
Neuer Wurm löscht MP3-Dateien
Antivirenspezialist Sophos warnt vor einem neuen Wurm, der sich seit
Freitag über P2P-Filesharing-Netze verbreitet.
"W32/Nopir.B" tarnt sich als so genannter "Crack" einer bekannten DVD-Kopiersoftware,
doch so bald der Anwender das Programm ausführt, beginnt der Wurm alle
Laufwerke nach MP3- und COM-Dateien zu durchsuchen und diese zu löschen.
Um sich selbst zu schützen, deaktiviert Nopir.B den Task-Manager, Registrierungs-Tools
und den Zugriff auf die Systemsteuerung. Des Weiteren sucht nach der
Wurm nach auf dem System installierter Debugger-Software und versucht
diese außer Gefecht zu setzen.
Bislang sei die Verbreitung des Wurms gering, so Sophos. Dennoch sollten
Nutzer von P2P-Anwendungen auf der Hut sein, und vor allem die Erkennungsdatenbanken
ihrer Antiviren-Software auf den neusten Stand bringen. (22.04.05,
ZDNet)
Lottozahlen für Juli bei eBay
Ein Mann aus England versteigert allen Ernstes die Lottozahlen für Juli,
welche ihm eine Wahrsagerin vorhergesagt hatte.
Obwohl man auf den Gedanken kommen könnte, dass nach der Versteigerung
der eigenen Stirn als Werbefläche oder gar des Geistes des eigenen Vaters
manche Angebote bei eBay unsinniger nicht mehr werden können, gibt es
bereits Gebote auf die Lottozahlen. Das Angebot besteht aus sechs Zahlen
auf einem schmuddeligen Stück Papier, die eine türkische Wahrsagerin
dem Engländer während seines letzten Urlaubs in der Türkei, für die
nationale Lotterie in Großbritannien vorausgesagt hatte. Schenkt man
den Aussagen von simonsteve1981, dem Anbieter der Glückszahlen, glauben,
so hat ihm ein türkisches Medium großes Glück für den 23. Juli dieses
Jahres prophezeit. Zeitgleich soll sie auf einen vergammelten Zettel
sechs Zahlen gekritzelt haben, die sie ihm mit einem Lächeln zuschob.
simonsteve1981 entschied sich jedoch auf das Geld zu verzichten. Die
Millionen würden seinen Charakter verderben und ihm alles kaputt machen,
sagte er sich. So entschloss sich der "selbstlose" Brite, das Glück
per eBay-Auktion an den Mann oder die Frau zu bringen. (19.04.05,
vnunet)
Microsoft gibt erste Einblicke in Longhorn
Die Redmonder stellen mehr Sicherheit, eine verbesserte Organisation
von Dateien sowie ein neues Design in den Mittelpunkt.
Hinter verschlossenen Türen hat Microsoft einen Blick auf die nächste
Windows-Generation Longhorn gewährt. Im Rahmen der kurzen Präsentation
gab es einen Überblick über die wichtigsten Neurungen. Gezeigt wurde
beispielsweise die verbesserte Suche nach Dateien auf dem Desktop, die
an das Spotlight-Feature von Apples Tiger erinnert. Tippt man in ein
Suchfeld einen Begriff ein, werden noch während der Eingabe die passenden
Dateien angezeigt. Suchergebnisse lassen sich dann als "virtueller Ordner"
abspeichern, der automatisch aktualisiert wird, wenn neue Dateien erstellt
werden, die auf die Suchanfrage passen. Die Funktionen gehen angeblich
noch über die von Tiger hinaus. So biete Longhorn zusätzlich neue Möglichkeiten,
die Informationen zu aktualisieren und zu betrachten.
Auch beim Design soll sich einiges ändern. Die gezeigte Oberfläche mit
halbdurchsichtigen Fensterrahmen wird wohl in ähnlicher Form auch ins
Endprodukt einfließen. Die Icons sollen künftig einen Überblick über
die dahinter liegende Datei bieten, bei einem Word-Dokument soll beispielsweise
die erste Seite zu sehen sein. Ähnliches gilt auch für Ordner.
Auch beim Thema Sicherheit will Microsoft mit Longhorn einen Schritt
weiterkommen. Im Mittelpunkt soll aber nicht die Integration neuer Software
wie Virenscanner stehen, sondern die Änderung der Arbeitsweise des Systems.
So will Microsoft sicherstellen, dass nur die Nutzer im Administrator-Modus
arbeiten, die wirklich umfangreiche Änderungen vornehmen müssen. So
soll das Gefahrenpotential bei Angriffen vermindert werden. Einen entsprechenden
Modus planen die Redmonder auch für den Internet Explorer. Microsoft
will auch die Zuverlässigkeit des Systems verbessern. Die Zahl der notwendigen
Neustarts soll verringert werden.
Longhorn soll auch einige Neuerungen für die wachsende Zahl an Laptop-Nutzern
bieten. So soll die Arbeit an verschiedenen Netzwerken besser unterstützt
werden. Externe Displays sollen die Anzeige von Informationen auch dann
ermöglichen, wenn das Betriebssystem nicht gebootet wird. Zudem soll
die Nutzung von Geräten wie Projektoren einfacher als bislang vonstatten
gehen.
512 MByte RAM und einen "aktuellen Prozessor" werden für Longhorn empfohlen.
Die Darstellungsqualität der Oberfläche ist abhängig von der zur Verfügung
stehenden Grafikleistung. Der im Herbst vergangenen Jahres herausgegebene
Zeitplan ist weiterhin gültig. Die Final soll im nächsten Jahr erscheinen.
Verzögerungen könnten höchstens aufgrund von qualitativen Aspekten entstehen,
jedoch nicht wegen zusätzlicher Features. (15.04.05,
ZDNet)
XP: Schonfrist für Service Pack 2 läuft ab
Ab heute (Dienstag) werden Microsofts Blocker-Tools unwirksam, mit denen
Administratoren die automatische Installation des SP2 für Windows XP
unterdrücken konnten.
Seit August 2004 verteilt Microsoft das Service Pack 2 für Windows XP
auch über den Systemdienst für automatische Updates an seine Kunden.
Um Administratoren mehr Zeit zum Testen des Updates einzuräumen, deren
PCs die Patches direkt von Microsofts Internet-Servern beziehen, veröffentlichte
Microsoft die SP2 Blocker Tools. So konnte der Systemdienst für automatische
Updates aktiviert bleiben, um darüber weiterhin kleinere Patches für
SP1 zu erhalten. Wer allerdings einen eigenen SUS-Server betreibt, kann
selbst bestimmen, wann die PCs im LAN welches Update installieren sollen.
(12.04.05, Heise)
80 DVDs auf einem Euro
Ein neues magnetisches Speichermedium verwirklicht eine 250fach höhere
Datendichte im Vergleich zu herkömmlichen Medien bisher. Alexander Böker
und seine Kollegen von der Universität Bayreuth haben zusammen mit US-Kollegen
ein neues Verfahren entwickelt, bei dem eine Kombination aus Kunstoffen
und magnetisierbaren Nanopartikeln auf ein Trägermaterial aufgebracht
wird.
Auf der Fläche einer Ein-Euro-Münze kann das neue Speichermedium daher
so viele Informationen speichern, wie auf 80 DVDs passen würden. (10.04.05,
Die Welt)
Trojaner tarnt sich als Windows-Update
Ein neuer Trojaner verbreitet sich per E-Mail und fordert den User auf,
ein neues Windows-Update zu installieren. Klickt man auf den Link, so
wird man auf eine täuschend echte Nachahmung der Microsoft Homepage
geleitet, von dort aus man die Datei Wupdate-20050401.exe herunterladen
soll. Diese beinhaltet jedoch kein Windows-Update, sondern einen Trojaner,
der die Kontrolle des Computers übernimmt und ihn in einen fernsteuerbaren
Spam-Server verwandelt. (09.04.05,vunet)
Gefährliches "Pharming" nimmt zu
Die Analytiker von Viruslist.com beobachten in den letzten Wochen verstärkt
ein Ansteigen der Auswechselung von DNS-Einträgen in bösartiger Absicht.
Ein in boshafter Absicht so manipulierter DNS-Server kann bei Eingabe
von zBsp: www.microsoft.com in die Adresszeile des Browsers auf eine
gefälschte Webseite leiten, von welcher aus auf dem Computer des Anwenders
diverse Schadprogramme installiert werden könnten. Ähnliches kann selbstverständlich
nicht nur mit der Microsoft-Webseite passieren, sondern, beispielsweise,
mit bekannten online-banking-Systemen, um Kreditkartennummern oder Zugangsdaten
auszuspionieren.
Die Gefahr dabei ist, dass dieses "DNS Poisoning", auch "Pharming"
genannt, für einen Internetanwender nahezu unmöglich festzustellen ist.
(08.04.05,
Viruslist.com)
AOL startet Internet-Telefonie
Der Onlinedienst AOL Deutschland hat, wie angekündigt, am Dienstag sein
Internet-Telefonie Angebot AOL Phone gestartet. Die Kunden erhalten
dabei eine eigene Rufnummer aus dem jeweiligen deutschen Ortsnetz, teilte
AOL mit. Für den T-DSL-Anschluss stehen dazu neben einem AT-Adapter
die Fritz!Box Fon sowie zwei weitere WLAN-Router zur Auswahl. AOL verwendet
zwar SIP (Session Initiation Protocol), sodass sich beliebige Soft-
und Hardware einsetzen lässt, dennoch haben die Kunden Vorteile, wenn
sie eine von AOL zertifizierte Lösung einsetzen. Der Datentransfer ist
in den Telefonie-Preisen so bereits inbegriffen, wer keine Datenflatrate
für seinen Internet-Telefonieanschluss hat, muss also trotzdem nicht
auf das übertragene Datenvolumen achten.
Eine aktuelle Umfrage der Roland Berger Market Research hatte ergeben,
dass das Telefonieren über das Internet bei den Verbrauchern in Deutschland
auf großes Interesse stößt. Nahezu die Hälfte der Bundesbürger im Alter
zwischen 16 und 60 Jahren (44 Prozent) ist an den Möglichkeiten der
Internet-Telefonie interessiert. (05.04.05,
Heise)
Sicherheitsleck bei Mozilla und Firefox
Ein Fehler in der JavaScript-Implementierung der Websuite Mozilla und
des Standalone-Webbrowsers Firefox kann Angreifern Inhalte des Hauptspeichers
verraten. Unter Umständen sind darin vertrauliche Daten aus vorhergegangenen
oder noch aktiven Browser-Sessions enthalten. Die Schwachstelle findet
sich in der Replace()-Funktion. Bei Lambda-Expressions als zweitem Argument,
also der Angabe einer Funktion statt eines Parameters, liefert die JavaScript-Engine
noch Teile des Speichers hinter dem resultierenden String mit.
Betroffen sind sowohl die Windows-Versionen von Firefox 1.0.1, 1.0.2
und Mozilla 1.7.6 als auch die Linux-Versionen. Laut Eintrag in der
Mozilla-Fehlerdatenbank ist der Fehler in den gegenwärtigen Entwicklerversionen
bereits behoben. Bis zur Veröffentlichung einer offiziellen Version
hilft nur, JavaScript abzuschalten. (05.04.05,
Heise)
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