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Microsoft verschärft Online-Produktaktivierung
Zum Ende des Monats wird Microsoft die Produktaktivierung ausgewählter
OEM-Versionen von Windows XP über das Internet deaktivieren. Kunden
bleibt dann nur der Griff zum Telefon, um Windows XP dennoch zu aktivieren.
Davon dürften vor allem Bestandskunden betroffen sein, die ihre Systeme
stark verändern oder das Betriebssystem neu installieren. Damit soll
die Verbreitung von Windows-XP-Raubkopien eingedämmt werden.
Der Grund für die Änderung der Aktivierungsgepflogenheiten soll darin
liegen, dass trotz der mit XP eingeführten Zwangsaktivierung zunehmend
OEM-Lizenzen einzeln in den Handel gelangen, obwohl diese üblicherweise
nur mit einem PC vertrieben werden dürfen.
Betroffen von der Änderung, die zum 28. Februar eingeführt werden soll,
sind vorerst nur OEM-Versionen, die von den 20 Top-OEM-Herstellern stammen.
(26.02.05, Heise)
Gefahr durch neue "Sober" Variante
Die Sicherheitsfirma MessageLabs warnt vor W32.Sober-K-mm, einer sich
rasch verbreitende neuen Variante des Sober-Wurms.
So wurden allein in der ersten Stunde nach der Entdeckung bereits 663
Infektionen aufgezeichnet. Ursprung der neuen Bedrohung ist, wie schon
bei den früheren Versionen, Deutschland, was in Zusammenhang mit der
Tatsache, dass der Quellcode nicht öffentlich gemacht wurde, den Schluss
nahe legt, dass der Autor identisch ist.
Der Wurm verschickt sich selbst als Attachement von E-Mail-Nachrichten
und generiert je nach Empfängeradresse zufällige Betreffzeilen in Deutsch
oder Englisch. Einige von MessageLabs vorgelegte Beispiele sind "Alert!
New Sober worm", "Paris Hilton Sex Videos", "You visit illegal websites"
and "Your new Password".
Einmal ausgeführt bildet der Wurm Programm-Dateien wie csrss.exe, smss.exe
und winlogon.exe und trägt sich in die Registry ein. Unangenehmer Effekt
ist neben überfüllten Postfächern die Möglichkeit von Performance-Einbussen
infizierter Systeme. (22.02.05,
testticker.de)
Schon dieses Jahr: Internet Explorer 7
Wegen der hohen Konkurrenz aus dem Open-Source-Bereich will Microsoft
entgegen früheren Verlautbarungen den IE 7 noch dieses Jahr veröffentlichen.
Kurz nachdem im November der Open-Source-Browser Firefox 1.0 veröffentlicht
worden war, erklärten Windows-Sprecher noch, dass keine Marktanteile
des Internet Explorer durch Firefox in Gefahr seien. Eine neue Version
des Internet Explorer werde erst gemeinsam mit der kommenden Windows-Plattform
Longhorn veröffentlicht.
Der unerwartete starke Ansturm auf das freie Konkurrenz-Produkt hat
den Konzern offenbar zum Umdenken gezwungen. Dabei sprechen die Zahlen
für sich: 25 Millionen Mal wurde die Surf-Alternative Firefox alleine
von der Stammseite www.mozilla.org herunter geladen.
Schon in diesem Sommer soll daher eine Vorabversion des Internet Explorers
7 erscheinen.
Das neue Release wird die Sicherheit von Windows XP SP2 erweitern, soll
gleichzeitig jedoch so flexibel und kompatibel bleiben wie zuvor. Zudem
ist geplant, in den IE7 eine Schutzfunktion gegen Malware, Passwort-
und Identitätsdiebstahl zu integrieren sowie einen Mechanismus, der
selbstständig den Missbrauch von Links erkennen kann. (19.02.05, Freenet)
Wurm "Mydoom.AK" zum Valentinstag
Die Experten des Security-Spezialisten Panda warnen vor einem typischen
"Valentinstags"-Wurm mit variablen Eigenschaften. So ist "W21/Mydoom.AK"
in der Lage Prozesse von Anti-Virus-Software und Firewalls zu beenden,
um so ein verwundbares System zu schaffen.
Der zerstörerische Code des Wurms wurde in der Programmiersprache Visual
C++ geschrieben und hat eine Grösse von 67.133 Bytes. Über eine eigene
SMTP-Engine verschickt sich der Wurm per E-Mail weiter. Er sucht dazu
E-Mail-Adressen in ADB, ASP, DBX, DOC, EML, FPT, HTM, HTML, INB, MBX,
OFT, PAB, PHP, PL, PMR, SHT, TBB, TXT, UIN und XLS Dateien. (15.02.05,
ZDNet)
Trojaner produziert falsche Sicherheitsmeldungen
Ein neuer Trojaner "Traxg-C", nutzt eine der Neuerungen, welche das
Service Pack 2 für Windows XP mitbringt. "Traxg-C", eine Variante des
Dropper-Trojaners, verbreitet sich per E-Mail und zeigt, wenn er aktiviert
wurde, in unregelmässigen Abständen gefälschte Sicherheitsmeldungen
an, die den Sicherheitswarnungen von Windows XP ähneln. weiter wird
eine 10716 Bytes große CHM-Datei erstellt, die bei Aufruf eine Website
mit schädlichem Code anwählt. Wird der Wurm gestartet, fügt er folgenden
Registry-Eintrag ein:
HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
TempCom
"path to worm"
Der Trojaner modifiziert außerdem die Einstellungen des Internet Explorers,
indem er mehrere vorhandene Registry-Einträge verändert. Ferner zeigt
er ein Fenster mit dem Text 'Warning This Folder Has Been Damage!' an.
Er erstellt außerdem die Datei C:\FOLDER.HTT, die ebenfalls als Traxg-C
erkannt wurde. Diese Datei nutzt die 'Microsoft VM ActiveX Component'-Schwachstelle
aus, um weitere Codes auszuführen. Die Schwachstelle erlaubt einem HTML-basierenden
Script auf die System-Dateien oder die Registry zuzugreifen, ohne die
üblichen ActiveX Sicherheits-Bestimmungen beachten zu müssen. Microworld
hat ein Removal-Tool
bereitgestellt. (09.02.05,
ZDNet)
Schadprogramm überlistet spurlos Firewalls
Auf dem Kongress "IT Defense 2005" in Köln hat ein Informatiker innerhalb
von Sekunden zum Entsetzen der anwesenden Sicherheitsexperten mit einem
kleinen Programm mühelos Firewalls überwunden. Die Firewalls bekamen
nicht einmal etwas von den Angriffen mit und im Nachhinein liessen sich
diese nicht einmal mehr rekonstruieren.
Das Schadprogramm, "Zecke" getauft, operiert nur im flüchtigen Hauptspeicher
des Computers und vermeidet sorgsam alle Operationen, die Spuren hinterlassen
könnten. Bei der anschließenden Kontrolle zeigten sämtliche Protokolldateien
hinterher nur grüne, also unbedenkliche Einträge. "Zecke" gab den hinter
den Firewalls lagernden Programmen Anweisungen, mit denen er sich einen
privaten Zugang durch die Schutzmauern bauen konnte. Da die "Firewalls"
den eigenen Programmen blind vertrauten, reagierten sie nicht. (06.02.05
tom's
networking)
Bagle-Wurm mit neuen Versionen
Seit einigen Tagen verbreitet sich "Bagle" in zwei neue Versionen per
E-Mail oder den Freigaben für P2P-Netzwerke wie KaZaa, Bearshare usw
...
Die E-Mails können folgende Betreffzeilen haben:
- "Delivery service mail"
- "Delivery by mail"
- "Registration is accepted"
- "Is delivered mail"
- "You are made active".
Der Text lautet entweder "Thanks for use of our software." oder "Before
use read the help". Im Anhang der Mails befindet sich eine Datei mit
Namen wie "Jol03", "guupd02", "siupd02", "upd02", "viupd02", "wsd01"
oder "zupd02", kombiniert mit einer der Dateiendungen ".com", ".cpl",
".exe" oder ".scr", also zum Beispiel "upd02.exe".
Die Dateigröße kann unterschiedlich sein, beträgt jedoch mindestens
18 KB. Die Verbreitung über P2P-Netze erfolgt, indem sich der Wurm in
Ordner kopiert, deren Name die Zeichenkette "shar" enthält. (01.02.05,
AOL)
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