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Neue Variante vom Sober-Wurm
Ein neues Mitglied der "Sober" Familie versucht mit einem besonderen
Trick, den Nutzer dazu zu bringen, den Dateianhang zu öffnen.
Während bei früheren Varianten alleine schon die deutschsprachigen Inhalte
hilfreich waren den Wurm zu verbreiten geht "Sober.J", die neueste Variante
des Schädlings, noch einen Schritt weiter.
Er versendet sich an E-Mail-Adressen der TLDs .de, .ch und .at mit deutschen
Texten und an den Übrigen mit englischen Texten. Inhaltlich versucht
der Wurm dem Nutzer einzureden, seine Mails wären versehentlich in einem
falschen E-Mail-Account gelandet, wobei die ursprüngliche E-Mail sich
als .ZIP-Datei im E-Mail-Anhang befindet. (31.01.05,
testticker.de)
Nutzer illegaler Windows-Kopien aufgepasst!
Microsoft hat seine Pläne für ein neues Online-Identifizierungssystem
für den Download von Windows-Updates und Patches vorgestellt.
Das Identifizierungssystem soll Mitte des Jahres eingeführt werden,
erkennt eine Raubkopie und erlaubt dem User dann nur noch einen sehr
eingeschränkten Zugang. Er soll nur noch wenige Patches gegen Sicherheitslücken
herunterladen dürfen.
Der verantwortliche Microsoft-Manager David Lazar sagte der Nachrichtenagentur
AP, bereits in den nächsten Monaten solle das "Windows Genuine Advantage"-Programm
gestartet werden. Mitte des Jahres werde es dann für alle Windows-Nutzer
obligatorisch.
Demnach müssen Nutzer, die ein Update von einer Microsoft-Site herunterladen
wollen, enweder ihre Seriennummer eingeben oder dem System einen Online-Check
erlauben. Usern, die ihre Seriennummer verloren haben, soll das Prüfsystem
drei Fragen stellen, deren Antwort die Legitimität der installierten
Version beweisen soll.
Experten befürchten damit weiter steigende Sicherheitsprobleme im Internet,
weil mit einer solchen Massnahme deutlich mehr ungesicherte PC zu erwarten
seien. Lazar sagte, Microsoft wolle "diese Entwicklung sehr genau beobachten".
(26.01.05,
testticker.de)
Trojaner tarnt sich als CNN-Newsletter
Perfekt gestylt als Newsletter des US-Nachrichtensenders CNN kommt "Crowt-A"
topaktuell per E-Mail.
Da kaum noch Internet-User auf virenverseuchte E-Mails hereinfallen,
die Nacktheiten versprechen, haben sich die Virenautoren für "Crowt-A"
auf nachrichten speziallisiert.
Bei jedem Versand holt sich das Virus frische Schlagzeilen von der CNN-Webseite
ab, montiert sie zu einem aktuellen Newsletter und verschickt ihn mit
einer entsprechend aktuellen Betreffzeile. Eine völlig neue, potenziell
durchaus gefährliche Masche, um arglose Computernutzer dazu zu bringen,
Schadprogramme auszuführen.
"Crowt-A" hinterlegt auf betroffenen Rechnern ein Trojaner-Programm,
das über den so genannten Port 80, über den der Datenaustausch zwischen
Rechner und Internet läuft, Kontakt zu einem Webserver hält und auf
weitere Befehle wartet. Der Trojaner verfügt über eine Keylogger-Funktion,
mit der er Tastatureingaben aufzeichnen kann, um diese an den fremden
Server weiterzumelden. So könnte "Crowt-A" beispielsweise PIN-Nummern
und Passworte ausspähen. Der Trojaner selbst ist noch nicht sehr weit
verbreitet, eher als ein Prototyp zu bezeichnen. Mit ähnlichen Attacken
wird man in Zukunft aber wohl öfter rechnen müssen.
(22.01.05,
Spiegel)
Neuer Trojaner steuert Webcam
Ein 37jähriger Spanier hat einen ganz besonderen Wurm entwickelt und
diesen über Filesharing Netzwerke verbreitet. Damit konnte er Dokumente
auf der Festplatte ausspähen oder Onlinebanking abhören.
Die Highlight des Wurms aber ist die Möglichkeit die Webcam eines PCs
fernzusteuern und so direkt und unbemerkt in die Cam-Bereiche des Nutzers
blicken zu können.
Nach Angaben der Polizei spionierte der Mann im Moment der Festnahme
gerade per fremder Webcam. Der Trojaner hat nach Angaben des Virenschutzherstellers
Sophos bereits über 100.000 PCs befallen. Einen Namen hat der Trojaner
auch noch nicht bekommen, doch konnte er offensichtlich nur PCs ohne
Firewall und Virensoftware befallen. (22.01.05,
PCPr@xis)
Wurm tarnt sich als Spendenaufruf
Ein neuer Wurm tarnt sich als E-Mail mit einem Spendenaufruf für die
Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien.
Der Wurm "W32/VBSun-A" versucht den ahnungslosen E-Mail-Leser dazu zu
verführen, den schädlichen Dateianhang zu öffnen, der angeblich nähere
Informationen über den Spenden-Vorgang enthält. Wird der Anhang geöffnet,
verbreitet sich der Wurm nicht nur über das Internet an andere Nutzer,
sondern startet ausserdem eine Denial-of-Service-Attacke gegen eine
deutsche Hacker-Website.
Die Betreffzeile der verseuchten eMails lautet: "Tsunami Donation! Please
help!" Nach dem Öffnen erscheint die Nachricht: "Please help us with
your donation and view the attachment below! We need you!". Der Wurm
selbst versteckt sich im Anhang "tsunami.exe". (20.01.04, AOL)
Neue Gesetzesvorlage gegen Tauschbörsen
Eine neue Gesetzesvorlage könnte in den USA Tauschbörsen wie Kazaa,
Morpheus oder Edonkey in grosse Schwierigkeiten bringen. Die Vorlage,
präsentiert von Senator Kevin Murray aus Los Angeles, sieht vor, Tauschbörsenbetreiber
mit 2500 Dollar oder einem Jahr Gefängnis pro Vergehen bestraft werden,
wenn sie keine angemessenen Maßnahmen gegen den Tausch von urheberrechtlich
geschütztem Material treffen.
Die Unternehmen kritisierten den Vorschlag des Senators erwartungsgemäss
scharf: Dieser stelle eine Gefahr für technische Innovationen dar und
sei möglicherweise nicht verfassungskonform. In letzter Zeit haben zwei
Gerichte festgestellt, dass die Hersteller von P2P-Software nicht dafür
verantwortlich sind, was mit ihrer Software getauscht wird. Derzeit
wird dieser Fall von dem Supreme Court verhandelt, ein endgültiges Urteil
steht noch aus. (19.01.05,
ZDNet)
Longhorn in sieben verschiedenen Varianten
Der Windows XP Nachfolger mit dem Codenamen Longhorn soll
Insidern zufolge in sieben verschiedenen Versionen erscheinen.
Wie derzeit verschiedene Internetmedien berichten soll es eine Starter
Edition (ähnlich der Windows XP Starter-Ausgabe, wie sie derzeit in
Asien verkauft wird), Home, Premium/Media, Professional, Small Business,
Mobility/Tablet PC, plus eine Vollversion mit noch nicht näher bezeichneten
Eigenschaften geben. Welche Folgen das gerade für die vieldiskutierte
Sicherheit von Windows haben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.
(17.01.04,
testticker.de)
Trojaner in gefälschten Telekom E-Mails
Auf den ersten Blick sah es aus wie ein neuer Phishing Versuch, tatsächlich
ist es aber ein neuer Trojanerangriff. Es kursieren zur Zeit gefälschte
E-Mails, die angeblich von der Telekom sind und als Anhang eine angebliche
Rechnung im PDF-Format beinhalten sollen, die als RAR-Datei gepackt
wurde.
Ein Klick auf die ausführbare Datei im Archiv installiert einen Trojaner,
den Virenscanner als "Trojan-Dropper.Win32.Agent.dw" erkennen. Bei einem
erkannten aber nur 5 von 14 Scannern einen schädlichen Inhalt. Immerhin
warnen einige Produkte, etwa AVG, beim Entpacken des Archivs vor einer
verdächtigen Datei. Standardmäßig kann Windows nicht mit RAR-Archiven
umgehen, es muss also ein zusätzlicher Entpacker wie WinRAR installiert
sein.
Welchen Schaden der Trojaner anrichtet ist noch nicht bekannt, es wird
Anwendern jedoch angeraten, die Signaturen des Virenscanners auf den
neuesten Stand zu bringen. (16.01.05,
Heise)
Microsoft schliesst Sicherheitslücken
Der Softwareriese hat unter anderem erneut ein schweres Sicherheitsloch
in seinem beliebten Browser Internet Explorer gestopft.
Auch Windows Systeme mit installierten Service Pack 2 sind diesmal betroffen.
Ein Problem im Internet Explorer ermöglicht es Angreifern, Dateien auf
dem Rechner des Benutzers zu schreiben. So wurde es etwa möglich, die
Startdatei von Windows zu verändern, um weitere Viren nachzuladen. Microsoft
stellte das Update mit der Nummer MS05-001 im Web zur Verfügung, es
ist über das Windows-Update zu beziehen. Verändert wird eine Komponente
in der Webtechnik ActiveX, die schon zu zahlreichen Sicherheitsproblemen
führte. Das Programm soll eigentlich die Darstellung von Hilfedokumenten
erleichtern. Sicherheitsexperten hatten dann die ActiveX-Lücke mit weiteren
drei noch offenen Sicherheitsproblemen des Internet Explorers kombiniert,
um zu zeigen, wie sich das Problem ausnutzen lässt. Anschließend übernahmen
offenbar die Programmierer des Trojaners "Phel" die Technik.
Neben MS05-001 schließt Microsoft noch zwei weitere Lücken in Windows
- auch diese Aktualisierungen sind bereits im Netz zu finden. Es ist
empfehlenswert, die Aktualisierungen sofort einzuspielen, um Viren-
oder Hackerangriffe abzuwehren. (12.01.05,
Netzeitung)
AOL-User bekommen Webspeicher
Für AOL Mitglieder soll es demnächst einen nutzbaren Webspeicher von
je 100 MB zur freien Verfügung geben. Diesen können die Mitglieder dann
nicht nur mit der AOL-Software nutzen, sondern er soll an jedem Web-Zugang
erreichbar sein.
Bereits jetzt bietet AOL einen Web-Speicher für Backup-Zwecke. Die neue
Variante ist dagegen sowohl als Netzlaufwerk als auch zum File-Sharing
nutzbar. So hat man häufig genutzte Daten überall verfügbar oder kann
von jedem Ort aus Dateien hochladen. Freunden macht man alternativ zum
Beispiel Fotos zugänglich. Bleibt die Frage, ob man wichtige Daten tatsächlich
ins Internet stellen möchte oder dafür nicht lieber einen USB-Speicher
nutzt.
Der Service soll laut AOL gegen Ende des Jahres zur Verfügung stehen,
einen genauen Termin wollte AOL jedoch nicht nennen. (09.01.05,
Heise)
Microsoft bringt Anti-Spyware-Tool
Microsoft wird am Donnerstag die erste Betaversion einer hauseigenen
Anti-Spyware
Software "Atlanta" herausbringen. Möglich machte das der Kauf des Sicherheitsspezialisten
Giant vor drei Wochen. Das Anti-Spyware-Tool soll sich mit Betriebssystemen
ab Windows 2000 vertragen und nicht nur die Festplatte auf Schädlinge
scannen, sondern auch einen permanenten Schutz gegen Software Trojaner
bieten. Auch Auswirkungen der bedrohlichen schwarzen Schafe unter dem
Browser Helper Objects, für das speziell der Internet Explorer anfällig
ist, sollen aufgehoben werden können.
Das Softwarehaus Giant hatte schon vor der Übernahme ein eigenes Anwendernetz
unterhalten hat, um seine Datenbank mit Schädlingssignaturen aktuell
zu halten, so dass Microsoft hier gute Vorrausetzungen vorfindet. (04.01.05,
Heise)
Trojaner nutzt Lücke im Internet Explorer
Symantec warnt vor dem Trojaner Phel, der ein Sicherheitsloch in Microsofts
Internet Explorer ausnutzt. Ende vergangenen Jahres wurde im Internet
eine Demonstration veröffentlicht, wie sich teilweise seit Oktober bekannte
Schwachstellen des Internet Explorer ausnutzen lassen, um beliebige
Dateien aus dem Netz zu installieren und auszuführen. Mittlerweile wurden
diese Demos verfeinert und offenbar auch bereits auf manipulierten Websites
eingesetzt.
Symantec stuft das Risiko durch Phel noch als relativ gering ein, doch
angesichts der immer weiter verbesserten Exploits, die sich ebenfalls
vergleichsweise einfach implementieren lassen, steht zu befürchten,
dass bald in größerer Zahl Webseiten auftauchen, die dieses Loch ausnutzen,
um Spyware zu installieren. Da Microsoft noch keinen Patch bereitstellt,
ist die einzige Schutzmassnahme Active Scripting im Internet Explorer
zu deaktivieren. (03.01.05,
Heise)
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