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Leihfahrräder der DB gehackt
Mit mit "CallABike" bietet die Deutsche Bahn in Großstädten einen Mietservice
für Fahrräder an, bei der Freischaltung und Abrechnung per Handy erfolgt.
Jetzt ist es Hackern gelungen auch dieses System auszuhebeln, wie der
CCC berichtete.
Die anonymen Hacker bauten die Elektronik eines nicht korrekt verschlossenen
Fahrrads auseinander und machten sich daran, den Assembler-Code der
Sicherungselektronik zu durchleuchten. Zwar wollte das System zunächst
nicht booten, doch der Zufall half den Hackern, denn ein durch eine
Glühlampe ausgelöster Infrarot-Sensor entriegelte das störrische System.
So gelang es später, die von einem Scrambler generierten Ausleih- und
Abgabecodes zu durchschauen und das Call-A-Bike letztendlich mit eigener
Software samt HackABike-Logo und einer Hintertür auszustatten.
Da notwendige Lockbits nicht gesetzt sind, konnte anschließend auch
die Software anderer Räder modifiziert werden.
Die Backdoor erlaubt es, das "HackABike" mit einem speziellen Ausleihcode
zu öffnen und so kostenlos "auszuleihen". Wird das "HackABike" aber
wieder abgegeben, kann es danach ganz normal wieder ausgeliehen werden.
(21.12.04, golem.de)
Sicherheitslücke in Googles Desktop Search beseitigt
Eine Schwachstelle in Googles Desktop Search machte es Angreifern möglich,
die Festplatte eines Opfers online zu durchsuchen und Teile von Dateien
einzusehen. Das Problem beruht darauf, dass die Desktop Search an google.com
gerichtete Suchanfragen mitliest und lokale Treffer in die zurückgelieferte
Ergebnisliste mit einbaut, diese Option ist standardmässig aktiviert.
Das Einfügen geschieht allerdings nur im Browser auf dem PC, das Tool
schickt keine lokalen Suchergebnisse ins Internet. Allerdings gelang
es, das Tool auszutricksen, sodass es die Ergebnisse auch in andere
Seiten als google.com einbaute.
Der Anwender muss dazu aber eine präparierte Web-Seite besuchen, damit
ein Angreifer die so fälschlicherweise eingebauten Inhalte wieder auslesen
kann. So konnten zwar nur kurze Abschnitte von Texten angezeigt werden,
die mit etwas Glück aber vielleicht gerade wichtige Daten wie Namen
und Kennwort beinhalten könnten. Google hat eine neue Version der Desktop
Search herausgegeben, die durch das automatische Update bereits auf
den meisten betroffenen PCs installiert sein dürfte. (20.12.04,
Heise)
Konfigurations-Patch für XP SP2 erhältlich
Bisher waren PCs mit aktivierter Datei- und Druckerfreigabe durch fehlerhafte
Einstellungen der Windows-Firewall vor Angriffen aus dem Netz ungeschützt.
jetzt hat Microsoft reagiert und einen Konfigurationspatch bereitgestellt.
Laut dem Artikel KB886185 in Microsofts Knowledge Base sind nur Anwender,
die über eine DFÜ-Verbindung ins Internet gehen, von dem Problem betroffen.
Von einer Sicherheitslücke wollten die Redmonder jedoch nichts wissen.
Es handle sich lediglich um ein Konfigurationsproblem.
Daher wurde der Fix auch nicht im Rahmen des Patch Day zur Verfügung
gestellt, der ja erst am vergangenen Dienstag stattfand. Abseits aller
Bewertungsfragen räumt Microsoft jedoch ein, dass die Lösung des seit
September bekannten Problems nicht optimal verlaufen ist.
"Das ist zwischendurch gerutscht", so die Erklärung von Windows Product
Manager Gary Schare. Da das Problem nicht als Sicherheitslücke eingestuft
wurde, habe sich das Security-Team nicht zuständig gefühlt und das Produktteam
sei nicht an den monatlichen Patch-Zyklus gewöhnt. Die Änderungen sollen
über Windows Update oder auf der Microsoft-Website verfügbar gemacht
werden. (18.12.04,
ZDNet)
Passwortdiebstahl mit Pop-Up-Fenster
Sicherheitsspezialist Secunia warnt vor Sicherheitslücken, die es bei
gängigen Browsern ermöglichen, Passwörter mit Hilfe von Pop-Up-Fenstern
auszuspionieren. Betroffen davon sind Internet Explorer, Mozilla Firefox,
Opera, Netscape und Apples Safari.
So kann es einem Angreifer möglich sein, den Inhalt einer Website auszutauschen,
um Passwörter oder andere persönliche Daten eines Anwenders auszuspionieren.
Dem Hacker muss für einen erfolgreichen Angriff ein ActiveX- oder JavaScript
in eine Website einbauen und zum Beispiel einen Link auf eine Website
platzieren, die sich in einem neuen Browser-Fenster öffnet. In diese
Web-Page kann der Angreifer dann beliebige Inhalte laden, zum Beispiel
Formulare für Online-Banking oder -Bezahlsysteme.
Für eine Attacke dieser Art bieten sich nach Angaben der Sicherheitsexperten
Pop-Ups an, bei denen die Adresszeile normalerweise nicht angezeigt
wird. Somit erfährt der Angegriffene nicht, dass seine Daten ausspioniert
werden.
Laut Secunia sind alle Entwickler der Browser-Software bereits über
die Fehlfunktion informiert. Ein Update gibt es derzeit aber für keines
der Programme. (10.12.04,
Chip)
Zehnfache CPU-Leistung bis 2008
Die Leistung der Prozessoren von Intel soll sich im Vergleich zu heute
bis zum Jahre 2008 verzehnfacht haben. Damit korrigiert sich Intel zu
den bisherigen Vermutungen, bei denen sich die Prozessorleistung bis
dahin nur verdoppeln würde. Erreichen will Intel die Leistungssteigerung
mit der Integration mehrerer Prozessorkerne in einen Chip.
Auf der Analystenkonferenz in New York stellte Intel erstmals einen
"Dual-Core-Prozessor" vor,der auf 90-NM-Technik basierend gefertigt
wird und ab 2005 im Handel erhältlich sein wird. Chips mit 65-NM-Technik
sind für das Jahr 2006 geplant. Ende 2006 sollen rund 70 Prozent der
verkauften Desktop- und Notebook-Systeme mit Dual-Core-Prozessoren ausgestattet
sein. Im Server-Bereich sollen sogar rund 85 Prozent der verkauften
Systeme über Chips mit zwei oder mehr Kernen verfügen.
Für den Desktop-Bereich plant Intel ab Anfang 2005 einen größeren L2-Cache
(2 MByte), EIST (Enhanced Intel Speedstep Technology) und 64-Bit-Erweiterungen
(EM64T). (08.12.04, Golem)
Zwei neue Trojaner unterwegs
Gleich zwei neue Trojaner gelangen immer häufiger via E-Mail auf
die heimischen Rechner, so warnt Sicherheitsspeziallist
Microworld.
Der IRC Backdoor-Trojaner" Mabutu-A" kommt via E-Mail-Anhang
oder über IRC Channel auf einen PC. Dort kopiert er sich selbst
als EXE-Datei in das Windows Verzeichnis. Seinen Dateinamen
wählt er sich von bestehenden DLL-Dateien aus. Um
sicherzustellen, dass er bei einem System-Start mitgestartet
wird, erstellt Mabutu-A folgenden Registry-Eintrag:
HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\winupdt =
"RUNDLL32.EXE ,_mainRD"
Der Trojaner sendet sich selbst als Attachment mit ZIP- oder
SCR-Endung an alle Mail-Adressen, die sich auf dem infizierten
PC in WAB-, HTM-, HTML- oder TXT-Dateien befinden. Mabutu-A
sucht nach Informationen, die mit MSN-Messenger zu tun haben und
sendet diese über IRC Channel an Remote User.
Die zweite Bedrohung, der Massenmailer "Atak-D" kommt via E-Mail
mit den Betreffzeilen: "'First Match!" oder "It's begin here!"
auf den Rechner. Der Dateianhang ist eine ZIP-Datei mit einem
zufälligen Namen.
Der Wurm durchsucht alle festplatten Adressen, an die er sich
weiter versenden kann. Wenn der Wurm gestartet wird, kopiert er
sich als a1g.exe in das Windows System Verzeichnis und trägt
folgendes in die win.ini ein: load = "Windows system
foldersystem"\a1g.exe. (06.12.04,
ZDNet)
Problematisches IFrame Patch
Einigen Berichten zufolge installiert sich das neue IFrame Patch
für den Internet Explorer unter Umständen nicht immer korrekt.
So berichtet beispielsweise der Diensthabende im Internet Storm
Center, dass nach der Installation via Windows-Update die
Versionen der DLLs nicht mit denen übereinstimmten, die in
Microsofts Security Bulletin angegeben sind. Erst nach dem
Herunterladen und der manuellen Installation des Patches habe er
die richtigen Versionen auf seinem System vorgefunden.
Auch sollen die Demo-Exploits nach einer Installation über die
Windows Update Funktion in einigen Fällen noch ausgeführt werden
können.
Wer auf Nummer sicher gehen will, dass der Patch richtig
installiert ist und die IFrame-Lücke des Internet Explorer
tatsächlich geschlossen ist, sollte die Versionsnummern der neu
installierten DLLs überprüfen. Sie finden sich im Security
Bulletin MS04-040 unter "Informationen zum Sicherheitsupdate" im
Unterpunkt "Dateiinformationen". Direkt darunter ist auch
beschrieben, wie man die Versionsnummern vergleicht.
Links zum manuellen Download der Patches finden sich weiter oben
unter "Betroffene Komponenten". (03.12.04
Heise)
Sicherheitspatch für den Internet Explorer
Microsoft stopft nun endlich die schon seit Wochen bekannte
IFrame Sicherheitslücke des Internet Explorers. Immer häufiger
wurde in letzter Zeit mit speziell präparierte Webseiten diese
Lücke ausgenutzt. Der Fehler tritt bei überlangen Attributen
eines IFrame-Tags auf, über das Web-Seiten Inhalte anderer Sites
quasi einbetten können. Durch einen Pufferüberlauf konnte so
beliebiger Code auf den Windows Systemen ausgeführt werden.
Seit geraumer Zeit kursieren Exploits für die Lücke, die auch
als BOFRA bezeichnet wird. Eine nicht sonderlich weit
verbreitete Mydoom-Variante nutzte diese Schwachstelle bereits
aus und letzte Woche gelang es Angreifern, Anzeigen-Server mit
BOFRA-Exploits zu präparieren. Anschließend infizierten viele
Anwender ihr System, nur weil sie Web-Sites aufsuchten, die
Anzeigen von diesen Servern einbetteten.
Betroffen sind alle Windows-Versionen mit Internet Explorer 6.0
außer Windows XP mit Service Pack 2. Nutzer, die Windows 98, ME
oder 2000 nutzten oder bei XP das Service Pack 2 nicht
installiert haben. sollten schnellstmöglich das Sicherheitspatch
installieren, da mit weiteren IFrame-Angriffen über Würmer oder
gehackte Web-Seiten zu rechnen ist. (02.12.04,
Heise)
Neuer Netscape Browser als Preview
AOL-Tochter Netscape meldet sich überraschend mit einer
Vorschau-Version ihres neuen Browsers zurück. Grundsätzlich
basiert dieser auf dem Open-Source-Browser Firefox der Mozilla
Foundation, bei Bedarf kann er aber auch auf die
Rendering-Engine des Internet Explorer von Microsoft
zurückgreifen. Wenn der neue Netscape-Browser eine Seite mit der
Gecko-Engine von Mozilla nicht korrekt anzeigt, genügen zwei
Klicks, um sie stattdessen mit der Engine des IE zu
präsentieren. Welche Engine bei künftigen Aufrufen genutzt wird,
speichert Netscape individuell für jede Seite in den
Voreinstellungen. So wird der Tatsache Rechnung getragen, dass
wegen des dominierenden Marktanteils des IE viele Websites
speziell für den Microsoft-Browser optimiert sind und dessen
Spezialtechniken wie ActiveX nutzen, statt sich an die
offiziellen Webstandards des World Wide Web Consortium. Netscape
bringt bei der Installation nicht die IE-Engine mit, sondern
nutzt die auf einem Rechner bereits vorhandene. Deswegen läuft
der neue Browser leider auch nur unter Windows und nicht wie der
Firefox auch auf Linux- und Macintosh-Rechnern.
Zu den weiteren Neuigkeiten gehören detaillierte
Sicherheitseinstellungen, etwa das Site-spezifische Blockieren
von PopUps und Cookies, oder Vorgaben, ob ActiveX (im IE-Modus),
Javascript und Java ausgeführt werden dürfen. Ebenfalls
integriert wurde die Anzeige von RSS-Feeds, die - anders als bei
den dynamischen Lesezeichen von Firefox - rotierend in einer
speziellen Task Bar erscheinen.
Die Vorschauversion des neuen Browsers ist nur für ausgewählte
Tester erhältlich. Eine öffentliche Beta sowie die endgültige
Version sind für das kommende Jahr geplant. 01.12.04,
tecchannel.de)
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