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Neue gefährliche Sicherheitslücke
im IE
Eine Schwachstelle im Internet Explorer ermöglicht das unkontrollierte
Herunterladen von Dateien mittels einer manipulierten Webseite.
Die sonst übliche Abfrage, wo Daten beim Download gespeichert
werden sollen, kann unter Ausnutzung der aktuellen Schwachstelle
umgangen werden. So können die Daten auf dem Arbeitsplatzrechner
in beliebigen Verzeichnissen landen. Dabei können auch Programmdateien
unbemerkt überschrieben werden und durch Trojaner ersetzt
werden. Ein Sprecher von Microsoft bestätigte, dass über
diesen Weg ein Programm in die Autostart-Ordner gelangen
kann und dieses so beim nächsten Systemstart auszuführen.
Gemeldet wurde die Schwachstelle erstmals am 15. November
von den Sicherheitsspezialisten von Finjan. Bei Microsoft
wiegelte man zunächst aber ab und wollte von der neuen Sicherheitslücke
nicht wissen. Erst als am Montag auf der französischen Webseite
von K-otik ein Beipeilprogramm auftauchte, das die Schwachstelle
offenbart, änderte sich die Einstellung des Softwareriesen.
Mittlerweile bestätigt Microsoft, dass von dem Problem alle
Windows-Rechner betroffen sind, auch wenn sie unter Windows
XP das Servicepack 2 installiert haben. Microsoft arbeitet
bereits an einem Sicherheitsupdate. (24.11.04,
Handelsblatt.com)
Neuer Browser warnt bei Phishing-Verdacht
Deepnet Technologies will einen Browser auf den Markt bringen,
der den Anwender bei Phishing-Verdacht warnen soll. Der
kostenlose Browser steht derzeit als Beta zur Verfügung,
jedoch noch ohne die Anti-Phishing-Funktion. Diese soll
es erst in der finalen Version geben, die am 1. Dezember
erscheinen soll.
"Er wird versuchen, eine betrügerische Website zu erkennen
und den Anwender warnen", beschreibt Deepnet-CEO Yurong
Lin die Funktionsweise der Software.
Die Erkennung soll auf Basis einer Blacklist sowie durch
eine Analyse von URL und Site realisiert werden. Der Anwender
sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass so nicht
unbedingt alle Phishing-Angriffe erkannt werden können.
Lin jedoch zeigt sich von den Qualitäten der Software erwartungsgemäß
überzeugt: "Wir glauben, dass es der sicherste Browser ist
- er ist sogar noch sicherer als Mozilla".
Bei Phishing-Attacken werden Anwender auf Duplikate bekannter
Websites gelockt und dazu animiert, dort vertrauliche Daten
wie Kreditkartennummern zu hinterlassen. Während Anwender
und Anbieter diesem groß angelegten Betrug noch immer hilflos
gegenüber stehen, zünden die Angreifer schon die nächste
Stufe. So ist in der vergangenen Woche ein Trojaner aufgetaucht,
der sensible Daten bei der normalen Nutzung der Websites
britischer Banken abgreifen und an Hacker übermitteln kann.
(23.11.04,
ZDNet)
Neue Sober Variante verbreitet
sich
"Sober.I" ist eine Variante des "Sober.H"-Wurms und verbreitet
sich mit einer eigenen SMTP-Engine rasend schnell durchs
Internet. Gefährdet sind alle Windows-Systeme. Wird der
Dateianhang einer infizierten E-Mail ausgeführt, kopiert
"Sober.I" mehrere Dateien in das Windows Systemverzeichnis.
Dass der Wurm diese Dateien aus unterschiedlichen Fragmenten
zufällig zusammensetzt, macht es besonders schwer, die angelegten
Daten ausfindig zu machen. Der Wurm modifiziert die Registry,
so dass er bei jedem Systemstart mitgestartet wird.
Der Wurm durchsucht die lokale Festplatte nach E-Mailadressen
und verschickt sich mit einer gefälschten Absenderadresse
weiter. "Sober.I" ist in der Lage, aus verschiedenen Bausteinen
Informationen für den Betreff, den Nachrichtentext und selbst
den Anhang zusammenzustellen. Bisher bekannte Betreffzeilen
sind zum Beispiel "Re: Auftragsbestätigung", "Registration
confirmation" oder "Mailzustellung fehlgeschlagen -Damon:4440".
Wie verschiedene Vorgänger-Versionen ist "Sober.I" in der
Lage, diverse Security- und Antivirenprogramme zu deaktivieren.
Die meisten Hersteller von Antivirensoftware haben bereits
reagiert und aktuelle Signaturen für Ihre Software zur Verfügung
gestellt. (19.11.04,
Freenet)
Internet Explorer 7 nur für Longhorn
Die nächste Version des Internet Explorer will Microsoft
nur zusammen mit der kommenden Windows-Plattform "Longhorn"
veröffentlichen.
Für die jetzt aktuelle XP-Plattform wird es voraussichtlich
keinen neuen Internet Explorer geben. Begründet wird diese
Entscheidung, dass man sich mit allen Kräften auf die Weiterentwicklung
des Betriebssystems konzentrieren will. Für die zwei Jahre,
bis Longhorn erscheinen wird, gibt es also nur die Möglichkeit
den IE mit Plug-ins und Add-ons aufzuwerten.
Microsoft will die neue Versionen des Browsers rechtzeitig
ankündigen, damit Web-Designer sich auf Änderungen bei der
Interpretation der Standards einstellen können. "Wir müssen
einen Kompromiss finden zwischen Sachen, die wir ändern
könnten und Dingen, die wir nicht ändern sollten. In jedem
Fall muss am Ende aber ein sauberes Ergebnis herauskommen",
so Produktmanager Gary Schare.
Seit Juni hat Internet Explorer etwa drei Prozent Marktanteil
verloren aber immer noch 93 Prozent der Internetnutzer bevorzugen
den Microsoft-Browser. (18.11.04,
Heise)
Google kommt mit Froogle Deutschland
Suchmaschinenbetreiber Google will demnächst mit seiner
speziellen Produktsuchmaschine "Froogle" in Deutschland
an den Start gehen. Froogle ist als Händler- übergreifende
Produkt-Volltextsuchmaschine in den USA bereits seit zwei
Jahren im Einsatz und vor kurzem ging auch Froogle UK an
den Start. Die entsprechenden Suchergebnisse werden Suchergebnisse
mit Bild, dem Seitentitel, dem Preis sowie einer kurzen
Produktbeschreibung nach verschiedenen Kategorien präsentiert.
Dabei soll Froogle für Händler und Anwender kostenlos sein.
Details zur Teilnahme am Programm und zum Daten-Upload findet
man auf der Google Homepage. (17.11.04,
Heise)
XP-Systemsounds mit gecrackter
Software erstellt?
Offenbar wurden für die Erstellung einiger Systemklänge
für das Betriebssystem Windows XP von Microsoft gestohlene
Software benutzt.
Dies fand jetzt die PC-Welt heraus, indem man in einem frisch
installierten Windows XP-System einige der Systemsounds
im Verzeichnis: "Windows\Help\Tours\WindowsMediaPlayer\Audio\Wav"
einfach mit Notepad öffnete. Scrollt man dann in dem Buchstabensalat
ganz nach unten, so befindet sich am Schluss folgendes Wasserzeichen:
"LISTB INFOICRD 2000-04-06 IENG Deepz0ne ISFT Sound Forge
4.5".
Benutzt wurde demnach also die Software "Sound Forge" von
Sony (400 $). An sich nichts ungewöhnliches, bis auf den
Zusatz: "Deepz0ne".
Deepz0ne war Mitglied der Warez-Gruppe Radium, die sich
auf das cracken von Musiksoftware spezialisiert hatte. Er
war, zusammen mit einer Person mit dem Alias "Sandor", auch
Mitbegründer dieser im Jahre 1997 entstandenen Gruppe und
Deepz0ne war es auch, der die gecrackte Version 4.5 von
Sound Forge vor einigen Jahren im Umlauf brachte. (14.11.04,
PC-Welt)
Gratis Fernsehen aus aller Welt
Eine neue Lösung soll es ermöglichen, beliebige Fernsehsender,
auch Pay-TV-Kanäle, aus aller Welt in Echtzeit gratis zu
empfangen. Mit dieser neuen Technologie will TC Unterhaltungselektronik,
bekannt durch den Werbeblocker Fernseh-Fee, die Ländergrenzen
der nationalen TV-Märkte aufheben. Die Streaming-Lösung
CyberSky basiert den Angaben zufolge auf einem Verfahren,
das auch Peer-to-Peer-Tauschbörsen einsetzen. Da CyberSky
ohne zentralen Server arbeitet, soll das System auch bei
vielen Zugriffen nicht zusammenbrechen, die Belastung werde
auf jeden einzelnen Anwender verteilt.
Um das System nutzen zu können, muss der Fernseher an einen
mit einer TV-Karte versehenen Rechner angeschlossen werden.
Die Verbindung ins CyberSky-Netzwerk stellt eine kostenfreie
Software her, wobei der Anwender sowohl als Sender als auch
als Empfänger fungiert.
Der gerade eingeschaltete Fernsehsender wird den anderen
Nutzern als Livestream zur Verfügung gestellt, im Gegenzug
bekommt der Anwender eine Liste der von den anderen Nutzern
angebotenen Livestreams, in die er sich dann einklinken
kann. Da das System alle Streams weiterleitet, werden nach
Angaben des Herstellers auch Pay-TV-Kanäle übertragen. Die
Darstellung soll dann auf dem Fernseher wie gewohnt erfolgen,
so als ob man sein Programm wie bisher über Kabel oder Satellit
empfängt.
Für das Projekt werden zur Zeit noch Beta Tester gesucht.
Infos unter telecontrol@t-online.de.
(11.11.04,
dsl-magazin)
Online-Shops günstiger als Elektro
Grossmärkte
Nach einem Test, durchgeführt von der Zeitschrift PC-Welt,
sind Online-Shops häufig preiswerter als Elektro Grossmärkte.
In 55,5 Prozent aller Fälle seien bei der einen Großmarktkette
die Produkte teurer gewesen als bei anderen Anbietern. Bei
dem Konkurrenz-Großmarkt seien von 174 recherchierten Produkten
nur 18 Geräte günstiger zu haben gewesen.
Produkte, die von den Großmärkten als Aktionsangebote beworben
werden, können nach Angaben der Zeitschrift aber durchaus
als Schnäppchen betrachtet werden. Gegen die Online-Anbieter
spreche die oft fehlende Beratung.
Auch habe man in den Geschäften die Chance, das Wunschprodukt
vor dem Kauf in die Hände nehmen zu können. Darüber hinaus
könnten hohe Kosten für Versand-, Nachnahme- oder Kreditkartengebühren
den Preisvorteil wieder zunichte machen. (08.11.04,
portale.web.de)
Tipp: Hier oft auch ohne Versandkosten:
Easy-Shopping
35% des Web-Traffics durch BitTorrent
Mehr als ein Drittel des gesamten Datenverkehrs im Internet
soll allein der Tauschbörsenclient BitTorrent verursachen.
CacheLogic, ein britisches Unternehmen, welches sich auf
die Überwachung von Tauschbörsen spezialisiert hat, bezifferte
das Traffic-Volumen, das durch File-Sharing über das BitTorrent-Netzwerk
entsteht, auf etwa 35 Prozent.
Damit verursacht BitTorrent mehr Traffic als alle anderen
Filesharing-Netzwerke zusammen, so die Studie. Die Filesharing-Technik
von BitTorrent werde laut CacheLogic vermehrt auch dafür
genutzt, große Dateien wie Linux-Distributionen aus dem
Internet zu laden. Die Mehrzahl der Files sei über 500 MByte
groß.
Da vermehrt über Filesharing-Netze auch Videodateien verbreitet
werden, ist BitTorrent der Filmindustrie ein Dorn im Auge.
Die unter dem Dach der "Motion Picture Association of America"
(MPAA) vereinigten Hollywood-Studios prüft laut der Nachrichtenagentur
Reuters Möglichkeiten, gegen die massenhaften Verbreitung
von unrechtmäßigen Kopien aktueller Filme vorzugehen. (07.11.04,
Chip)
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