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   Symantec führt Produktaktivierung ein

Wie schon von Windows XP bekannt, wird Symantec jetzt seine deutschen Norton 2005er Produkte nur noch mit einer Zwangsaktivierung ausliefern. In den USA hatte Symantec die Produktaktivierung bereits im vergangenen Jahr eingeführt. Für die Käufer dieser Produkte bedeutet dies, dass sie nach der Installation die Software zunächst aktivieren müssen, bevor sie sie nutzen können.
Symantec begründet die Produktaktivierung mit den wirtschaftlichen Schäden, die durch Raubkopien entstehen. "Software von Symantec gehört mittlerweile nach der von Microsoft zu den am zeithäufigsten gefälschten", so das Unternehmen. Auf jedes legal erworbene Softwareprodukt kämen mittlerweile 2 illegale Raubkopien. (26.08.04, PC-Welt)

 

 

    Sicherheitslücke bei Ebay

Beim Internet-Auktionshaus Ebay besteht seit über einem Jahr eine gravierende Sicherheitslücke, die sich Passwortdiebe zu Nutze machen könnten. So kann mit Hilfe eines Lockvogelangebotes, durch ein mit auf die Angebotsseite eingeschleuster Code, Namen und Passwort aller Bieter des Angebotes herausgefunden werden.
Danach könnte nach Belieben auf Kosten der Opfer eingekauft oder verkauft werden. "Jeder halbwegs clevere Zwölfjährige könnte diesen Code auf die Ebay-Seite schleusen", so der Computerexperte.
Der Hacker habe das Auktionshaus Ebay nach eigenen Angaben schon vor mehr als einem Jahr über die Sicherheitslücke informiert und gegen Geld Details angeboten, der Kontakt sei aber wieder abgebrochen.

(25.09.04, Yahoo)

 

   Plant Google eigenen Browser?

Google hat in der vergangenen Woche Programmierer eingestellt, die grosse Erfahrung auf dem Gebiet der Browserentwicklung haben. Darunter sind Adam Bosworth, einer der führenden Entwickler des Microsoft Internet Explorer und Joshua Bloch, einer der Hauptentwickler der Internet- Programmiersprache Java. Auch Joe Beda, der am Design von Windows Longhorn für Microsoft gearbeitet hatte, ist mit von der Partie. Analysten rechnen damit, dass Google einen Angriff auf Microsofts Internet Explorer plant. Unterstützt wird diese Vermutung auch dadurch, weil Google kürzlich alle Entwickler des Mozilla-Open-Source-Browsers zu einem Developer Day auf das Firmengelände eingeladen hatte.

Genug Geld für ein solches Projekt steht Google auf jeden Fall zur Verfügung, 1,67 Milliarden Dollar hat Google bei seinem Börsengang im August eingenommen. (21.09.04, Netzeitung)

 

 

   Windows-Updates bald nur noch mit CD-Key

Microsoft testet zur Zeit auf einer englischen Downloadseite ein neues Überprüfungsverfahren, welches raubkopierte Windows Versionen erkennen soll. Dabei wird der Anwender aufgefordert, sich ein spezielles ActiveX-Control installieren zu lassen, welches dann die Überprüfung vornimmt. Anschließend erfährt man, ob Microsoft das installierte Windows als Raubkopie verdächtigt. Auch hierbei scheint eine schwarze Liste zum Einsatz zu kommen.
Derzeit ist die Überprüfung noch freiwillig und der Download in jedem Fall möglich, doch räumt der Softwareriese in einer FAQ die Möglichkeit ein, dass sich das demnächst ändert. Das gilt dann vermutlich nicht nur für individuell heruntergeladene Updates aus dem Downloadcenter, sondern auch für die automatischen Updates. Betroffen sind Windows XP und 2000 Professional. Für die älteren Windows-Versionen 9x und NT sowie die Server-Varianten soll auch weiterhin der Download ohne Überprüfung möglich sein.

(20.09.04, Heise)

 

 

   Urheberrecht wird verschärft

Das Herunterladen von kopiergeschützten Material über Tauschbörsen im Internet kann möglicherweise bald mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafen geahndet werden. So sieht es ein neuer Gesetzesentwurf vor, der zur Zeit dem deutschen Bundesinnenministerium vorliegt.

Mit der Neufassung wolle man nicht "die Schulhöfe kriminalisieren", so Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. "Wir sehen für Bagatellfälle einen Strafausschließungsgrund vor." Damit soll das Überspielen einzelner Songs aus illegalen Tauschbörsen straflos bleiben, wenn dies vereinzelt und ausschließlich zu privaten Zwecken geschieht. Es muss aber mit Schadensersatzansprüchen gerechnet werden. (19.09.04, Computerbild)

Update 20.09.04:

Auf die Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken ohne Einwilligung der Rechteinhaber steht generell eine Haftstrafe bis zu maximal drei Jahren. Das ist in Paragraph 106 des Urheberrechtsgesetzes (UrHG) bereits klar geregelt; eine Änderung der Passage ist in dem neuen Entwurf nicht vorgesehen. Neu ist allerdings die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries geplante "Klarstellung" in Paragraph 53, der das Privileg der Privatkopie regelt. Demnach soll das Kopieren "offensichtlich rechtswidrig genutzter Vorlagen" kriminalisiert werden. Künftig soll demnach gemäß Justizministerium gelten: Wenn für den Nutzer einer Tauschbörse etwa angesichts des noch gar nicht gestarteten Kino-Blockblusters oder einer aktuellen Hit-Single klar ersichtlich ist, dass es sich um ein illegitimes Angebot im Internet handelt, darf er keine Privatkopie davon erstellen. (Heise)

 

 

    Unwissenheit schützt vor Dialerrechnung

Nach einem Gerichtsurteil müssen Internet-Nutzer Kosten, die ohne ihr Wissen von Einwahlprogrammen verursacht werden, nicht bezahlen.

Nach einer am Freitag bekannt gewordenen Entscheidung des Landgerichts Osnabrück seien derartige Manipulationen im Internet nicht ungewöhnlich. Nutzer seien zudem laut BGH nicht verpflichtet, Vorkehrungen gegen Dialer zu treffen, entschied das Gericht (Az.: 12 S 45/04) und hob damit ein Urteil des Amtsgerichts Osnabrück auf. Dieses hatte zuvor dem klagenden Telekommunikationsanbieter Recht gegeben hatte. (18.09.04, Heise)

 

 

   SP 2 - XP-Firewall mit Sicherheitsrisiko

Trotz der Versprechungen Microsofts, den Windows XP Anwender besser abzusichern, kann die mit dem SP2 installierte Firewall unter Umständen mehr schaden als Nutzen. Grund ist die neue Ausnahmeliste, durch die definiert wird, welche Dienste und Ports von außen erreichbar sind.

Bei der Installation aktiviert Windows die XP-Firewall für alle erkannten Netzwerkschnittstellen automatisch. Damit gilt auch die Ausnahmeliste für alle Interfaces. Da Windows aber nur eine einzige Ausnahmeliste verwaltet, wirkt sich beispielsweise die aktivierte Datei- und Druckerfreigabe ebenfalls auf alle Interfaces aus. Verfügt der Windows-Rechner nun über mehrere Schnittstellen, etwa LAN und DSL, so sind die Freigaben, die eigentlich nur im LAN erreichbar sein sollten, prinzipiell auch aus dem Internet erreichbar.
Das passiert, wenn bei einem XP-System mit installierten Service Pack 1 das Service Pack 2 installiert wird. Danach wird die alte Firewall-Konfiguration schlichtweg ignoriert beziehungsweise nicht richtig übersetzt.
Die Freigabe-Dienste sind unter XP SP1 prinzipiell an jedes Interface gebunden, vor dem Zugriff aus dem Internet schützt aber in der Regel automatisch die Internet Connection Firewall (ICF). Für LAN-Schnittstellen ist die ICF unter SP1 noch standardmäßig deaktiviert, sodass ein freigegebenes Laufwerk ohne weitere Konfiguration im lokalen Netzwerk erreichbar ist. Installiert man auf solch einem System Service Pack 2, so erkennt Windows die Laufwerksfreigaben und merkt sie sich in der Ausnahmeliste, damit gelten sie dann auch für das DFÜ-Interface. Datei- und Druckerfreigabe sollten aber nur für das lokale Subnetz gültig sein, egal ob nun LAN- oder DFÜ-Interface.
Der Nutzer muss also die Datei- und Druckfreigabe in der Ausnahmeliste auch deaktivieren und für das entsprechende LAN-Interface eigene Ports öffnen. Unter den erweiterten Netzwerkverbindungseinstellungen müssen dazu die TCP-Ports 139 und 445 sowie die UDP-Ports 137 und 138 hinzugefügt werden.

(16.09.04, Heise)

 

 

   Bald Kopiersperre in DVD-Playern

Ein neuer Sicherheitschip soll in Zukunft das illegale Kopieren von DVDs und Videofilme sowie ein Mitschneiden von geschützten Inhalten verhindern. Der "Secure Video Processor" (SVP) werde durch Software geschützte Inhalte von TV-Sendern, DVDs oder Online-Videotheken vor unrechtmäßiger Vervielfältigung oder Verbreitung bewahren, so die Firmen NDS, Thomson und STMicroelectronics.
Der Halbleiter-Produzent STMicroelectronics will die neuen Geräte mit SVP-Chips schon ab Anfang nächsten Jahres in Serie fertigen. Thomson plant, diese Bauteile in seine Unterhaltungselektronik-Geräte der nächsten Modellreihe einzubauen. Der US-Satellitensender DirectTV, ein Teil von Rupert Murdochs Medienkonzern, soll als erster Programmanbieter Inhalte mit der Kopiersperre liefern.
Der Bezahlfernseh-Zulieferer NDS hat eine digitale Rechteverwaltung für SVP entwickelt. Damit sollen sich die Rechte eines Abonnenten von Bezahlfernsehen oder Käufers von DVDs ganz oder teilweise einschränken lassen. Inhalte können jedoch nur auf Geräten mit SVP abgespielt werden. (15.09.04, Chip.de)

 

 

   Türkischer Wurm spricht zum Opfer

Anti-Viren Experte Sophos hat einen Computer-Wurm entdeckt, der versucht mit dem Nutzer des infizierten Rechners zu sprechen.
Der türkische Wurm "Amus-A" verbreitet sich über E-Mail und verwendet dabei in der Regel Betreffzeilen wie "Listen and Smile". Wird die die angehängte Datei ausgeführt, versucht sich der Wurm weiterzuverbreiten und verwendet die "Microsoft Speech engine" um folgenden Gruß vorzutragen:
"hamsi. I am seeing you. Haaaaaaaa. You must come to turkiye. I am cleaning your computer. 5. 4. 3. 2. 1. 0. Gule. Gule." (türk. für bye, bye)
Der Wurm ändert ua. auch die Startseite des Internet Explorers. Ausgenutzt wird dabei eine Sicherheitslücke, an deren Schliessung Microsoft zur Zeit noch arbeitet. (13.09.04, net-tribune)

 

 

   Trojaner liest PIN und TAN Nummern aus

Der Trojaner "Bizex-E" dringt über die seit drei Wochen bekannte Drag&Drop-Sicherheitslücke im Internet Explorer in Windows-Systeme ein. Verbreitet wird der Trojaner mittels einer E-Mail in der von einem Attentat auf den US-Präsidenten die Rede ist. Der in der Mail enthaltene Link führte auf eine Webseite (zur Zeit nicht mehr erreichbar), auf der eine Modifikation der bekannten Drag&Drop-Exploits dem Anwender beim Anklicken eines Bildes den Trojaner in den Startordner kopiert. Nach einem Neustart installiert sich der Trojaner im System und beendet erfolgreich installierte Anti-Viren Scanner. Danach nutzt er einige vom Internet Explorer Funktionsaufrufe, sodass er in HTTP-Requests enthaltene PINs und TANs mitlesen kann.

"Bizex-E" filtert dabei einfach nach dem Stichwort "TAN". Hat er eine TAN erwischt, unterbricht er die Browser-Verbindung zum Bank-Server und sendet die gesammelten Daten per FTP an einen Server im Internet (zur Zeit nicht mehr erreichbar).

Verwundbar sind auch XP-Systeme mit installierten SP 2. Ein Patch ist nicht verfügbar und auch die Virenscanner einzelner Hersteller erkennen den Trojaner erst seit kurzem. (11.09.04, Heise)

 

   bis zum 11.09. mache ich eine kleine Urlaubspause

 

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