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   RIAA: Erneut Klagewelle gegen P2P-Nutzer

Die Musikindustrie RIAA geht mit 744 Anzeigen gegen Nutzer von P2P Plattformen vor, wobei dieses mal nicht nur Kazaa Nutzer im Vordergrund stehen. Dieses mal sind ein grosser Teil der Verklagten Nutzer alternativer Filesharing-Plattformen, wie Gnutella (LimeWire) oder eDonkey. 152 Anzeigen richten sich gegen schon bekannte Nutzer, die trotz früherer Auseinandersetzungen weiterhin aktiv in den Tauschbörsen geblieben sind. Der verbleibende Teil der Klagen richtet sich "gegen Unbekannt". Erst die Staatsanwaltschaft kann nun die Herausgabe der Nutzer-Identitäten auf Basis der IP-Adresse von den Internet Providern verlangen. Grund der Ausweitung der Klagen auf weitere Netze ist das Ausweichen von Kazaa-Nutzern auf Alternativen. Nachdem beispielsweise das eDonkey-Netz in Europa bereits mehrere Monate die meisten Nutzer verzeichnet, wurde FastTrack in den USA erst kürzlich überrundet. (26.08.04, de.internet.com)

 

 

   "T-Online-Welcome-Paket" sorgt für Ärger

Kunden beschweren sich über Telefonrechnungen auf denen unerklärliche Grundgebühren für den Tarif Eco des Internet-Unternehmens T-Online auftauchen. Diese Kunden wurden regelmässig von Vermarktern der Telekom angerufen, die eine Erlaubnis erbaten, Informationsmaterial über T-Online zusenden zu dürfen, welches sich als das bereits im Juni 2004 von den Verbraucherschützern kritisierte unverlangt versandte T-Online-Welcome-Paket entpuppte. Obwohl die Kunden teilweise die Briefe weder öffneten, noch gar die darin enthaltenen Zugangsdaten für den T-Online Internetzugang eingaben, tauchte in der nächsten Telefonrechnung die Grundgebühren für den Eco-Tarif auf. Beschwerten sich die Kunden telefonisch bei der Telekom-Hotline, so versprach diese ihren Kunden den Betrag auf der nächsten Telefonrechnung wieder gutzuschreiben. Doch in vielen Fällen war das nicht der Fall, im Gegenteil, der Grundbetrag wurde erneut in Rechnung gestellt, wie die Verbraucher erbost feststellen mussten.
Betroffenen Kunden, die sich sicher sind, nie einen solchen Vertrag mit T-Online abgeschlossen zu haben, wird geraten, die Telefonrechnung um den Betrag zu kürzen und dies der T-Online mitzuteilen. In jedem Falle obliegt es T-Online, den angeblichen Vertragsschluss, wie auch die daraus folgenden Zahlungsansprüche nachzuweisen. (25.08.04, de.internet.com)

 

 

   DVD-Player werden spürbar teurer

Günstige Schnäppchen Angebote für DVD-Player um die 50 Euro wird es wohl zukünftig nicht mehr geben. Das liegt daran, dass 80 Prozent aller DVD-Player in China produziert werden, dort wurden bisher die Lizenzgebühren von 20 Dollar nicht gezahlt. Nach einem Abkommen mit Firmen des DVD-Forums müssten Exportgeräte gemeldet werden, bislang wurde dies in China schlichtweg ignoriert. Zwei grosse Herstellerfirmen haben bereits angekündigt die Produktion einzustellen, da diese sich bei den verhältnismässig hohen Lizenzgebühren nicht mehr lohnen würden. So werden gut ausgestattete Player um die 50 Euro zukünftig nicht mehr realisierbar sein.
Wer mit der Anschaffung eines Neugerätes liebäugelt, sollte jetzt zugreifen. Der Online-Versender Amazon bietet den Cyberhome DVD-402 für 45 Euro an. Das Gerät ist vom Regionalcode befreit und spielt DVDs aus allen Ländern ab. Der Medion MD 41095 für 44 Euro gibt RGB-Signale über die Scart-Buchse aus und beherrscht Progressive Scan.

Vollbildausgabe gibt es auch beim Yakumo DVD Master DX4, der als kleiner Geheimtipp gilt und für 59,95 Euro portofrei nach Hause kommt. Das Gerät spielt zusätzlich auch DivX und Xvid-Dateien ab. (23.08.04, Chip)

 

 

    Netzwerkproblem mit XP Service Pack 2

Microsoft hat jetzt einen Hotfix bereitgestellt, der einen Fehler im Service Pack 2 für Windows XP behebt. Ohne den Hotfix kann es bei Verbindungen auf das Loopback-Interface zu Problemen kommen, wenn eine andere Adresse als 127.0.0.1 dafür definiert ist. In einigen Fällen kann beispielsweise VPN-Software (Virtual Private Network) dadurch ihren Dienst versagen, allerdings dürften nicht viele Anwender davon betroffen sein.
Microsoft empfiehlt, den Hotfix nur zu installieren, wenn das Problem bereits aufgetreten ist. Andernfalls schlägt Microsoft in einem Knowledge-Base-Artikel vor, das nächste Service Pack abzuwarten. Der Hotfix steht nicht auf den normalen Seiten von Microsoft zum Download bereit: Anwender, die betroffen sind und den Patch benötigen, müssen sich mit dem Customer Support in Verbindung setzen. (20.08.04, Heise)

 

 

   Ungesicherte Systeme überleben online nur 20 Minuten

Sicherheitsexperten haben festgestellt, das ungesicherte Rechner nach durchschnittlich nur 20 Minuten Onlinezeit mit Schädlingen infiziert sind. Das gilt für Systeme, die ohne Sicherheitspatches, Firewall oder Virenscanner mit dem Internet verbunden werden. Dies wurde auch von anderen Sicherheits-Experten bestätigt. So schalteten die Administratoren der Universität von Massachusetts zwei PCs zu Testzwecken online. Beide waren nach weniger als 20 Minuten infiziert.
Wer keine Möglichkeit hat, Patches über einen gesicherten Rechner herunter zu laden und auf einem neuen System zu installieren, sollte vor dem Aufbau der ersten Internetverbindung zumindest weitgehende Sicherheitsmaßnahmen durchführen. Die Sicherheitsexperten empfehlen die Abschaltung der Windows-Verzeichnisdienste, die Aktivierung der Desktop-Firewall in Windows XP und die schnellstmögliche Installation des Service Pack 2. (18.08.04, de.internet.com)

 

 

   SP2 - Liste mit fehlerhaften Programmen online

Das Windows XP Service Pack 2 beinhaltet vor allem Verbesserungen für die Sicherheit des Systems. Diese Änderungen haben allerdings auch Einfluss auf die Funktionalität bei einer Vielzahl von Programmen, Kompatibilitätsprobleme wurden schon seit längerer Zeit befürchtet.

Microsoft hat jetzt eine Liste der Programme und Spiele veröffentlicht, die nach der Installation des ServicePacks gar nicht mehr funktionieren oder Fehler aufweisen. Viele der Probleme treten auch in Verbindung mit Einstellungen der geänderten Windows Firewall auf. Vielfach haben die Hersteller aber schon reagiert und bieten Updates auf den Supportseiten an. (15.08.04, Microsoft)

 

 

   Nero 6: Kompatibilitätsprobleme mit SP2 behoben

Ahead hat Updates für die Module seines beliebten Brennprogramms Nero Burning ROM zum Download bereitgestellt. Die einzelnen Module, darunter auch Nero Express, hatten Kompatibilitätsprobleme mit dem Service Pack 2 für Windows XP, die mit den Updates behoben werden.
Neben dem nun integrierten Support neuer Brenner hat Ahead einige Fehlerkorrekturen an den Tools vorgenommen. So sollen ein Problem beim Brennen von Video-CDs mit Nero gelöst sein, bestehende Daten auf mehrfach beschreibbaren DVD-RWs ersetzt werden können und zweischichtige DVD+R9-Medien nun besser unterstützt werden.
Das abgespeckte Nero Express brennt nun auch mehr als zwei Session auf eine CD und unterstützt bei Musik-CDs auch durch ein "Digital Rights Management" geschützte Audio-Dateien. Der im Download-Bündel von Nero 6 enthaltene Wave Editor soll zudem Musik im Format Windows Media Audio (WMA) jetzt beim ersten Mal wiedergeben können. (14.08.04, Chip.de)

 

 

   Trojaner "Lefeat.K" installiert Adware

Antivirenspeziallist Sophos warnt vor einem neuen Trojaner, der in den letzten zwei Tagen verstärkt die Runde macht. "Lefeat.K", bei anderen Antivirenfirmen auch "Agent.AP" genannt, trägt sich in die Windows Registrierung ein und wird dadurch bei jedem Systemstart neu geladen. Bisher ist noch nicht bekannt, wie der Schädling sich verbreitet. Er versucht von verschiedenen Webseiten Adware in Form von EXE- und DLL-Dateien herunter zu laden und diese auf dem befallenen System zu installieren. Schutz bietet ein aktualisiertes Antiviren Programm. (14.08.04, vunet)

 

 

   XP Service Pack 2 auch für Raubkopien

Microsoft hat seine Meinung geändert und wird nun auch illegalen Kopien von Windows XP die Installation des Service Pack 2 erlauben. Auch die nunmehr auf Version 2182 aktualisierte Windows Update 5-Seite wird sich nicht länger nachweislich einschlägig bekannten Produktkeys verschließen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Microsoft sich nicht im klaren darüber ist, welcher Produktkey legal ist und welcher nicht. Windows Update V5 konnte in bisherigen Versionen Raubkopien ohne weiteres (am Produktkey) identifizieren.
Microsofts Sicherheitsdirektor Gary Share begründete den Sinneswandel von Microsoft, dass man die Sicherheit des weltweiten Netzes vor dem Interesse stelle, einige Raubkopierer die Installation des SP2 zu verweigern.
Gerade in jüngster Zeit nutzten viele Angreifer ungeschützte Windows XP-Systeme um mit diesen Angriffe gegen andere Rechner zu starten. Gerade Mydoom hat hier für eine erhebliche Belastung des Internets geführt und dabei erst kürzlich Suchmaschinen in die Knie gezwungen. (10.08.04, ComputerBase)

 

 

   Sicherheitslücke im AOL Instant Messenger

Eine Sicherheitslücke wurde jetzt im AOL Instant Messenger (AIM) entdeckt, über die sich beliebiger Code ausführen lässt. Das Problem steckt in der Behandlung der Away-Nachrichten: Eine überlange Nachricht (etwa 1024 Byte) löst einen Stack-Overflow aus. Ein Angreifer kann dies ausnutzen, indem er eine Website mit speziellen AIM-Links ausstattet (URI: aim://) und so speziell präparierte Away-Nachrichten übergibt.
Der Fehler, entdeckt von Ryan McGeehan wurde der Sicherheitsseite secunia.com gemeldet und auch bestätigt, allerdings für die aktuelle englische Version 5.5.3595, es könnten aber auch ältere Versionen betroffen sein. Möglicherweise ist auch die aktuelle deutsche Version 5.1 anfällig. Zusätzlich zu diesem Fehler entdeckte McGeehan noch einige andere Schwachstellen in AIM, die dazu führen können, dass das System vollständig ausgelastet wird (Denial of Service). AOL wurde laut Secunia informiert, aber hat noch nicht reagiert, einen Patch gibt es derzeit noch nicht. (09.08.04, Heise)

 

 

    ServicePack 2 für XP ist fertig gestellt

Microsoft hat nun bekannt gegeben, man habe die Bugfix-Sammlung und Funktionserweiterung für XP jetzt für die Produktion freigegeben. Bisher gibt es noch keinen Downloadlink, auf der Seite für die Updates zu Windows XP soll das Service Pack 2 aber in Kürze auftauchen.
Im Verlauf der nächsten zwei Monaten will Microsoft das Service Pack 2 nach und nach in insgesamt 25 Landessprachen bereitstellen.
Eine Bestellseite für die SP2-CDs ist schon geschaltet, Microsoft hat diese aber bis zur endgültigen Verfügbarkeit der CDs (25. August für die englischsprachige, 1. September für die deutschsprachige Version) erst einmal nur als Hinweisseite gestaltet.
Windows XP ist dieses Mal keine reine Bugfix-Sammlung, sondern soll vor allem für mehr Sicherheit sorgen. Enthalten sind dafür etwa eine leistungsfähigere Firewall, die standardmäßig auch bei lokalen Netzwerkverbindungen aktiv sein wird. Den Internet Explorer ergänzt das SP2 um Add-On-Manager, Popup-Blocker sowie "sicherere" Standardeinstellungen. Die RPC-Schnittstelle -- Einfallstor des Blaster-Wurms -- soll künftig keine Verbindungen von unbekannten Netzwerkteilnehmern mehr entgegennehmen. Auch vor Buffer Overflows soll das SP2 besser schützen, unter anderem durch data execution prevention, die spezielle Funktionen von AMD- und neueren Intel-Prozessoren nutzt, um das Beschreiben von Speicherbereichen strikter zu kontrollieren. (08.08.04, Heise)

 

 

   Jetzt auch Pentium 4 mit 64 Bit

Nach dem Server-Chip "Xeon" ist auf der Intel-Website ein Workstation-Chip aufgetaucht, der ebenfalls AMDs 64-Bit-Erweiterung unterstützt. Der deutschen PR-Abteilung von Intel ist der Chip noch unbekannt.

"Mir ist nicht bekannt, dass dieses Produkt schon offiziell vorgestellt wurde" so Intels Pressechef Hans-Jürgen Werner.
Der Pentium 4 mit EM64T oder besser AMD64 soll laut den Informationen auf der Website als Sockel 775-Version mit den Taktfrequenzen 3,2, 3,4 und 3,6 GHz verfügbar sein. Damit passt er in gängige Mainboards mit Intel-Chipsatz 925x. Der Frontsidebus liegt wie bei der jetzigen Variante ohne 64-Bit bei 800 MHz. Der Prozessor trägt als Unterscheidungsmerkmal die Bezeichnung F am Ende der GHz-Zahl. (04.08.04, ZDNet)

 

 

   Oft falsche Informationen für Kranke im Internet

Experten warnen vor Informationsmaterial zum Thema "Alternativen zur Krebstherapie" im Internet. So sollen 10 Prozent der Webseiten zu diesem Thema dem Patienten nicht nur falsche, sondern teilweise auch gefährliche Informationen geben. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universitäten von Exeter und Plymouth gekommen, wie das Wissenschaftsmagazin Nature berichtete.
"Menschen sollten darüber informiert werden, dass die Ratschläge auf diesen Websites nicht gut gemeint sind und sollten Spezialisten zu Rate ziehen", so der Studienleiter Edzard Ernst, Komplementärmediziner an der Peninsula Medical School. Etwa 55 Prozent der Internetnutzer beziehen Informationen aus den Medizin Webseiten. Besonders Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie Krebs nutzen die Informationsquelle Internet, um mögliche alternative Therapien zu finden. Die Anzahl der Homepages, die sich mit alternativen Gesundheitsmethoden befassen, wird auf etwa 500.000 geschätzt, wobei die Qualität zwischen gut und fragwürdig schwankt.

Als besonders kritisch bewertet der Wissenschaftler die Aussagen der Homepages, die von den herkömmlichen Krebstherapien, Chemo- und Radiotherapien, abraten. Eine Webseite fordere Patienten sogar zum "Ungehorsam" gegenüber den behandelnden Ärzten auf. (03.08.04, ZDNet)

 

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