|
Trojaner nutzt IE-Sicherheitslücke
Ein neues Trojanisches Pferd installiert sich mit Hilfe eines Pop-Up
Fensters und nutzt dabei eine Sicherheitslücke im Internet Explorer
aus.
Auf einem befallenen System werden die Anmeldeinformationen der Deutschen
Bank, der Sparkasse, der Citibank sowie der Landesbank Baden-Württemberg
und des Deutschen Investment-Trusts beim Online-Banking abgefangen.
Das Trojanische Pferd fängt Post- und Get-Befehle ab, bevor diese vom
Internet Explorer per SSL verschlüsselt und an die Bankenwebseiten gesendet
werden. So erlangt das Trojanische Pferd alle Daten, um sich per Online-Banking
in fremden Konten austoben zu können.
Der Trojanischer gelangt über Pop-Up-Werbung auf fremde Systeme und
macht sich eine bekannte Sicherheitslücke im Internet Explorer bei der
Ausführung von chm-Dateien zu Nutze. Auf einem von dem Trojanischen
Pferd befallenen System findet man die Datei img1big.gif, die sich als
Grafikdatei tarnt. Tatsächlich verbirgt sich darin aber eine ausführbare
Windows-Datei, welche vermutlich über das oben genannte Sicherheitsleck
im Internet Explorer gestartet wird. In der vermeintlichen Grafikdatei
steckt zudem eine dll-Datei, die sich unter zufällig gewähltem Namen
im Verzeichnis C:\Windows\System32\ als "Browser Helper Object" (BHO)
ablegt. (30.06.04, golem.de)
Sun lässt den Tiger los
Das neue Java 1.5, Codename "Tiger" verspricht in manchen Bereichen
eine bis zu dreißigfache Beschleunigung gegenüber der Vorgängerversion.
Eines der Faktoren auf die
Sun bei der neuen Java-Version
Priorität gelegt hat, war die Erhöhung der Sicherheit der Software.
Neu hinzu kommt ein grafisches Entwicklungstool namens Studio Creator.
Das neue Java 1.5 soll laut Sun der bedeutendste technologische Fortschritt
in der Geschichte von Java sein. (28.06.04,
derstandard.at)
Neue Trojaner beinhalten Dialer
Eine neue Welle von Schädlingen aktivieren auf infizierten Rechnern
die Modem-Verbindung und wählen den PC mit teuren Telefonnummern ein.
Diese Trojaner nisten sich heimlich im PC ein und können die Einstellung
verändern, mit der sich der Rechner ins Internet einwählt. "Sobald der
Anwender versucht, eine Internetverbindung herzustellen, wird eine Telefonnummer
mit Premium-Raten angewählt, statt des herkömmlichen Zugangs-Codes des
Internetproviders", so Anti-Viren Hersteller Sophos. "Häufig sind diese
Dialer so installiert, dass sie sofort Zugang auf pornografische Websites
erzwingen. Doch es kann auch weniger offensichtlich sein, wie ein Trojaner
die Computereinstellungen verändert hat." Es wird geraten den Virenschutz
zu aktualisieren und auf der Hut zu sein, welche Software man installiert.
25.06.04,
teltarif.de)
Webseiten installieren Trojaner über IE
In immer mehr Webseiten großer Unternehmen oder populärer Web-Angebote
ist Scriptcode eingebettet, der ein Trojanisches Pferd auf dem Rechner
des Besuchers installiert. Betroffen sind Nutzer eines Internet Explorer,
der nicht mit den letzten Sicherheits-Patches versehen ist. Bisher hat
die Bedrohung noch nicht die Ausmaße einer Epidemie angenommen, eine
stärkere Verbreitung des schädlichen Codes ist jedoch vorauszusehen,
so Symantec, Hersteller von Anti-Viren Software.
In letzter Zeit wurden vermehrt zahlreiche große Webserver von Eindringlingen
gehackt. Wo es sonst eher üblich war, seinen Namenszug zu hinterlassen,
um in der Szene Annerkennung zu ernten, wurde jetzt vermehrt eine Weiterleitung
über einen russischen Server hinterlassen. Wird diese in einen ungepatchten
Internet Explorer geladen, installiert sich über zwei Sicherheitslücken
im Browser der Trojaner. Dieser bringt unter anderem einen Keylogger
mit, der alle Tastenanschläge des Nutzers aufzeichnet. Aus den Aufzeichnungen
können unter anderem Passwörter und Konto-Daten extrahiert werden. Weiterhin
öffnet das Programm eine Hintertür, über die der Urheber des Schädlings
auf den infizierten Rechner zugreifen kann. (25.06.04,
de.internet.com)
UDSL-Turbo: Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s
Texas Instruments hat eine neue DSL-Technologie mit hoher Bandbreite
vorgestellt, die abwärtskompatibel mit bestehenden Infrastrukturen ist.
UDSL soll DSL-Breitband auf ein Niveau bringen, das die Übertragung
von HDTV ermöglicht.
Erweiterte Videodienste sowie Sprache und Daten
können damit mit begrenztem Einsatz von Glasfaserkabeln direkt in die
Haushalte geliefert werden. Das Konzept basiert auf ein Glasfasernetz,
das vom Betreiber bis zu den Knotenpunkten verlegt sein muss. Von dort
aus wird der Kunde mit den vorhandenen Kupferkabeln an das Netz angeschlossen.
Der Radius um die Knotenpunkte beträgt dabei 1.800 Meter. Mit der UDSL-Architektur
können Betreiber ihren Kunden nicht nur die Dreifach-Kombination von
Sprach-, Video- und Datendiensten anbieten, sondern gleichzeitig Investitionskosten
sparen, da UDSL alle ADSL- und VDSL-Standards unterstützt und nur begrenzte
Investitionen in Glasfaser erfordert. (22.06.24,
presstetext.de)
Mozilla: Sicherheitsrisiko durch Browser-Plug-ins
Lange Zeit galt der Internet Explorer, aufgrund der zahlreichen Sicherheitslücken,
als ein eher unsicherer Browser. Deshalb sind immer mehr Anwender dazu
übergegangen, Alternativen, wie Mozilla oder Firefox, zu nutzen. Mittlerweile
nimmt aber auch die Zahl der Webseiten zu, die auch Lücken in diesen
Browsern aktiv ausnutzen.
So können untergejubelte Browser-Plug-ins
und Erweiterungen auch den Mozilla unter Umständen offen wie ein Scheunentor
machen. Zuviel Vertrauensseligkeit und zuwenig Eigenverantwortung des
Users ist hier gleichermassen der Hauptgrund für trügerische Sicherheit.
(18.06.04, Heise)
RC2 des SP2 für XP zum Download freigegeben
Seit heute ist das Release Candidate 2 des SP2 für Windows XP bei Microsoft
zum Download freigegeben. Auf der
Microsoft Webseite kann man sich die 260 MB grosse deutsche und
englische Versionen und weitere diverse Informationen abholen. Ungewöhnlich
ist, dass der RC2 nicht nur als Gesamtpaket heruntergeladen werden kann,
sondern auf Wunsch auch per Windows-Update zur Verfügung steht. Damit
reduziert sich der Download auf rund 100 MByte.
Voraussetzung für dieses Vorgehen ist, dass man zuvor auf
Windows
Update Version 5 aufrüstet, welches sich derzeit noch in der Beta-Phase
befindet. Zudem muss man erklären, dass man registrierter Beta-Tester
ist. Das RC 2 sollte jedoch nicht leichtfertig installiert werden. Wie
bei allen Release Candidate- oder Beta Versionen ist keine Fehlerfreiheit
gewährleistet. Probleme sind also nicht auszuschliessen. (16.06.04,
Heise)
Sober.H verschickt rassistische Spam-Mails
Seit Donnerstag verschickt ein neuer Schädling Spam-Mails mit rassistischen
Inhalten. Der Schädling, von dem Anti-Viren Softwarehersteller F-Secure
"Sober.H" genannt, verbreitet sich nicht selbst, sondern wird von dem
Mass-Mailing-Wurm Sober.G als 59747 Byte große Datei "doerkggg.exe"
nachgeladen.
Sober.H verfügt über eine eigene SMTP-Engine zum versenden
seiner mitgebrachten Spam-Mails. Nachdem der neue Schädling von Sober.G
aktiviert ist, gibt er seinem Vorgänger das Signal sich zu deaktivieren,
indem er bestimmte Dateien ohne Inhalt erzeugt. Dann macht sich Sober.H
daran, den Wirtsrechner nach E-Mail-Adressen zu durchforsten, an die
er seine politisch rechts angesiedelten Botschaften, nicht aber sich
selbst verbreiten kann.
Wie sein Vorgänger Sober.G verfügt Sober.H über eine Routine zum Nachladen
einer neuen ausführbaren Datei. Er kann vom Host people.freenet.de die
Datei "winhlpx32ll.exe" herunterladen und ausführen. In regelmäßigen
Abständen durchsucht der Schädling seinen Wirtsrechner nach der Datei
"sysmms32.lla". Wenn er diese Datei findet, deinstalliert er sich selbst.
Befindet sich die Datei bereits vorher dort, installiert er sich gar
nicht erst. (13.06.04,
Heise)
Erstmals Deutscher P2P-Nutzer verurteilt
Zum ersten Mal ist auch in Deutschland ein illegaler Musikanbieter einer
Internet-Tauschbörse verurteilt worden. Der 23- Jährige muss Schadenersatz
von 8000 Euro und eine Strafe von 400 Euro zahlen, teilte das Landgericht
Cottbus mit. Nach Angaben der Deutschen Phonoverbände habe der Auszubildende
tausende Musiktitel über die Tauschbörse Kazaa angeboten. Bei einer
Durchsuchung seien 6000 MP3-Dateien beschlagnahmt worden. (08.06.04, Yahoo)
Wieder neue Lücken im Internet Explorer
Erneut sind Fehler im Internet Explorer 6.0 bekannt geworden, die es
Angreifern ermöglichen, beliebigen Code auf das System eines Opfers
zu laden und auszuführen. Diese Fehler sollen bereits von einigen Webseiten
aktiv ausgenutzt werden. Dabei reiche der Besuch einer Webseite ohne
weitere Benutzerinteraktion aus, um unbemerkt Trojaner und Adware installiert
zu bekommen.
Der bereits durch frühere Veröffentlichungen zu Sicherheitslücken in
Microsofts Browser bekannte Sicherheitsspezialist Jelmer analysiert
in seinem Advisory detailliert die Funktion des neuen Angriffs, der
aus einer Kombination mehrerer alter und mindestens zwei bisher unbekannter
Lücken im Internet Explorer 6.0 besteht. Der mehrstufige Exploit lädt
unter anderem besonders codiertes JavaScript auf das System, um die
Arbeitsweise zu verschleiern und Virenscanner auszutricksen. Außerdem
setzt er diverse Tricks ein, um den eigentlich zur Internet-Zone gehörenden
Code in der lokalen Zone, die standardmäßig fast keine Sicherheitseinschränkungen
kennt, auszuführen. (08.06.04,
Heise)
Neuer Wurm "Korgo" befällt Windows-Systeme
Eine ganze Wurmfamilie, "Korgo A. bis F." nutzt die durch "Sasser" bekannt
gewordene LSASS-Sicherheitslücke und verbreitet sich rasant. Damit stellt
sich so langsam die Frage, warum auf so vielen Windows Systemen das
Patch gegen die LSASS-Lücke nach den verheerenden Auswirkungen durch
Sasser und Co in der Vergangenheit immer noch nicht installiert ist.
"Korgo.F" hat jedenfalls bei Symantec bereits die Risikostufe 3 erreicht,
der Hersteller stellt auch schon ein Removal-Tool zur Verfügung. W32.Korgo.F
infiziert Rechner über Port 445 und öffnet Hintertürchen auf den Ports
113, 3067 und weiteren zufälligen. Darüber hinaus versucht er sich mit
verschiedenen IRC-Servern auf Port 6667 zu verbinden, um Kommandos entgegenzunehmen.
(03.06.04, Heise)
Microsoft: Patent auf den Doppelklick
Microsoft zeigt, dass man sehr sorgfältig auf eigene Ideen achtet und
hat sich den Doppelklick patentieren lassen. "Eine Methode und System
zur Erweiterung der Funktionalität von Anwendungsknöpfen eines Computer-Gerätes
mit begrenzten Ressourcen", so wird es im Patent mit der Nummer: 6.727.830
beschrieben. Als Erfinder werden Charlton E. Lui und Jeffrey R. Blum
genannt. Dass der Griff zur Maus damit künftig lizenzpflichtig wird,
ist zur Zeit aber noch nicht zu befürchten. (03.06.04,
vu.net)
Telekom will Kundendaten von Internetnutzern
Die Telefonauskunft der Telekom soll zukünftig auch Auskünfte über E-Mail-
und Domain-Adressen geben können. So will die Telekom das leicht schwächelnde
Geschäft für derartige Dienste wieder ankurbeln. Allerdings stösst die
Art und Weise, wie die Telekom an die benötigten Kundendaten kommen
will, auf allgemeine Empörung bei Providern und Konkurrenten. So sollen
Netzprovider ohne große Umstände angehalten werden, "Kundenadressen
(mit und ohne geschäftlichen Bezug) für die elektronische Datenübermittlung
(z.B. E-Mail-Adresse und/oder Domain-Namen) zur Veröffentlichung in
den Voiceauskünften der Deutschen Telekom AG, T-Com" zu übergeben.
Außer Einzelheiten, in welchen Formaten die Daten gewünscht werden,
fehlen weitere Erklärungen über den Grund der "Anfrage". Der "Datenbeschaffer"
der Telekom-Festnetzsparte T-Com, Michael Staats, verweist nur darauf,
dass die Veröffentlichung der Datensätze mit den elektronischen Adressen
für die Provider "kostenfrei" sei. Das ohne Zustimmung des Kunden der
Provider die gewünschten Daten gar nicht herausgeben dürfen, scheint
die Telekom dabei nicht zu stören. (01.06.04,
Heise)
Login-Sicherheitslücke bei Win 2000
In Windows-2000-Netzwerken ist das Login an einem Arbeitsplatzrechner
auch möglich, wenn das Passwort schon abgelaufen ist. Der Fehler tritt
aber nur dann auf, wenn der vollständige Name des Netzwerk-Rechners
[Fully Qualified Domain Name] genau acht Zeichen lang ist. Betroffen
sind Windows 2000 Advanced Server, Windows 2000 Professional und Windows
2000 Server.
Microsoft hat zwar bereits einen Hotfix bereit gestellt, weist aber
darauf hin, diesen nur bei Auftreten des Problems zu installieren, da
er noch nicht ausgetestet ist. Der Hotfix ist nur über den telefonischen
Support [Tel. 01 50222 22 55] erhältlich.
Netzwerke, die von dem Fehler bisher verschont geblieben sind, sollten
nach Empfehlung Microsofts erst mit dem nächsten Service Pack für Windows
2000 gepatcht werden. (01.06.04,
futurezone.orf)
|