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Windows XP Service Pack 2 erst im Herbst
Seit langem wird es schon erwartet, das Service Pack 2 für
Windows XP, macht es doch das Installieren zahlloser Einzelpatches entbehrlich.
Bisher wurde im Laufe des Sommers mit dem Erscheinen des SP2 gerechnet,
Microsoft hatte doch keinen offiziellen Termin zur Veröffentlichung
genannt. Eine Äußerung von Richard Kaplan, dem Leiter der Bereiche Sicherheit
und Technologie-Marketing von Microsoft, brachte jetzt US-Quellen dazu,
über eine Verschiebung der Veröffentlichung bis in den September zu
berichten.
Anlässlich einer Präsentation am Konzernstandort Redmond hat Microsoft
die künftigen Sicherheitsstrategien des Hauses vorgestellt. Dort erläuterte
Kaplan die Neuerungen des zweiten XP-Service-Pack und erwähnte dabei
angeblich ein geplantes Erscheinungsdatum im September des Jahres –
im offiziellen Transkript auf Microsofts Web-Seiten ist hingegen nur
von "veröffentlicht im dritten Quartal" die Rede. Es wird Zeit, dass
Microsoft einen konkreten Termin nennt. Zwischenzeitlich wurde immerhin
bekannt, dass die Redmonder rund 300 Millionen US-Dollar für die Markteinführung
des Service Pack aufwenden wollen. (29.05.04,
Heise)
Erster Virus speziell für 64-Bit-Systeme
Mit "Rugrat" ist der erste Schädling aufgetaucht, der sich auf Windows
in der 64-Bit-Variante spezialisiert hat. Er befällt auführbare Dateien
und ist weder verschlüsselt noch polymorph. An infizierte Files hängt
Rugrat den Text "Shrug - roy g biv" an.
Laut Sicherheitsexperten ist Rugrat nur ein erster Beweis dafür, dass
spezielle 64-Bit-Viren möglich sind, also ein "Proof of Concept". Große
Gefahr gehe nicht von ihm aus. Der Virus ist in Assembler-Code für Intels
Itanium geschrieben, befällt also auch nicht die AMD64-Version von Windows.
Der Schädling soll jedoch auch in Emulations-Software auf 32-Bit-Maschinen
laufen. Bei der Untersuchung des Virus sollen Ähnlichkeiten zu dem 32-Bit-Virus
"Chiton" festgestellt worden sein. (29.05.04,
Chip)
Billiges Digicam "Schnäppchen" bei Aldi
Aldi Süd verkauft ab dem 1. Juni eine 4-Megapixel-Digitalkamera für
129 Euro. Im Angebot enthalten ist ein Akkusatz mit Ladegerät, Bildbearbeitungssoftware
und eine 32 MByte große SD-Speicherkarte. Die "Traveler DC4000" verfügt
außerdem über ein 2fach-Digitalzoom und ein 1,5 Zoll großes Farbdisplay.
Was aber zunächst wie ein höchst verlockendes Angebot klingt, entpuppt
sich jedoch schnell als minimalistisches No-Name-Produkt: Autofokus
oder gar ein Zoom-Objektiv? Fehlanzeige, eingebaut ist eine winzige
Fixfokus-Festbrennweite mit mechanischem Makro-Schieber. (27.05.04,
Heise)
Tipp: Besser
hier nach wirklich günstigen Angeboten schauen!
F-Secure patzt beim Sober-Wurm
Die Antiviren-Software F-Secure erkennt in verschiedenen Versionen
den Wurm Sober in den Varianten D und G nicht zuverlässig. Der Hersteller
hat bereits reagiert und passende Patches zur Abhilfe bereitstellt.
F-Secure rät allen Anwendern, die Patches unverzüglich zu installieren.
Für Anti Virus Client Security der Versionen 5.50 und 5.52 sowie für
Anti Virus for Workstations in den Versionen 5.41 und 5.42 bietet F-Secure
Patches zum Download an, damit die Würmer Sober.D und Sober.G wieder
korrekt erkannt werden. Das Service Release für Anti Virus Client Security
5.50 und 5.52 enthält den Patch bereits und muss auf solchen Systemen
nicht mehr installiert werden. (26.05.04,
Golem)
Neuer Wurm "Bobax" gefährlicher als "Sasser"
Nach "Sasser", der Rechner allein durch die Verbindung in das Internet
infiziert, kursiert nun mit "Bobax" wieder ein Wurm, der dazu die gleiche
Sicherheitslücke nutzt.
Der Schädling nutzt die gleiche Sicherheitslücke namens «LSASS» aus,
die Microsoft bereits Mitte April per Windows-Update geschlossen hatte,
das Sicherheitsupdate wird dringend empfohlen. Der Wurm geht dabei jedoch
geschickter vor, als "Sasser". So überprüft er über einen Portscan zunächst,
ob ein Rechner tatsächlich mit Windows XP läuft. Da der Port 5000 standardmässig
nur bei Windows XP freigegeben ist, findet "Bobax" so zuverlässig das
richtige Betriebsystem heraus. Das ständige Abstürzen von Windows unterbleibt
daher, im Gegensatz zu "Sasser". Der neue Wurm scheint der Spam-Verbreitung
zu dienen, er schleust in Windows eine Hintertür ein, die von Müllmail-Versendern
genutzt werden könnte. Befallene Rechner versuchen außerdem, den passenden
Code aus dem Internet nachzuladen, was auch andere Formen der Fernlenkung
ermöglicht. Die Verbreitungsrate von "Bobax" ist derzeit noch unklar.
Ein "Bobax" ähnlicher Wurm ist zudem "Kibuv.B". Auch er scannt den Port
5000 nach infizierbaren Rechnern. Zusätzlich zur LSASS-Lücke nutzt er
insgesamt sechs weitere Methoden, sich zu verbreiten, darunter ein Sicherheitsloch,
das der Wurm "Sasser" selbst verursacht. Er soll daher zumeist bereits
infizierte Rechner befallen. (19.05.04,
Netzeitung)
Wurm überschreibt Windows Media Player
Ein neuer Schädling verbreitet sich unter dem Namen "Wallon" im Internet
und hat vor allem in Deutschland schon zahlreiche Rechner befallen.
Der Massen-Mail-Wurm nutzt die MHTML-Schwachstelle des Programms Outlook
Express aus, um Dateien ohne Wissen des Benutzers herunterzuladen. Gegen
diese Sicherheitslücke bietet Microsoft bereits seit einem Monat einen
Patch zum Download an. Ungeschütze Systeme versucht der Wurm über eine
harmlos wirkende HTML-E-Mail anzugreifen. In dieser E-Mail ist nichts
weiter zu finden, als ein Link auf eine Yahoo-Webseite, von der man
allerdings automatisch auf eine andere Webseite umgeleitet wird.
Die Komponenten des Wurmes werden dort automatisch auf das System des
Benutzers geladen. Anschließend versucht der Wurm eine Pornoseite zu
öffnen oder ein Adware-Programm zu laden. Nach der ersten Ausführung
erscheint auf dem Bildschirm des Opfers eine Windows-Fehlermeldung.
Der Wurm überschreibt auch die Datei wmplayer.exe des Windows Media
Player. Möchte man nun den Media Player starten, wird stattdessen der
Wurm aktiv. Er versendet sich automatisch über Outlook Express an alle
E-Mail-Adressen, die er auf dem infizierten Rechner findet. Hinweise
zum Entfernen des Schädlings, liefert TrendMicro auf seiner Webseite.
Der Windows MediaPlayer muss nach der Entfernung des Wurmes in jedem
Fall neu installiert werden. (15.05.04,
Onlinekosten.de)
Virus verbreitet sich durch Bitmap-Datei
Ein neuer Schädling verbreitet sich durch eine Bilddatei (.BMP) und
nutzt eine Sicherheitslücke im Internet Explorer 5 und 5.5 aus.
Der Virus wird ausgeführt, sobald die Bilddatei geöffnet wird. Die Schwachstelle
besteht in einem Buffer Overflow, der nach der Veröffentlichung des
Windows Quellcodes gefunden wurde. Ein ähnlicher Fehler wurde Ende Februar
im EMF-Format (Enhanced Metafile) entdeckt, der mit MS04-011 gestopft
wurde. Der Internet Explorer 6, seit XP Bestandteil von Windows, hat
diese Sicherheitslücke nicht. Der von Kaspersky "Agent" getaufte Schädling
ist für deutsche Nutzer allerdings ungefährlich, da er das Sicherheitsloch
nur in russischen Windows-Versionen ausnutzen kann. (15.05.04,
Heise)
XP Sevice-Pack 2 nicht für Raubkopien
Einer Meldung zur Folge soll das Service Pack 2 für Windows XP auch
problemlos auf raubkopierte Versionen laufen. Die wurde von Microsoft
jetzt dementiert. Die "ComputerTimes zitierte am Montag einen Microsoft-Manager.
Meldung: "Wir entwickeln ständig neue Technologien, um Raubkopierer
zu bekämpfen. Beim Service Pack 2 machen wir jedoch eine Ausnahme".
Jetzt erfolgte Von Microsoft die Richtigstellung: Das SP2 wird vor der
Installation sehr wohl die Produkt-ID [PID] prüfen und für den Fall,
dass diese sich auf einer Liste mit "Piraten-PIDs" findet, die Installation
verweigern.
Das kann allerdings eingestandenermaßen nicht verhindern, dass raubkopierte
Versionen etwa mit Gruppen-PIDs von Firmen mit dem SP2 versehen werden.
Microsoft will mit dieser Richtigstellung das "Missverständnis klären"
und legt Wert darauf, dass man nicht in der Sache "zurückrudert". (11.05.04,
futurezone.orf)
"Sasser" Wurm nutzt Sicherheitslücke
Ein neuer Computerwurm kursiert im Internet und infiziert weltweit Rechner
mit Betriebssystemen von Microsoft. Der Wurm "Sasser" sucht ans Internet
angebundene Computer nach dem Zufallsprinzip und nutzt eine Sicherheitslücke
in Windows Betriebssystemen aus, um die Systeme zu infizierten. Befallene
Computer machen ohne ersichtlichen Grund mehrfach hintereinander einen
Neustart.
Der Wurm nutzt die so genannte LSASS-Lücke (Local Security Authority
Subsystem Service) in den Betriebssystemen Windows XP und Windows 2000
aus, um durch einen Buffer Overrun das System zu infizieren.
Bereits hunderte von Anwendern beklagen sich seit dem Wochenende darüber,
dass Windows, wie zuletzt bei der Blaster-Attacke vom vergangenen August,
einen schweren Fehler meldet und automatisch einen Neustart durchführt.
Dem kalifornischen Virenschutzunternehmen Symantec zufolge befällt "Sasser"
keine Computer mit den Windows-Betriebssystemen vom Typ 95, 98, ME und
NT. Auch andere Betriebssysteme wie Linux, McIntosh, Novell Netware
und OS/2 Unix seien nicht betroffen.
Microsoft war die Sicherheitslücke bekannt und hatte dafür vor einigen
Wochen den Sicherheitspatch MS04-11 angeboten. (03.05.04, AOL)
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