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   Mit 300 MHz schneller als 2 GHz Rechner

Das kalifornische Unternehmen "Stretch" hat einen Prozessor vorgestellt, dessen Befehlssatz sich während des Betriebes erweitern lässt. Möglich macht das laut Hersteller ein 32-Bit-Kern mit RISC-Architektur (Reduced Instruction Set Computing), der um ein frei programmierbares ISEF (Instruction Set Extension Fabric) ergänzt wurde. Dabei werden die Leistungsanforderungen einer Anwendung ständig analysiert. Daraufhin erweitert ein spezieller Compiler den Befehlssatz. So lassen sich Rechenoperationen, die ein herkömmlicher RISC-Prozessor in tausende Einzelschritten aufteilen muss, innerhalb eines CPU-Taktes ausführen. Vorteile entstehen damit vor allem beim Einsatz von Verschlüsselungssoftware und beim Verarbeiten digitaler Videos. In Tests habe der mit 300 Megahertz getaktete Prozessor "S5000" herkömmliche mit 2,0 Gigahertz getaktete Prozessoren übertroffen. Der S5000 soll noch dieses Jahr zu Preisen zwischen 35 und 100 Dollar in den Handel kommen. (28.04.04, Computerwoche)

 

 

   McAfee VirusScan - ActiveX-Controls unsicher

Weil der Virenscanner von McAfee auf Windows-Systemen unsichere ActiveX-Controls installiert, können Fremde Zugriff auf die Registry erhalten. Das Opfer muss dazu nur mit dem Internet Explorer 6 (Standard-Sicherheitseinstellungen) eine Webseite aufrufen, in dem entspechender Scripting-Code enthalten ist. Jonathan Payne, Entdecker der Lücke, hat dazu folgenden Code veröffentlicht, der zu Demonstrationszwecken Informationen zum Desktop-Hintergrundbild ausgibt:
<html>
<object classid="clsid:4C29D864-C55A-46DD-865C-17A1B7CC1A1A" id="gobjReg"
style="display: none;">
</object>
<h1>McAfee installer test
<script language="vbscript">
document.write( _
gobjReg.RegQueryValue( "HKCU\Control Panel\Desktop", "Wallpaper") _
)
</script>
</html>
Ersetzt man Schlüssel und Wert etwa durch:
"HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters", "DhcpNameServer"
so lässt sich der Nameserver des Netzwerkes abfragen, an das der Client angeschlossen ist. Angreifer können somit Informationen über Zielsysteme zusammentragen.
Welche Versionen noch ausser der Version 8.0 betroffen sind ist nicht bekannt. VirusScan installiert ausserdem noch weitere Controls, mit denen der Zugriff auf das Dateisystem und die Konfiguration des Betriebssystems möglich ist. Eine Lösung für das Problem gibt es derzeit nicht. Anwender sollten ActiveX deaktivieren, dann allerdings gelingen zumindest die Aktualisierungen für die Virenscanner-Signaturen nicht mehr. Welche Auswirkungen eine Deaktivierung von ActiveX insgesamt auf den McAfee-Virenscanner hat, ist derzeit noch nicht letztlich geklärt. (28.04.04, Heise)

 

 

 Sicherheitslücken in Symantecs Firewalls

In Symantecs Client-Firewall-Produkten für Windows ist ein Fehler enthalten, mit denen Angreifer von außen das System zum Stillstand bringen können. Laut Advisory des Herstellers hat der Sicherheitsdienstleister eEye die Schwachstelle während einiger Tests entdeckt. Nach einer nicht näher erläuterten TCP-Attacke sei ein Reboot erforderlich, um mit dem Rechner wieder arbeiten zu können. Betroffen sind:
Symantec Norton Internet Security und Professional 2003, 2004
Symantec Norton Personal Firewall 2003, 2004
Symantec Client Firewall 5.01, 5.1.1
Symantec Client Security 1.0 and 1.1
Symantec hat Patches für die Fehler entwickelt. Anwender, die ihr System regelmäßig über LiveUpdate aktualisieren, sollten nach Angaben von Symantec schon nicht mehr verwundbar sein. Benutzer der Corporate Versionen von Symantec Client Firewall und Symantec Client Security müssen sich die Patches manuell von Symantecs Website besorgen und installieren. (22.04.04, Heise)

 

 

   Wurm Netsky.V infiziert ohne Dateianhang

Eine neue Variante des mittlerweile verbreiteten Wurms Netsky infiziert den PC eines Anwenders bereits beim Lesen der verseuchten E-Mail. W32/Netsky-V nutzt dazu Sicherheitslücken in der Microsoft-Software aus. Die E-Mail des Wurms, die in der Regel den Nachrichtentext 'Converting message. Please wait...' oder 'Please wait while loading failed message...' enthält, versucht einfach eine Kopie des Wurms vom bereits befallenen PC eines anderen Anwenders herunterzuladen. Es wird dringend ein Update der Virensignaturen bestehender Anti-Viren- Software und ein Windowsupdate empfohlen. (15.04.04, ZDNet)

 

 

   Angeblicher Mac-Trojaner aufgetaucht

Ein als MP3 getarnter Trojaner ist angeblich in der Lage sämtliche Dateien auf Computern mit Mac OS X zu löschen. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um eine Machbarkeitstudie. Die MP3-Datei enthält in ihrem ID3-Tag Code, der eine Meldung auf dem Bildschirm anzeigt. Gleichzeitig startet er das Programm iTunes, das dann den MP3-Inhalt abspielt. Dass der Code überhaupt ausgeführt wird, liegt an der Art und Weise, wie Mac OS Programme erkennt: Die Datei enthält so genannte carb- und cfrg-Ressourcen; letztere zeigt auf den Code im ID3-Tag. Der Finder zeigt die Datei als normales MP3 an, weil sie die Dateiendung .mp3 trägt; ein Blick auf die erweiterten Dateiinformationen enttarnt sie aber als Programm.
Letztendlich ist der MP3Concept oder MP3Virus.Gen getaufte "Trojaner" also nichts anderes als ein als normale Datei getarntes Programm. Dass ein tatsächlicher, nach diesem Muster gestrickter Schädling sich per E-Mail oder über Tauschbörsen verbreiten könnte, ist unwahrscheinlich: Er müsste mit BinHex oder StuffIt komprimiert sein, weil sonst die zum Ausführen notwendigen Ressourcen verloren gehen. (11.04.04, Heise)

 

 

    Immer mehr Deutsche fluchen am PC

Spam, Viren und Würmer belasten offenbar immer häufiger das Nervenkostüm deutscher Anwender. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Anti-Viren-Spezialist Symantec in Zusammenarbeit mit der TV-Zeitschrift Hörzu ermittelt hat. In den vergangen Wochen wurden zu dem Thema "Ärgernisse am PC" mehr als 3.000 Internetnutzer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren befragt. Für 80 Prozent der Befragten ist es bereits normal geworden, das Internet bei der täglichen Arbeit bzw. in der Freizeit zu nutzen. Über die Hälfte der Befragten gab allerdings an, mit der Performance bzw. den Nebenwirkungen unzufrieden zu sein. Insbesondere die langen Ladezeiten strapazieren die Nerven. Bereits auf Platz zwei folgen die unerwünschten Werbe-E-Mails, so genannter Spam. Jeder (!) der Befragten erhält nach eigenen Aussagen regelmäßig Spam-Mails, jeder Vierte sogar mehr als zehn pro Tag.
Ebenso bedrohlich sei den Ergebnissen der Umfrage zufolge die Verbreitung von Viren und Würmern. Mehr als die Hälfte der Anwender sei bereits schon einmal Opfer einer Attacke eines Virus gewesen. Werbebanner und Popups sorgen ebenfalls für wenig Freude bei den Usern. Erst an fünfter Stelle folgen Programm- oder Rechnerabstürze. Auf den Plätzen sechs bis neun folgen Dialer, Spionagesoftware, Datenmissbrauch durch Hacker, zu viele Passwörter, die man sich merken muss und der plötzliche Datenverlust. Der Einsatz von Firewalls ist indes noch keine Selbstverständlichkeit. Nur 29 Prozent gaben an, eine solche Sicherheitslösung auf dem eigenen Rechner installiert zu haben. Interessant: 43 Prozent der Befragten gaben an, kräftig zu fluchen, wenn wirklich einmal etwas passiert. Nur 14 Prozent bleiben ruhig und gelassen. (06.04.04, Onlinekosten.de)

 

 

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