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Mydoom-Wurm: bereits 21 Mio Euro Schaden
Der Computerwurm Mydoom dürfte nach Einschätzung von Experten die grössten
Kosten zur Folge haben, die je ein Virus im Internet verursacht hat.
Erste Berechnungen ließen annehmen, dass Mydoom sehr viel schlimmer
sei als Sobig.F, der im vergangenen August Millionen von Computer befallen
hatte, teilte die kalifornische Firma Computer Economics am Freitag
(Ortszeit) mit. Nach Angaben des britischen Unternehmens mi2g belaufen
sich die durch Mydoom verursachten wirtschaftlichen Schäden schon jetzt
auf mehr als 21 Milliarden Euro, etwa durch ausgefallene Geschäfte,
Produktivitätsverluste und die Kosten für Computerwartung. Wahrscheinlich
würden die Gesamtschäden die von Sobig.F ausgelösten in Höhe von geschätzten
30 Milliarden Euro übersteigen. (31.01.04, Yahoo)
Explosionsartige Verbreitung von Wurm MyDoom/Novarg
Ein neuer Internetwurm verbreitet sich mit atemberaubender Geschwindigkeit
über Outlook und Kazaa im Netz. Die Virenexperten von Messagelabs wollen
innerhalb der ersten zwanzig Stunden nach dem Ausbruch 1,2 Millionen
Exemplare abgefangen haben. Der E-Mail-Provider Postini hat nach eigenen
Angaben beim Ausbruch des Wurms Sobig.F am ersten Tag nur 1400 Exemplare
registriert, den Höhepunkt erreichte der Wurm dort mit 3,5 Millionen
Samples pro Tag. Hochgerechnet könnte MyDoom Sobig.F in der Verbreitung
also locker schlagen. der Wurm sendet sich selbst über einen eigene
SMTP-Server an Adressen weiter, die er im Browsercache oder dem Adressbuch
findet. Wird der Wurm aktiviert, beispielsweise durch Starten des Anhangs
einer infizierten E-Mail, so installiert er gleich einen Trojaner auf
das betroffene System. Schutz bieten aktualisierte Virenscanner. (27.01.04,
Heise)
Deutsche Musikindustrie warnt P2P-Nutzer
Eine offene Warnung an die 74% der Deutschen, die wissen, dass "Musikangebote
in Tauschbörsen praktisch immer illegal sind" kommt jetzt von den deutschen
Phonoverbänden.
"Wer jetzt nicht die Finger von Tauschbörsen lässt, muss mit Folgen
rechnen", so die Worte von Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen
Phonoverbände (IFPI). Eine Studie wurde von der Gesellschaft für Konsumforschung
in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Frankreich durchgeführt.
Dabei wurden je Land 1000 Personen befragt, in Dänemark 500.
"Nirgendwo ist die Kenntnis der Illegalität höher als in Deutschland",
heißt es als Fazit. In Frankreich liege der Wert für die Kenntnis der
Illegalität bei 57 Prozent, in Großbritannien bei 62 Prozent und in
Dänemark bei 72 Prozent. "Illegale Musikangebote gibt es auch in Deutschland
millionenfach im Internet, nämlich vor allem in so genannten Tauschbörsen,
in denen auch Deutsche massenhaft Musik illegal zum Herunterladen anbieten",
meint Gebhardt. "Diese Anbieter haben sehr wohl ein Unrechtsbewusstsein,
sie glauben nur, dass sie mit illegalen Angeboten nicht erwischt werden
können. Dies ist jedoch ein Irrtum."
Erst vor kurzem hatte der Justiziar der internationalen Mutterorganisation
IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), Allen
Dixon, gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, der Verband wolle
noch in diesem Jahr auch in Europa Tauschbörsen-Nutzer wegen Verbreitung
von Musik-Raubkopien verklagen. (22.01.04,
Heise)
Internet-Wurm spioniert E-Mail Adressen aus
Ein neuer Wurm "W32/Bagle-A" macht im Internet die Runde und öffnet
eine Hintertür auf dem befallenen Rechner. Der Wurm kommt per E-Mail
mit der Betreffzeile: "Hi". Der Text der Mail lautet: "Test =)[zufällige
Zeichen]--Test, yep."
Der Dateianhang ist eine .exe mit einem zufälligen Namen und dem Symbol
des Windows Taschenrechners. Wird der Anhang ausgeführt wird der Wurm
aktiv. W32/Bagle-A kopiert sich in bbeagle.exe im Windows-Systemordner
und erstellt den folgenden Registrierungseintrag, damit der Wurm bei
der Anmeldung gestartet wird:
HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\d3dupdate.exe
Der Wurm erstellt außerdem die folgenden Registrierungseinträge:
HKCU\Software\Windows98\uid
HKCU\Software\Windows98\frun
W32/Bagle-A verfügt über eine Backdoor-Komponente, die am TCP Port 6777
wartet. Dadurch kann ein Angreifer beliebig Programme auf dem infizieren
Computer ausführen. (19.01.04,
Sophos)
Aufatmen bei
Windows 98/ME Nutzern
Microsoft hat sich jetzt den offenbar grossen Kundenprotesten wegen
des Supports von Windows 98 und ME gebeugt.
So soll der Support für beide Betriebssysteme, der für spätestens am
16. Januar bzw. 31. Dezember diesen Jahres als beendet erklärt wurde,
nun doch weitergeführt werden. Als Termin zur endgültigen Einstellung
hat man jetzt bei Microsoft den 30. Juni 2006 ins Auge gefasst. Bis
dahin wird es also weiter Sicherheitspatches oder Updates geben. (14.01.04,
WDR2)
CDs bald mit Brenner etikettieren
Hewlett Packard hat ein Verfahren entwickelt, mit dem es demnächst möglich
ist CD-Labels direkt auf die CDs zu brennen.
Das "LightScribe Direct Disc Labeling" benötigt einen leicht modifizierten
CD- bzw. DVD-Brenner und spezielle Rohlinge. Die Rohlinge müssen auf
der Seite zu Etikettieren eine zusätzliche, ultradünne Schicht haben.
Diese kann preiswert hergestellt werden. Nach dem Brennen der Daten
wird dann die CD/DVD einfach umgedreht, wieder in den Brenner eingelegt
und mit der Software die Beschriftung aufgebrannt. So kann man sich
das aufwendige Aufkleben mit Zentrierhilfen der Etiketten sparen. Allerdings
kann das aufgebrannte Etikett naturgemäss nur eine Farbe haben. (13.01.04,
Heise)
Trojaner tarnt sich als Service Pack
Obwohl Microsoft immer wieder betont, niemals Updates per Mail zu verschicken,
fallen viele User immer wieder darauf herein. So verbreitet sich ein
neuer trojaner jetzt wieder auf diesen Wege. "Xombe" nutzt die offiziell
wirkende E-Mailadresse windowsupdate@microsoft.com als Absender. Der
Dateianhang dieser Mail hat den Namen winxp_sp1.exe. Die Betreffzeile
weist auf ein kritisches Update hin. Nach dem Start simuliert der Trojaner
ein normales Installationsprogramm, er fordert den Benutzer sogar dazu
auf, seine Virenscanner abzuschalten und führt anschließend die Installation
des Trojaners durch. Dabei wird sogar zusätzlich noch ein zweiter Trojaner
auf dem System installiert. (10.01.03,
onlinekosten.de)
Internet Explorer beherrscht keine Umlaute
Ausgerechnet der IE kann bis jetzt noch keine Umlaut-Domains aufrufen,
die offiziell zum 1. März eingerichtet werden können. Nutzer des Internet
Explorers müssen zum Erreichen dieser neuen Adressen erst einmal direkte
„Punycodes“ eintippen, also Sonderzeichen, mit denen die Umlaute und
anderen Sonderzeichen umschrieben werden. So wird aus der 4-Zeichen-Domain
"büro.de" ein 11-Zeichen-String. Mit einer Anpassung durch Microsoft
ist zwar zu rechnen, doch offizielle Informationen dazu gibt es noch
nicht. Ein Konvertierungs-Programm auf der Website joseffson.org sagt
wenigstens, wie Explorer-Nutzer auch ohne Update auf diese Adressen
zugreifen können. (08.01.04,
vunet.de)
Suchmaschine findet Klassenkameraden
UniSPIEGEL ONLINE und StayFriends bauten zur Zeit eine Datenbank auf,
die es ermöglicht, ehemalige Mitschüler wieder zu finden. Schon jetzt
sind zehntausende Schulen aus Deutschland sowie aus dem Ausland mit
über 100.000 ehemaligen Schülern in dem Such-Tool verzeichnet. Die Bedienung
ist einfach: Ort und Schule eingeben, und schon startet die Zeitmaschine
und wirft nach wenigen Klicks die ersten früheren Mitschüler aus. Die
Anzahl der eingetragenen Schüler nimmt täglich zu. Auch kann man sich
selbst in die Datenbank mit eintragen. (05.01.04, Spiegel)
S.A.D: geschützte DVDs dürfen kopiert werden
Ein Gutachten, das der Software-Anbieter schon im Oktober anfertigen
ließ, ist die Grundlage für diese Aussage. S.A.D. zufolge verstößt dies
nicht gegen das neue Urheberrechtsgesetz. Eine andere Auslegung des
Gesetzeswerkes sei verfassungswidrig, heißt es. Ein Patch des Software-Anbieters
S.A.D. erlaubt drei Programmen, die keine Kopien von geschützten DVDs
mehr anfertigen können, jetzt wieder die Vervielfältigung. Der Patch
von S.A.D. ist kostenlos und funktioniert für die Programme "DVD Copy
Suite", "MovieJack DVD" und "MovieJack 3.5", die S.A.D. auch vertreibt.
Bis zu drei Kopien einer DVD seien im Rahmen des Gesetzes erlaubt, so
das Unternehmen. (02.01.04, vunet)
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