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    Trojaner "Sysbug-A" macht die Runde

Seit einigen Tagen verbreitet sich ein Trojaner massiv über Spam-Mails im Internet. Bei "Sysbug-A" handelt es sich um ein Backdoor Programm der eine Hintertür für den Virenautor öffnet. Diese Techniken werden im Allgemeinen eingesetzt, um Denial-of-Service-Attacken vorzubereiten, aber auch, um Daten wie Kreditkartennummern abzufangen.

"Sysbug-A" gibt vor eine fehlgeleitete E-Mail zu sein, bei der von einer Liebesnacht die Rede ist und von Fotos, von der der angebliche Absender nicht weiss, ob er diese überhaupt seiner Geliebten zeigen soll. Dies soll die Neugier auf den Dateianhang "wendynaked.jpg.exe" oder "private.zip" wecken, der natürlich keine Bilder beinhaltet, sondern den Trojaner installiert. Die einfachste Möglichkeit sich zu schützen ist E-Mails mit der Betreffzeile "Re: Mary" einfach zu löschen. (28.11.03, Spiegel.de)

 

 

   Neue Sicherheitslücken beim IE entdeckt

Liu Die Yu, ein chinesischer Sicherheitsexperte hat einige bisher unbekannte Sicherheitslücken beim Internet Explorer bekannt gegeben. So ist es durch die Sicherheitslücken möglich, mit einer präparierten Webseite Programme auf den Rechner eines Anwenders zu laden und diese dann auch zu starten. Dies könnten dann auch Backdoorprogramme oder Viren sein.

Das vor einiger Zeit erschienene Patch, welches ein ähnliches Problem beseitigt, schützt gegen diese Lücken offenbar nicht. Die einzige Abhilfe zur Zeit ist das Deaktivieren von Active Scripting für das Internet. (25.11.03, Heise)

 

 

   Musikindustrie nutzt Daten aus P2P-Netzen

Ein Meinungsforschungsinstitut schlägt eine Brücke über die unüberwindliche Kluft zwischen der Musikindustrie und den Tauschbörsen. Das US-Meinungsforschungsinstitut "BigChampagne" ermittelt derzeit Downloadzahlen bei den Tauschbörsen, um auf diesen Weg die Konsumentenwünsche transparent darzulegen. Die so gewonnenen Daten, beispielsweise über die Beliebtheit eines Songs, lässt sich BigChampagne von der Musikindustrie gut bezahlen.

Wird nach einen Song in den P2P-Netzen verstärkt nachgefragt, signalisiert die Agentur dem jeweiligen Konzern, den Song bzw. das Album über die legalen, kommerziellen Musikdienste verstärkt anzubieten. Zu den Kunden von BigChampagne zählen mittlerweile Firmen wie Maverick, DreamWorks, Warner, Disney oder Atlantic Records. (19.11.03, vunet)

 

 

   Virus spioniert nach Kreditkartennummern

Ein neuer Virus "Paylap" verbreitet sich derzeit per E-Mail und versucht an Kreditkartendaten zu gelangen. Als PayPal-Mail getarnt, wird der Empfänger auf Englisch aufgefordert, den beigefügten Anhang (paypal.asp.scr oder www.paypal.com.scr) zu öffnen. Danach soll er aus Gründen der Datensicherheit innerhalb von 5 Tagen seine Daten bei dem Internet Bezahldienst aktualisieren.

Öffnet der Anwender den Anhang, um der Aufforderung nachzukommen, wird der Virus aktiv. Dabei öffnet sich ein Formular in dem der Anwender seine Daten incl. PIN eingeben soll. Die Informationen werden natürlich nicht an den Bezahldienst gesendet, sondern an bestimmte E-Mailadressen. "Paylap" durchsucht den Browser-Cache des Internet Explorers nach gültigen E-Mail-Adressen und verschickt sich weiter. (16.11.03, Heise)

 

 

   Service Pack 2: Mehr Sicherheit für XP

Das SP2 für Windows XP soll offenbar nicht nur eine Reihe Patches beinhalten, sondern XP in eine Art Second Edition umwandeln. So werden im SP2 nicht nur alle bisher erhältlichen Updates mit einfliessen, sondern auch Patches für den Internet Explorer, der zukünftig auch einen PopUp-Bocker haben soll. Auch wird man die Installation bestimmter Active-X-Controls sändig verweigern können.

Desweiteren soll Schädlingen aus dem Internet weniger Angriffsmöglichkeiten gegeben werden. So wird dafür die in XP integrierte Firewall ausgebaut. Grundsätzlich sollen dann alle Ports geschlossen sein, Ausnahmen muss der User definieren.

Auch die RPC-Schnittstelle wird keine Verbindungen von unbekannten Netzwerkteilnehmern mehr annehmen können. So soll eine Situation, wie die der Blaster-Attacke zukünftig verhindert werden. Internet Explorer, Messenger und Outlook Express werden mit "sicheren" Standardeinstellungen versehen. Dateianhänge werden künftig vom System isoliert und mit geringer Priorität ausgeführt werden. Das Service Pack 2 für Windows XP wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2004 erscheinen. (10.11.03, Heise)

 

 

    AOL: 500 Mio. verseuchte E-Mails abgefangen

Seit der Einführung seines Virenschutzes im April hat AOL nach eigenen Angaben fast 500 Millionen Virenverseuchte E-Mails abgefangen. Das Anti-Virus-System, das auf der Technologie von Network Associates basiert, hat demnach jeden der 32 Millionen AOL-Mitglieder durchschnittlich vor 15 unterschiedlichen Virenattacken geschützt.

Jeden Tag werden rund eine Million Virenverseuchte E-Mails abgefangen. Die bisher größte Welle rollte allerdings mit der Verbreitung von Sobig.F auf AOL zu. So mussten, laut AOL, innerhalb von 24 Stunden 24 Millionen E-Mails abgefangen werden. (08.11.03, ZDNet)

 

 

   Anonymes Filesharing

Ein neuer Multi-Netzwerkclient verspricht sicheres Filesharing auch für die grossen Tauschbörsen. Eine neue Software mit dem Namen "Eetee" kann sich anonym mit den verschiedenen P2P-Netzen verbinden.

Die User des neuen Clienten werden dabei in sogen. P2PJXTA-Gruppen zusammengefasst und treten nach Aussen hin als eine gemeinsame Gruppe auf. Intern im Netzwerk werden die Daten dann mit einer Kennung versehen um, die Daten den einzelnen Usern dann wieder zuzuteilen.

Dabei können keine Rückschlüsse auf die IP-Adresse gezogen werden. "Eetee" unterstützt zur Zeit eDonkey, Gnutella, OpenNap und Bittorrent. Für den Dauerbetrieb der Software wird allerdings eine Registrierungsgebühr von 15 € fällig. (04.11.03, derStandard.at)

 

 

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